Apfelmus aus dem Ofen

2019-05-03T08:14:50+02:0014. Dezember 2011|25 Kommentare

Heute gibt’s etwas ganz Einfaches. Ohne großes Brimborium. Ohne doppelten Boden. Und Spezialeffekte. Heute gibt’s schlicht das wohl leckerste Apfelmus der Welt. Und das ist untertrieben. Das Rezept habe ich bei Micha von grain de sel schamlos geklaut und nachgekocht. Nachgeschmort.

Dabei werden einige Äpfel von der Schale befreit, in Scheiben geschnippelt und dann einfach mit etwas Kreuzkümmel, Zimt und einer einsamen Nelke in eine feuerfeste Form gepackt, zugedeckt und fluffige 6-7 Stunden im Ofen weichgekocht.

Dabei fängt der Fruchtzucker an, zu karamellisieren und sorgt für die intensive Farbe des Apfelmus. Das beste: Das Apfelmus kommt ohne ein Gramm Zucker aus und schmeckt dabei süß genug. Toll. Hin und weg ich bin.

Rezept

Zutaten für das Apfelmus aus dem Ofen:

  • 2,5kg Äpfel
  • 1 Zimtstange
  • 1 Nelke
  • 1TL Kreuzkümmel

Ich habe noch ein Sternanis hinzugefügt.

Zubereitung:

1 Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Mit der Zimtstange, dem Kreuzkümmel, der Nelke und dem Sternanis vermischen.

2 Bei 160°C Ober-/Unterhitze 6-7 Stunden schmoren. Je länger geschmort wird, desto dunkler wird die Farbe.

Gläser sterilisieren – oft gestellte Fragen

Wann soll ich Einmachgläser sterilisieren?2019-05-03T07:52:47+02:00

Einmachgläser sollten direkt vor dem Befallen sterilisiert werden. Am besten ist es, wenn die Gläser aus dem Topf direkt gefüllt und sofort geschlossen werden.

Kann ich Einmachgläser im Dampfgarer sterilisieren?2019-05-03T07:52:25+02:00

Ja. Dafür die jeweilige Einstellung (Die Gebrauchsanleitungen der Gerätehersteller enthalten Tabellen zu Temperaturen, Programmen und Richtzeiten. Diese bitte beachten!) mit 100 % Dampf (und 100 °C) wählen und die Gläser, Deckel und Dichtungsgummis 45 Minuten dämpfen.

Die Gläser müssen dabei mit der Öffnung nach unten auf einem Gitter stehen und dürfen sich nicht berühren – selbiges gilt für Deckel und Dichtungsgummis.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch sterilisiert werden!

Kann ich Einmachgläser im Backofen sterilisieren?2019-05-03T07:52:02+02:00

Ja, allerdings nur die Gläser und nicht die Deckel und Dichtungsgummis (diese werden porös). Dafür den Backofen auf 130 °C vorheizen und die Gläser dann 40 Minuten sterilisieren.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch sterilisiert werden!

Kann ich Einmachgläser in der Spülmaschine sterilisieren?2019-05-03T07:51:32+02:00

Es gibt im Internet viele Quellen, die besagen, dass dies funktioniert. Ich rate hiervon ab: zunächst ist diese Methode sehr energie- und wasserintensiv. Zudem muss gewährleistet sein, dass in der Spülmaschine keinerlei Rückstände und Schmutzreste zum finden sind, was in einer Kontamination enden kann. Als letzter Punkt ist zweifelhaft, ob in (jeder) Spülmaschine lang genug die Temperaturen erreicht werden, die Keime nachhaltig töten.

Wie kann ich Dichtungsgummis sterilisieren?2019-05-03T07:51:05+02:00

Dichtungsgummis sollten immer feucht sterilisiert werden, da sie sonst porös werden – am besten in kochendem Wasser auskochen.

Wie kann ich die Deckel für die Gläser sterilisieren?2019-05-03T07:50:39+02:00

Deckel für Einmachgläser sollten immer feucht sterilisiert werden – am besten in kochendem Wasser auskochen.

