Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel

2018-09-28T15:32:34+00:0027. Januar 2011|19 Kommentare

Zugegeben, Weihnachten ist nun doch schon ein paar Tage her. Ich kam nur nicht früher dazu, das Rezept so aufzubereiten, dass es im Blog veröffentlicht werden konnte. Tatsächlich gab es das Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel als Nachspeise in meinem Menü des ersten Weihnachtsfeiertages:

Die Nachspeise hat das Menü gut abgerundet. Wir waren zwar schon alle pappsatt, aber etwas Süßes geht ja bekanntlich immer. Die Rotweinsauce kann man problemlos zu anderen Parfaits oder Eis servieren, das kann ich nur empfehlen. Den Nougat-Strudel braucht man nicht zwingend, ich habe ihn nochmal gemacht, weil er mir in dem Rezept Nougat-Strudel mit Kirscheis und Mandel-Milch so gut geschmeckt hat.

Das Dessert ist für ein Vier-Gänge-Menü gut geeignet, weil es sich sehr gut vorbereiten lässt. Da das Parfait mindestens 5 Stunden im Gefrierfach anfrieren muss, kann man es genau wie die Rotweinsauce gut am Tag vorher vorbereiten.

Lebkuchenparfait mit Feigen und Rotweinsauce

Rezept

Zutaten für das Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel (für 6 Personen):

Für das Parfait:

  • 8 Eier
  • 200g Lebkuchen
  • 500ml Sahne
  • 300g Zucker
  • 60g Mandeln
  • 60g Pistaziennüsse
  • 80g Puderzucker
  • 1-2 Messerspitzen Lebkuchengewürz
  • 6 frische Feigen

Für den Strudel:

  • frischer Strudel- oder Yufka-Teig
  • 50g Nougat
  • 1 Eigelb

Für die Rotweinsauce:

  • 1 EL Honig
  • 0,75L Rotwein
  • 100ml Orangensaft
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 Orange
  • 1/2 Zitrone
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 2 Tl Speisestärke

Zubereitung:

(1) Die Lebkuchen, die Mandeln und die Pistaziennüsse fein hacken. 200g Zucker mit 2EL Wasser karamellisieren und mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Mandeln und Pistaziennüsse zugeben und die Masse auf ein Blech streichen. Erkalten lassen. Dann das Krokant vom Blech ablösen und fein hacken.

(2) Zunächste die Sahne steif schlagen und beiseite stellen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Puderzucker aufschlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu einem festen Eischnee schlagen. Danach den Eischnee mit dem Eigelb vermengen.

(3) Den gehackten Lebkuchen, das Krokant und das Lebkuchengewürz mit dem Eischnee und dem Eigelb vermengen. Die Masse mit der Sahne gut vermischen.

(4) Eine Kastenform mit kaltem Wasser ausspülen und mit Frischhaltefolie auslegen. Die Masse einfüllen und für mindestens 5 Stunden ins Gefrierfach stellen.

(5) Nun kann die Rotweinsauce vorbereitet werden. Dafür 100g Zucker mit dem Honig und etwas Wasser karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und aufkochen. Nun etwas Orangen- und Zitronenabrieb, die Zimtstange und die Nelken zugeben. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schote und Mark in den Topf geben, den Orangensaft zugeben und die Sauce einkochen lassen. Sollte die Konsistenz der Sauce noch zu flüssig sein, kann diese mit in etwas Wasser aufgelöstem Mehl gebunden werden. Erkalten lassen.

(6) Den Strudelteig in 4 Quadrate schneiden (ca. 15cm Seitenlänge). Mit dem Eigelb bestreichen. Je einen Nougatwürfel in die Mitte der Quadrate legen und zu einem Säckchen formen. Dann bei 150°C ca. 10 Minuten im Ofen backen. Entnehmen Sie die Säckchen, wenn der Strudelteig goldbraun wird.

(7) Die Feigen waschen und einschneiden. Mit dem Strudelteig 3-4 Minuten in den Ofen geben, bis sie aufbrechen.

(8) Das Parfait in Scheiben aufschneiden. Auf die Scheibe eine Feige stellen, daneben den warmen Strudel. Mit Rotweinsauce garnieren.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

19 Kommentare

  1. zorra 27. Januar 2011 um 08:34 Uhr - Antworten

    Kann man ja auch nach Weihnachten essen. Ich habe übrigens die gleichen Teller. Muss ich auch wieder mal herausholen. 😉

  2. Bolliskitchen 27. Januar 2011 um 08:40 Uhr - Antworten

    tja, es wird an den Feigen hapern, denn die aus Chili etc weigere ich mich zu kaufen…..

