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Irland2018-08-24T17:06:21+00:00

DIE GRÜNE INSEL

Irland ist eine Reise wert. Die Insel besticht durch atemberaubende Natur, freundliche Menschen und gutes Essen, das entdeckt werden will.

Ja, ein Teil meines Herzens habe ich an Irland verloren. An die atemberaubende Natur. Die rauen, manchmal schon schroffen Landschaften. Das wechselhafte Wetter. An die freundlichen Menschen. An Cider, Rindfleisch, Lamm und Meeresfrüchte. Auf meinen Streifzügen über die grüne Insel lernte ich viele inspirierende Menschen kennen, wie zum Beispiel die O’Callaghans, die mit dem Longueville House eines der wohl schönsten „Country Houses“ Irlands betreiben, James Nolan, einen der besten Metzger Großbritanniens oder Darina Allen und Rory O’Connell, die mit dem Ballymaloe Country House

nicht nur eine inspirierende Kochschule mit angeschlossenem Garten betreiben, sondern die Food-Szene in Irland nachhaltig prägten und prägen. Im Folgenden finden sich Impressionen vom Wild Atlantic Way, jener rauen Küstenroute, die vom Süden Irlands in den Norden führt, aus Dingle, einem schönen, kleinen Fischerdorf im Westen, aus Waterford im Süden, wo ich einen Austernzüchter traf und vom Rock of Cashel in der Grafschaft Tipperary im südlichen Mittelland der Insel.

WILD ATLANTIC WAY

2.500 Kilometer erstreckt sich der Wild Atlantic Way als Küstenstraße entlang der südwestlichen Küstenlinien der Insel. Atemberaubend!

Der Wild Atlantic Way führt von Kinsale im Süden der Insel bis nach Londonderry im Norden. Immer entlang der Atlantik-Küste, vorbei an atemberaubender Natur und steig wechselnden Landschaften. Bestens geeignet für einen klassischen Roadtrip. Mehr Informationen finden sich unter www.wildatlanticway.com.

LONGUEVILLE COUNTRY HOUSE

Das Longueville House gehört zu den wohl schönsten Country Houses der Insel. Eine Geschichte über Cider und Lamm vom Kamin.

In Irland finden sich viele „Country Houses“, ehemalige Herrschaftssitze der Adligen, die heute als edle Residenzen fungieren. Das „Longueville House“ in Mallow, unweit von Cork, ist sicher eines der schönsten. Reich an Geschichte und im vollsten Bewusstsein des historischen Erbes führen Aisling und William O’Callaghan die Jahrhunderte alte Familientradition modern fort. Dabei setzen sie nicht nur auf gewohnt freundliche irische Gastlichkeit, sondern auch auf einen holistisch nachhaltigen Ansatz.

Der nahe „Walled Garden“ versorgt Restaurant, Gäste und Eigentümer das ganze Jahr mit biologisch angebautem Obst und Gemüse. Die weitläufigen Obstplantagen sind die Basis für selbst gemachten Apfelsaft, Cider und Apple Brandy. Der unweit und immer noch auf eigenem Grundbesitz gelegene „Blackwater“-Fluss ist reich an Forellen, die geräuchert oder frisch Teil der Speisekarte sind. Die Küche ist irisch-fein: unvergessen ist die am Kamin offen gegarte Lammkeule.

DINNER IN DUBLIN: LOCKS

Wer Dublin besucht, dem sei ein Zwischenstopp im Restaurant Locks am „Grand Canal“ empfohlen. Irische Küche, wohlschmeckend und fein serviert, dazu freundlicher Service und stilvolles Ambiente in den mondän eingerichteten Zimmern im ersten Stock.

BALLYMALOE COOKERY SCHOOL

Kaum eine andere Familie hat die kulinarische Szene Irlands ähnlich geprägt wie die Allens, Besitzer des Ballymaloe Country Houses in Cork.

Mein erster Besuch in Irland 2015 führte mich direkt in den Süden, nach Cork, zum „Ballymaloe Litfest of Food and Wine“, einem jährlichen Event, das sich ganz der kulinarischen Szene Irlands verschrieben hat. Das Food-Festival findet auf den Ländereien des Ballymaloe Country Houses statt, zu dem neben einem Restaurant, einer Hotellerie und einem großen Garten auch eine über die Grenzen Irlands hinaus bekannte Kochschule gehört.

Die Allen-Familie, die das Anwesen und Unternehmen gemeinschaftlich betreibt, prägt seit Jahren die kulinarische Szene Irlands und gilt als maßgeblich für die Schaffung der neuen irischen Küche und die Rückbesinnung auf lokale Qualitäten. Kochschüler aus aller Welt kommen nach Cork, um eines der Ausbildungsprogramme an der Cookery School zu durchlaufen. Ballymaloe ist ein inspirierender Ort, reich an Geschichte und reich an Wissen.

AUSTERNFISCHER

Im Süden Irlands, in Waterford, züchtet die Harty-Familie Austern und exportiert diese in die ganze Welt.

Die Austernbänke sind bei Ebbe schon von weitem sichtbar und erstrecken sich über weite Teile der malerischen Bucht bei Waterford. Der Golfstrom bringt stetig frisches, sauerstoffreiches Wasser aus dem Atlantik an die Küste und bietet so perfekte Bedingungen für die Zucht von Austern. Schmackhaften Austern!

DINGLE: PERLE AM ATLANTIK

Dingle ist ein kleines Fischerdorf an der Westküste Irlands, direkt am Atlantik.

Auf dem Weg nach Dingle hätte ich viele Male halten wollen, zu malerisch und imposant ist die Natur entlang des Wild Atlantic Way. Schroffe Klippen, weitläufige grüne Hügellandschaft und gelbe Ginstertupfen kontrastieren gekonnt mit dem blau-weiss des Himmels und des stetig gegen die Küste rollenden Atlantiks. Dingle selbst besitzt eine geschützte Bucht mit einem schönen Sandstrand, an den sich die Ortschaft leicht in eine Anhöhe aufsteigend schmiegt.

Die Häuser in Dingle sind bunt, die Menschen freundlich und umtriebig, was den kulinarischen Erfindergeist anbelangt. Im Ort ansässig sind mehrere exzellente Fisch-Restaurants, eine Whisky-Destillerie, die auch famosen Wodka und Gin mit lokalen Kräutern brennt sowie eine Eismanufaktur mit wohlklingenden und -schmeckenden Sorten wie „Seal Salt Icecream“ oder „Irish Butterscotch“. Dingle ist eine Reise wert!