Haselnusseis

2018-09-29T06:12:07+00:0028. November 2012|6 Kommentare

In den Eisdielen meines Vertrauens bestelle ich meist die gleichen Sorten: Joghurt, Pistazie oder – wenn vorhanden – Fior di Latte. Meine Bereitschaft, andere Sorten zu probieren, ist eigentlich gleich null.

Ähnlich verhält sich meine kleine Tochter: Seit unserem Italien-Urlaub im Sommer gibt es nur Schoko-Eis auf diesem Planeten. Als die Eismaschine neu war, musste ich natürlich als Erstlingswerk ein Schokoeis zubereiten. Meine kleine vierjährige Maus hatte beim Zubereiten so viel Spaß, dass sie immer wieder fragt, wann wir denn wieder einmal Eis zubereiten. Sie liebt es, minutenlang neben der Maschine zu sitzen und voller Faszination in das Rührwerk zu starren, wie es eben nur Kinder können.

Sie liebt es zudem, das fertig gerührte Eis direkt aus der Maschine zu probieren und mit ihren kleinen Fingerchen das Rührwerk von Eisresten zu befreien. Das ist wahrhaftig schön anzusehen.

Vor zwei Wochen habe ich dann mit ihr ein Haselnusseis zubereitet. Basis des Eises ist eine Eiercrème sowie Haselnuss-Mus, welches es für teuer Geld im Bioladen gibt. Wichtig: Unbedingt ein Mus nehmen, das kaum gesüßt ist, damit man die Kontrolle über den Grad der Süße kontrollieren kann. Das Mus gibt dem Eis einen unglaublich kräftigen, nussigen Geschmack. Am besten schmeckt das Eis direkt aus der Maschine, weil es dann genau die richtige Konsistenz hat. Im Tiefkühler wird die Masse recht hart und verliert gewaltig von seinem Charme. Also am besten frisch zubereiten und gleich verzehren!

Rezept

Zutaten für das Haselnusseis (Ergibt etwa 1 Liter):

  • ¼ L Milch
  • ¼ L Sahne
  • 75g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eigelbe
  • 2 Eier
  • 125g Haselnuss-Mus
  • Etwas Orangenschale
  • 1TL Ingwer, gerieben

Zubereitung:

1 Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und samt der Schote mit der Milch und der Sahne erhitzen. Die Hälfte des Zuckers zugeben und alles einmal aufkochen.

2 Nun die Eier mit den Eigelben mischen und mit der anderen Hälfte des Zuckers in einer Küchenmaschine schaumig schlagen. Die heiße Milch langsam unterrühren.

3 Die Eiermasse auf einem heißen Wasserbad etwa 10 Minuten unter stetem Rühren erhitzen. Mit einem Thermometer die Temperatur kontrollieren und nicht über 78°C steigen lassen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Masse gerinnt. Irgendwann fängt die Eiermasse an, zu binden – dann ist sie fertig. Durch ein Sieb passieren und das Haselnuss-Mus, die Orangenschale sowie den geriebenen Ingwer unterheben. Auskühlen lassen.

4 Die Masse in einer Eismaschine zu cremig gefrieren (Etwa 45 Minuten).

Quelle: Alfons Schuhbeck, Meine Reise in die Welt der Gewürze

 

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

6 Kommentare

  1. Uta 9. Juni 2014 um 10:38 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe!
    Habe gerade die Masse für das Eis vorbereitet und kann es kaum noch erwarten, dass die Gäste heute nachmittag kommen und ich die Eismaschine anwerfen kann – falls dann noch was da ist: die Eismasse schmeckt so schon toll…
    Sonnige Grüße!

    • Uwe 9. Juni 2014 um 11:08 Uhr - Antworten

      Hallo Uta, das freut mich sehr! Viel Spaß mit dem Eis und einen sonnigen Tag!

  2. Catharina 8. Januar 2018 um 14:16 Uhr - Antworten

    Hallo, könnte ich auch ein ordentliches Ergebnis ohne Eismaschine erzielen ?

    • Uwe 8. Januar 2018 um 15:06 Uhr - Antworten

      Nja, es geht freilich auch ohne: du musst beim Gefrierprozess nur über mehrere Stunden dreiviertelstündlich umrühren und am Ende des Prozesses das Eis durch einen leistungsstarken Mixer jagen. Könnte ein „workaround“ sein.

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