    Diese MeissenTeller haben wir auch zu hause……

  3. Juliane 27. Januar 2011 um 10:11 Uhr - Antworten

    Oh ja… ich liebe Lebkuchen, das Lebkuchenparfait wäre definitiv auch was für mich! Und sehr schöne Teller hast Du da, ich bräuchte auch noch ein Festtagsgeschirr 🙂

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  4. Kirsten 27. Januar 2011 um 13:21 Uhr - Antworten

    Ich hatte auch überlegt, Lebkuchenparfait als Dessert fürs Weihnachtsmenü zu machen, am Ende ist es dann aber eine Lebkuchen-Crème-Brûlée geworden. Dein Rezept klingt sehr lecker und wird für zukünftige Weihnachtsmenüs vorgemerkt 🙂 Und wie bei anscheinend so ziemlich jedem hier sind auch in meiner Familie diese Teller vorhanden ;o)

  5. barcalex 27. Januar 2011 um 15:48 Uhr - Antworten

    Hatten wir auch mal als Weihnachtsdessert – also nur das Parfait. Sehr schön.

  6. Uwe Spitzmüller 27. Januar 2011 um 16:45 Uhr - Antworten

    @zorra: Jau, da greift man nur nicht so selbverständlich zu Lebkuchen. Die Teller sind von meinen Eltern, meine Familie hat Weihnachten dort verbracht. Ich mag die auch sehr gerne…

    @Bolliskitchen: Kann ich verstehen. Hinterlässt bei mir immer ein etwas mulmiges Gefühl, ganz so restriktiv bin ich dann aber (noch) nicht.

    @Juliane: Wie gesagt, das ist Mamas gutes Porzellan. Nicht nur, dass ich in ihre Küche durfte, ich durfte auch noch das gute Porzellan nutzen 😀

    @Kirsten: Klingt auch sehr lecker! Die Teller sind ja bekannt wie ein bunter Hund…

    @Barcalex: Jau, war eine leckere Sache!

  7. Juliane 27. Januar 2011 um 17:38 Uhr - Antworten

    Oha, das sind ja hohe Weihen (Küche UND Porzellan), soweit hab ich das noch nicht geschafft 😉

  8. missboulette 27. Januar 2011 um 22:16 Uhr - Antworten

    Einfach schön, und wie recht Du hast – etwas Süßes geht immer. Und die Nougatstrudel muss ich ausprobieren.

  9. Jens 28. Januar 2011 um 08:18 Uhr - Antworten

    Die Yufka Strudel sind wirklich eine feine Sache.

    Bei mir gibt es die auch gerne mal mit Schokoriegel- (Mars, Snickers, etc) oder einer obstigen Füllung.

  10. Uwe Spitzmüller 28. Januar 2011 um 09:12 Uhr - Antworten

    @Juliane: Das war auch ein harter, jahrelanger Kampf ^^

    @missboulette: viel spaß dabei! die dinger sind wirklich super simpel und schnell zu machen.

    @Jens: Ich glaube man kann da super viele gute und schnelle varianten zaubern. mars hört sich ziemlich pappig und ziemlich lecker an 😀

  11. Tanja 16. November 2011 um 08:21 Uhr - Antworten

    0,75 l Wein??? Eine ganze Flasche – kommt mir doch relativ viel vor oder???

    LG Tanja

    • Uwe 16. November 2011 um 08:40 Uhr - Antworten

      @Tanja: Der Wein soll durchaus stark reduzieren – zudem musste die Portion bei meinem Weihnachtsmenü für 6 Personen reichen. Und da bleiben nur knapp 400ml übrig (ich weiss es nicht mehr ganz genau, aber die zahl müsste in etwa stimmen).

  12. Tanja 16. November 2011 um 09:05 Uhr - Antworten

    Danke für die rasche Info.
    Kann man anstatt dem vielen wein auch eine größeren Teil O-Saft nehmen – was meinst du??
    LG Tanja

    • Uwe 16. November 2011 um 09:11 Uhr - Antworten

      Klar. Dann wird’s eher eine Orangensauce und Du wirst mit der Menge des Zuckers aufpassen müssen, damit die Geschichte nicht zu süß wird.

  13. Emma 5. Januar 2012 um 23:39 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe, deine Nachtisch Komposition war das Highlight meines Weihnachts-Menus und ist sehr, sehr gut angekommen. Es hat mir sehr viel spaß gemacht es nach zukochen, aber am schönsten waren die Gesichter meiner Gäste als sie in die Strudel gebissen oder die Sauce probiert haben. Ich hatte nicht gesagt was sie erwartet 🙂
    Die Rotweinsauce ist mein Favorit. Ober-lekker!!! Die muss ich nochmal machen bevor die kalte Jahreszeit vorbei ist. 🙂 Vielen lieben Dank für das tolle Rezept.
    Lg
    emma

  14. Zuckersuesses 5. Dezember 2013 um 20:39 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,

    hast Du vielleicht Lust bei unserem Lebkuchencontest mitzumachen?

    Liebe Grüße,
    Lina & Tina

  15. Isabella 10. Dezember 2014 um 21:10 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,

    ich hätte noch zwei Fragen zu diesem Rezept;

    – was für Lebkuchen verwendest du? Die typischen Lebkuchen auf Oblaten oder die Schoko-Brezeln-Lebkuchen?

    – muss das Eigelb mit dem Puderzucker auf dem Wasserbad aufgeschlagen werden oder dergleichen?

    Alles Liebe,
    ISABELLA

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