Wie kann ich Einmachgläser sterilisieren?2019-05-03T07:50:07+02:00

Die einfachste Methode ist das Auskochen. Dafür einen großen Topf mit ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Einmachgläser (und die Deckel sowie Dichtungsgummis) etwa 15 Minuten darin auskochen.

Bitte beachten: Wenn zur Befüllung Trichter oder Löffel/Kellen benutzt werden, sollten diese auch ausgekocht werden!

25 Kommentare

  1. Micha 14. Dezember 2011 um 09:15 Uhr - Antworten

    Dazu kann ich nur sagen: das Apfelmus sieht bei dir auch sensationell aus und wird genauso schmecken! Ganz klar: le Top du Top!

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 09:31 Uhr - Antworten

      Jau. Wahnsinnig gut. Danke für das tolle Rezept!

  2. Eva 14. Dezember 2011 um 09:41 Uhr - Antworten

    das steht bei mir schon länger auf der Nachmachliste. Wenn du nun auch noch so begeistert bist und das Ergebnis sieht ja auch toll aus, dann sollte ich mich endlich auch mal dran begeben!

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 09:44 Uhr - Antworten

      @Eva: Es ist’s auf jeden Fall wert! Kann Dir nur empfehlen, das Rezept zu probieren!

  3. pimpimella 14. Dezember 2011 um 11:04 Uhr - Antworten

    Muss ich probieren!

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 11:15 Uhr - Antworten

      Ganz sicher Du musst! 😉

  4. Sarah 14. Dezember 2011 um 11:49 Uhr - Antworten

    Wenn ich mal wieder 6-7 Stunden den Ofen bewachen kann, dann wird das sofort ausprobiert! 😀

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 12:15 Uhr - Antworten

      Ach, so viel bewachen musst Du gar nicht. Die Äpfel schön zudecken und alles läuft von alleine.

  5. Ellja 14. Dezember 2011 um 18:12 Uhr - Antworten

    Das hab ich auch bei Salzkorn schon gesehen, und jetzt bei dir! Genial, wenn Zucker hier überflüssig wird. Größere Mengen zum Einwecken haben sich aber dann wohl erledigt, ohne Zucker, oder?

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 18:17 Uhr - Antworten

      @Ellja: Größere Mengen würde ich nicht riskieren. 2,5kg Äpfel ergeben ca. 800ml Apfelmus. Reicht ja auch mal ein Stück des Weges.

  6. Petra aka Cascabel 14. Dezember 2011 um 19:44 Uhr - Antworten

    Ok, ich gebe mich geschlagen. Jetzt koche ich es auch nach, zumal meine Boskoop im Keller nicht besser werden. Obwohl, vielleicht doch, sie sind sozusagen schon etwas dry-aged mit konzentrierten Aromen 😉

    • Uwe 14. Dezember 2011 um 21:18 Uhr - Antworten

      Widerstand ist zwecklos. Und je aromatischer, desto besser, traue ich mir mal zu behaupten…

  7. Micha 14. Dezember 2011 um 22:51 Uhr - Antworten

    @Elljia: das Apfelmus wecke ich ein – s.Post. Bei dem Aufwand will ich nicht riskieren, dass mir ein Glas kippt. Und so hält es mir dann unbegrenzt, also bis alle aufgegessen sind 😉

  8. Arthurs Tochter 15. Dezember 2011 um 07:44 Uhr - Antworten

    Wunderbares Rezept, ich war auch sofort fasziniert. Meines habe ich dann im Marzipan-Bratapfel-Eis weiterverarbeitet. Ebenfalls sehr zu empfehlen. Aber die Hälfte habe ich wohl schon vorher im Stehen weggefuttert. 😉

    Mit Birnen habe ich es auch ausprobiert, da gab es als Zugabe Safran und eine halbe Vanillestange. Burner!

    • Uwe 15. Dezember 2011 um 13:00 Uhr - Antworten

      Mit Birnen…woah. Das probiere ich aus. Apfel-Quitte kann ich mir auch gut vorstellen.

