Besondere kulinarische Momente gilt es möglichst lange zu konservieren: Auf der Zunge und im Gedächtnis. Letzten Samstag war ein solcher Moment.

Unweit des schönen Regensburger Rathauses liegt das Restaurant storstad (Schwedisch für Großstadt) in einer der vielen verwinkelten Gassen der Donaustadt. Wir fahren mit dem Aufzug in den fünften Stock, und werden uns sofort der stilistischen Diskrepanz bewusst: Während Regensburg wie eine Zeitreise ist das Mittelalter anmutet, betritt man mit dem Öffnen der Aufzugtüren eine moderne, bewusst nach nordischem Vorbild gestaltete Welt.

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Nachdem wir eine große Bar passiert haben und an einer großen Glasscheibe, die einen unzensierten Blick in die Küche gewährt, vorbeigelaufen sind, betreten wir die Dachterrasse. Dort empfängt uns Küchenchef Anton Schmaus mit Perlwein und einer famosen Aussicht über die Dächer Regensburgs. Der allgegenwärtige Dom beherrscht natürlich auch hier das Stadtbild, und die scheinbar willkürlich gestellten Häuser bilden mit ihren unterschiedlichen Dachkonstruktionen ein wirres, aber hübsches Mosaik. Der November zeigt sich von einer ungewohnten Seite, warme Sonnenstrahlen fluten die Dachterrasse und lassen uns erahnen, wie famos es hier an einem lauen Sommerabend sein muss.

Der Besuch im storstad, Regensburgs einzigem Restaurant mit einem Stern, ist der Auftakt des viertägigen Foodcamps Regensburg und Oberpfalz. Organisiert von Torsten Goffin und Florian Bailey und mit Unterstützung von Bayern Tourismus treffen sich etwa 30 Food-verrückte, um die Haupstadt des bayerische