Eine kulinarische Reise durch das Beaujolais [Impressionen]

2018-07-17T11:33:18+00:0014. Juni 2013|5 Kommentare

Wenn Ende Mai das frische Grün sprießt beginnt im Weinbaugebiet Beaujolais nördlich von Lyon für die Winzer die harte Arbeit. Die Reben müssen ausgebracht und umsorgt werden, um im Herbst bei der „Vendange“ – der Weinlese – den verdienten Lohn einzufahren.

Auf Einladung von INTER Beaujolais verbrachte ich mit Sandy von Confiture de Vivre zwei aufregende Tage in Südfrankreich, reiste von Winzer zu Winzer, probierte Weine, aß Käse und Brot, lernte die regionale Küche kennen und kam in Kontakt mit vielen unglaublich interessanten Menschen und ihren Geschichten.

Das Beaujolais liegt im Süden Frankreichs, eine halbe Autostunde nördlich von Lyon, westlich der Saône. Die hügelige Landschaft erinnert mich etwas an das Allgäu, nur fehlen hier die saftigen grünen Wiesen und die Kühe, dafür siehst Du Weinstöcke, so weit das Auge reicht. Die Landschaft ist in das typisch warme Licht Südfrankreichs getaucht und entfaltet die volle Schönheit zu Sonnenauf- und Untergang, wenn die Sonne tief steht, alles golden glänzt und das Licht von den vielen Blättern der Rebstöcke reflektiert wird.

Das Beaujolais ist in zehn exklusive Weinbaugebiete unterteilt – die sogenannten Cru-Lagen („Cru“ bedeutet „Gewächs“). Diese sind zumeist nach den größten Gemeinden benannt und stellen die qualitative Spitze der Weinproduktion der Region dar. Meine Reise führte mich so unter anderem nach Chénas, Brouilly, Fleurie und Morgon – immer vorbei an den nicht enden wollenden Weinbergen.

Im Beaujolais werden überwiegend Rotweine angebaut, nur etwa 2% der Produktion sind Weißweine. Die Rotweine werden aus der Rebsorte Gamay gekeltert, die im Beaujolais hervorragende Bedingungen vorfindet. Die recht Granit-haltigen Böden sowie die sonnenverwöhnte Landschaft sind förderlich für das Wachstum der Rebstöcke. Die Rotweine des Beaujolais sind eher leicht und erfrischend und werden gerne relativ kühl bei 12°C-14°C getrunken. Das macht die Weine zu einem perfekten Sommergetränk, das ich mir wunderbar als Begleiter eines lauen Sommerabends zu dem einen oder anderen Grillgericht vorstellen kann (Und definitiv diesen Sommer auch trinken werde).

Heute möchte ich zunächst ein paar fotografische Impressionen teilen, bevor ich Dich in den nächsten Wochen durch das Beaujolais führen und Dich mit Winzern, Sterneköchen und Küchenchefs bekannt machen werde. Du darfst Dich unter anderem auf Monsieur Fellot freuen, der die seit 1829 existierende Familientradition weiterführt und zusammen mit seinen Brüdern Weine produziert, Rinder züchtet und Kräuter anbaut, auf Romain Barthe, seit kurzem Sternekoch, der im Herzen des Beaujolais das Clochemerle führt und klassische französische Küche regional interpretiert und auf Jean-Marc und seine „Huilerie“, einen der letzten „Artisans mouliniers“, der Öle nach der alten Zubereitungsart gewinnt.

Ich freu‘ mich drauf.

Impressionen aus dem Beaujolais

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

5 Kommentare

  1. Annmarie 14. Juni 2013 um 11:53 Uhr - Antworten

    Sorry Uwe, aber dieses Promogedöns wirft mich echt raus. Schon mit der Grillfahrt ist Dein ehemals so toller Blog echt abgestürzt … hoffe auf baldige Erholung.
    Gruß Annmarie
    PS Wenn Du Geld brauchst, schalte Werbung. Die redaktionellen Inhalte müssen sauber bleiben. Wir wollen schließlich wissen, was Dir schmeckt und nicht wer der was geschenkt hat.

