Wer meinem Blog schon ein Weilchen folgt, der weiß, dass ich hin und wieder gerne Fisch zubereite und Zander in jeder Form liebe. Eine würzige Fisch-Frikadelle bringt da etwas Abwechslung auf den Teller.

Als ich das Rezept zum ersten Mal las, war ich durchaus skeptisch: In die Fischmasse für die Frikadellen kommt kein Ei oder eine andere Substanz, der ich fundierte Kenntnisse in der Bindung von Lebensmittelmischungen attestieren würde. Klar, es wird etwas Senf zugegeben, aber Senf rangierte bei mir bislang noch nicht unter der Kategorie „Kleber“. Ich hoffte also, dass die Frikadellen in der Pfanne nicht auseinanderbrechen würden – und siehe da, das taten sie auch nicht. Zugegeben: Ich habe die Jungs durchaus wie rohe Eier behandelt. Schön vorsichtig mit einer langen Palette in die Pfanne gehoben, bei milder Hitze langsam angebraten, nicht zu viele Frikadellen in eine Pfanne gesetzt. Zeit gegeben. Dann vorsichtig gewendet und das Spiel wiederholt. Es hat geklappt – keine ging zu Bruch.

Die Frikadellen schmecken unglaublich fein und haben meine Familie wirklich nachhaltig begeistert, auch meine beiden Kleinen erfreuten sich nach Anfangs skeptischen Blicken („Papa, da ist etwas Grünes drin!!“) dem fein-süßlichen Aroma. Zu den Zander-Frikadellen gab es den leckeren Limettenschmand und einfache Pellkartoffeln, wobei eine edlere Ausführung sicher besser gepasst hätte. Ich kann Blinins als Beilage wirklich nur empfehlen.

Damit die Frikadellen in der Pfanne gelingen, habe ich noch ein paar Tipps:

  • Lege nur wenige Frikadellen in die Pfanne. Die Frikadellen sollten nur etwa die Hälfte der Pfanne ausfüllen. So wird verhindert, dass die Pfanne zu kalt wird und dass aus den Frikadellen zu viel Flüssigkeit austritt.
  • Brate die Frikadellen langsam bei mittlerer Hitze an. Das dauert länger, schlägt sich aber unmittelbar in Geschmack nieder: Durch das langsame Erhitzen wird ein Anbrennen verhindert und gleichzeitig gesichert, dass die Wärme die Frikadelle komplet