Peperonata Dolce

2019-05-03T08:13:16+02:0024. August 2014|9 Kommentare

Zu Käse darf es gerne ein wenig Chutney oder eine karamellisierte Nussmischung sein. Oder aber die Peperonata Dolce, eine süße Paprika-Marmelade.

Das Rezept stammt von der famosen Simone von Pi mal Butter (Ihr erinnert Euch, von Simone hatte ich erst letztens die Anregung für die Caprese 2.0 geklaut) und hat mich mit dem ersten Bissen im Sturm erobert. Die Paprika-Marmelade schmeckt süßlich, leicht scharf und stark nach der Frucht, wie ich es von dem Confit Byaldi, meinem Lieblings-Ratatouille, kenne.

Am liebsten esse ich dazu einen gut gereiften, intensiven Ziegenkäse mit einem Stück frischer Focaccia und einem Glas kaltem Weißwein. Die Herstellung ist dabei wahrlich einfach: Paprika wird mit Zucker und Chili gekocht, püriert und auf die gewünschte Konsistenz eingedickt. In sterilen Gläsern hält sich die Marmelade etwa zwei Monate und eignet sich auch wunderbar als kleines Geschenk und Mitbringsel.

Zum Thema Käse möchte ich meinen Nürnberger Lesern wärmstens (Achtung, Empfehlung!) Feinkost Langer in Mögeldorf ans Herz legen – dort gibt es die verschiedensten Sorten gut gereiften Käses, den die Eigentümerin des Ladens teilweise auch noch selbst verfeinert. Schaut unbedingt einmal vorbei!

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch!

Peperonata Dolce

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für die Peperonata Dolce (für etwa 6 Gläser à 200 ml):

  • 1 kg rote Paprika
  • 380 g Zucker
  • 1 rote Chili
  • 1 gestrichener TL Salz

Zubereitung:

1 Das Kerngehäuse der Paprika und der Chili entfernen und anschließend in grobe Würfel schneiden.

2 Die Paprika und die Chili mit dem Zucker, dem Salz und einigen EL Wasser in einem Topf bei geschlossenem Deckel kochen, bis die Paprika weich sind. Mit einem Stabmixer pürieren und einkochen, bis eine Marmeladen-artige Konsistenz erreicht ist.

3 Sofort in sterilisierte Gläser einfüllen, stürzen und erkalten lassen. Die Marmelade hält sich etwa 2 Monate.

Quelle: Pi mal Butter

Gläser sterilisieren – oft gestellte Fragen

Wann soll ich Einmachgläser sterilisieren?2019-05-03T07:52:47+02:00

Einmachgläser sollten direkt vor dem Befallen sterilisiert werden. Am besten ist es, wenn die Gläser aus dem Topf direkt gefüllt und sofort geschlossen werden.

Kann ich Einmachgläser im Dampfgarer sterilisieren?2019-05-03T07:52:25+02:00

Ja. Dafür die jeweilige Einstellung (Die Gebrauchsanleitungen der Gerätehersteller enthalten Tabellen zu Temperaturen, Programmen und Richtzeiten. Diese bitte beachten!) mit 100 % Dampf (und 100 °C) wählen und die Gläser, Deckel und Dichtungsgummis 45 Minuten dämpfen.

Die Gläser müssen dabei mit der Öffnung nach unten auf einem Gitter stehen und dürfen sich nicht berühren – selbiges gilt für Deckel und Dichtungsgummis.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch sterilisiert werden!

Kann ich Einmachgläser im Backofen sterilisieren?2019-05-03T07:52:02+02:00

Ja, allerdings nur die Gläser und nicht die Deckel und Dichtungsgummis (diese werden porös). Dafür den Backofen auf 130 °C vorheizen und die Gläser dann 40 Minuten sterilisieren.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch sterilisiert werden!

Kann ich Einmachgläser in der Spülmaschine sterilisieren?2019-05-03T07:51:32+02:00

Es gibt im Internet viele Quellen, die besagen, dass dies funktioniert. Ich rate hiervon ab: zunächst ist diese Methode sehr energie- und wasserintensiv. Zudem muss gewährleistet sein, dass in der Spülmaschine keinerlei Rückstände und Schmutzreste zum finden sind, was in einer Kontamination enden kann. Als letzter Punkt ist zweifelhaft, ob in (jeder) Spülmaschine lang genug die Temperaturen erreicht werden, die Keime nachhaltig töten.

Wie kann ich Dichtungsgummis sterilisieren?2019-05-03T07:51:05+02:00

Dichtungsgummis sollten immer feucht sterilisiert werden, da sie sonst porös werden – am besten in kochendem Wasser auskochen.

Wie kann ich die Deckel für die Gläser sterilisieren?2019-05-03T07:50:39+02:00

Deckel für Einmachgläser sollten immer feucht sterilisiert werden – am besten in kochendem Wasser auskochen.

Wie kann ich Einmachgläser sterilisieren?2019-05-03T07:50:07+02:00

Die einfachste Methode ist das Auskochen. Dafür einen großen Topf mit ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Einmachgläser (und die Deckel sowie Dichtungsgummis) etwa 15 Minuten darin auskochen.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch ausgekocht werden!

9 Kommentare

  1. Bella 24. August 2014 um 19:18 Uhr - Antworten

    Hmmm, das ist echt super lecker, kann dir nur zustimmen. Habe das Rezept auch schon bei Simone entdeckt und nachgemacht. Ein tolles Mitbringsel aus der Küche, auch wenn man, sobald man mal probiert hat, am liebsten alle Gläser behalten möchte 😉
    LG

    • Uwe 25. August 2014 um 20:23 Uhr - Antworten

      Das stimmt! Teilen fällt da schwer 🙂

  2. Ela 29. August 2014 um 09:49 Uhr - Antworten

    Wow, das klingt ja spannend 🙂 Hier finde ich echt immer so viel, das ich nachkochen muss…
    LG
    Ela

    • Uwe 30. August 2014 um 07:25 Uhr - Antworten

      Ela, das freut mich! Die Paprikamarmelade kann ich Dir auch nur wärmstens empfehlen, die lohnt sich!

  3. Robin 18. April 2016 um 22:24 Uhr - Antworten

    Hi Uwe!
    Sag mal stimmen die 380 g Zucker? Meine Peperonata Dolce reduziert gerade auf dem Herd, habe es mit den halben Mengenangaben gemacht, da ich noch keine Weckgläser zum Aufbewahren habe.
    560 g Paprika (im Laden gewogen, also mit Kerngehäuse etc.)
    190 g Zucker
    Habe eben probiert und es schmeckt wirklich sehr penetrant süß! Soll das so sein?

    Liebe Grüße
    Robin

    • Uwe 19. April 2016 um 16:24 Uhr - Antworten

      Hi Robin, sollte passen, ja – meine alte Notiz sagt das Gleiche…

  4. Marco 21. April 2016 um 10:15 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    hört sich echt gut an…will ich auch probieren 😉 Eine Frage: Enthäutest Du die Paprika vor dem Kochen?

    Viele Grüße,
    Marco

  5. Gustav Holz 21. April 2016 um 19:47 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,

    gestern zubereitet und heute probiert! Ausgezeichnet! Ich war nur etwas vorsichtig mit Chili und Salz. Ein wirklich kräftiger Ziegenkaese schmeckt herrlich dazu. Gehe morgen wieder an die Arbeit.

    Viele Gruesse
    Gustav

    • Uwe 22. April 2016 um 04:27 Uhr - Antworten

      Super, freut mich sehr!

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