  2. Uwe 14. Juni 2013 um 13:04 Uhr - Antworten

    Hallo Annmarie, vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Feedback! Ich nehme das gerne an.

    Ich möchte versuchen, zu Deinen Punkten Stellung zu beziehen: Zunächst hat niemand Geld für eine Berichterstattung bezahlt noch Berichte gefordert. Über was ich berichte entscheide ich selbst, und ja, ich habe auf dieser Reise viel gesehen, was ich gerne teilen möchte, weil ich es für interessant und teilenswert halte. Ich möchte wahnsinnig gerne über Herrn Fellot schreiben und seine Passion für das Weinmachen, seine Vorstellung von Natürlichkeit und Besinnung auf Tugenden jenseits des rein profitorientierten, schnellen Weinbaus. Ich möchte über die alte Art der Ölgewinnung schreiben, die ich dort beobachten konnte – und natürlich auch über die Gerichte, die mir geschmeckt haben. Sind solche Inhalte nicht interessant für Dich?

    Der heutige Artikel sollte einleitenden Charakter haben – nach nochmaligem Lesen kann ich verstehen, dass Du ihn als zu promolastig einstufst – das war nicht das Ziel des Artikels. Das geht besser. Diesen Punkt nehme ich mir mit, danke für den Hinweis.

    Ich finde es dagegen definitiv legitim, über Monetarisierungsmöglichkeiten nachzudenken. Ich befinde mich in einem festen Angestelltenverhältnis – finde den Gedanken aber durchaus reizvoll, mehr Zeit mit meinem Hobby und meinem Blog verbringen zu können: Und zwar weil es unglaublichen Spaß bereitet. Das geht allerdings nur, wenn finanziell Ausgleich geschaffen wird. Werbung im Sinne klassischer Banneranzeigen ist für mich keine ernstzunehmende Alternative, weil sie keinen Mehrwert für die Leser bietet und schlecht vergütet ist.

    Ich stimme Dir in dem Terminus, dass redaktionelle Inhalte „sauber bleiben müssen“ dahingehend zu, dass gesponserte Inhalte eindeutig zu kennzeichnen sind und aufzuzeigen ist, nach welchen Kriterien gesponserte Inhalte Einzug in den Blog halten können. Ich denke, dass ich in diesem Punkt Nachholbedarf habe. Oder wie siehst Du das?

    Ich freue mich auf einen Dialog!

  3. Sugarprincess Yushka 14. Juni 2013 um 22:04 Uhr - Antworten

    Huch! Ich hab das gar nicht so gelesen und empfunden. Fand die Bilder einfach nur toll und freue mich mitreisen zu dürfen! Herzliche Grüße!

  4. Sandy 20. Juni 2013 um 18:49 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe, ich fühle mich zurück versetzt und schwelge in Erinnerungen. Ich habe noch keine Bilder weiter bearbeiten können, aber wenn ich deine sehe, bekomme ich große Lust.
    Es tut mir leid, dass offenkundig dein Beitrag für einen Missstimmung gesorgt hat. ich kann sie so nicht nachvollziehen, finde aber deine Art und Weise damit umzugehen sehr professionell und richtungsweisend. Deinen Punkten stimme ich voll und ganz zu. Unsere Reise wurde, wie du schon angemerkt hast, nicht unter Zwang durchgeführt. Wir als Blogger sind frei in unserer Meinungsäußerung und wenn jede Interessenbekundung und jedes positive Wort sofort als Promo ausgelegt wird, finde ich das extrem schade und es trifft auch nicht den Kern der Wahrheit. Ich freu mich, wenn wir unseren Lesern unsere Eindrücke mitteilen und auch Empfehlungen aussprechen können – ich suche selbst auch immer wieder danach.
    Liebe grüße von deiner Kollegin,
    Sandy

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