  9. ulrike 17. Dezember 2011 um 18:44 Uhr - Antworten

    Richtig eingekocht in Twist-off Gläsern (wie ja auch Zwetschgenmus) wird das auch in großen Mengen nicht schlecht. Die Amis packen diese Variante vom Apfelmus aufs Brot und nennen es dann applebutter. Ich liebe es heiss und innig.

  10. Morrie 23. Dezember 2011 um 18:40 Uhr - Antworten

    Einen schönen Guten Abend,

    ich habe gestern Abend dieses unglaublich wunderbare Rezept probiert und bin hin und weg. Der Duft aus der Küche war einmalig. Und der Geschmack… leichte Säure, genau wie ich es mag!
    Allerdings die Menge war etwas wenig. Bei 2 kg Äpfeln hatte ich knapp 700 oder 800 g.
    Morgen wollte ich diesen Mus erneut zubereiten und unseren Gästen als Weihnachtsgeschenk geben. Ich würde gerne wissen, ob ich die Apfelmenge verdoppeln darf? Oder lieber zwei Mal, je 2 kg Äpfel, schmoren? Würde das Ergebnis das Gleiche sein, wenn die Menge verdoppelt wird? Die Garzeit vermutlich wird länger! Ich hatte 4 1/2 Std. den Römertopf im Backofen. Die Farbe war etwas heller als Ihre und noch mit leichtem Fruchtwasser.

    Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen ein frohes Fest, entspanntes und gesundes Fest!

    Herzlich und mit besten Grüssen,
    Morrie

    • Uwe 23. Dezember 2011 um 22:29 Uhr - Antworten

      Guten Abend! Der Geschmack ist der Wahnsinn, oder? Hat mich auch begeistert. ich denke, dass es kein Problem ist die Menge zu verdoppeln. Je länger die Schmorzeit, desto dunkler wird das Mus. Ebenfalls ein frohes Fest!

  11. Larissa 11. Oktober 2016 um 16:51 Uhr - Antworten

    Hi Uwe!
    Für alle, die einen Slow Cooker haben: 8 Stunden auf Stufe 2 und zwei Stunden offen auf Stufe 2 funktionieren super! Spart Strom und kann man unbeaufsichtigt lassen! 🙂
    Und der Geschmack ist klasse. Bei mir ist auf die doppelte Menge ein halber TL Salz, etwas Vanille und Zimt gelandet. Jetzt hab ich Apfelkompott auf Vorrat im Gefrierfach.
    Liebe Grüße
    Larissa

    • Uwe 13. Oktober 2016 um 11:19 Uhr - Antworten

      Auch eine super Variante, mjamm! Und Apfelmus kann man nie genug haben…

  12. Jacobin 29. Juli 2018 um 21:59 Uhr - Antworten

    Habe heute die SlowCooker(SC)-Variante mit Klaräpfeln ausprobiert. Fantastisch!
    Ein kleiner Hinweis – ganz unbeaufsichtigt kann man den SC nicht lassen, die Apfelmasse fällt zusammen und mir sind Apfelschnitze am Rand geklebt, die nachher verbrannt sind (ab und an mal mit einem Spachtel die Masse von den Rändern nach unten schieben braucht es schon).
    Das nächste Mal würde ich nach 4h auf Stufe 1 stellen (ist vielleicht auch abhängig von der Apfelsorte).
    Lieben Dank fürs Rezept!

  13. Bianca 9. September 2018 um 10:28 Uhr - Antworten

    Ich liebe dieses Apfelmus. Allerdings landen die Äpfel bei mir mit Schale im Ofen. Die karamellisiert noch mit und gibt einen Hammergeschmack. Mich stört das Bissfeste kein Stück. Jetzt warten noch ungefähr 4 Zentner Äpfel auf ihren Einsatz 😁

    • Uwe 11. September 2018 um 10:17 Uhr - Antworten

      Danke Dir, Bianca! Äpfel gibt es in diesem Jahr wirklich viele! Mit Schale habe ich’s noch nicht probiert, werde das aber gerne einmal tun.

Hinterlassen Sie einen Kommentar