Hase und Miso. Der fulminante Höhepunkt einer beeindruckenden Speisenfolge.

Johann Gottlieb Fichte war ein Philosoph, der Ende des 18. Jahrhunderts lebte. Für ihn war das „Sein“ der Kern seiner Philosophie, seiner Definition des Ich-Begriffs, er beschrieb es als das Wesen der Dinge, gleichermaßen das Handelnde als auch das Ergebnis einer Handlung. „Das entspricht ziemlich genau dem, was wir tun“ mein Felix Schneider, und begründet so die Wahl des Namens für sein Restaurant.

Dieser philosophische Ansatz erklärt die Grundmotivation und Einstellung gegenüber den Schätzen der Natur gut, der vollständigen Verwertung von Gemüse, Obst und Tieren sowie einer Rückbesinnung auf viel Handarbeit, langsame und nachhaltige Produktion, Saisonalität und regionalen Bezug. Es geht darum, das Wesen der Produkte, der Schätze der Natur, erfahrbar zu machen.

Dass wir Franken ein eigenes Wesen besitzen, und gerne so sind wie wir sind, ist eine zweite Dimension, die sich im Namen spiegelt: das Team lädt ein, sich auf seine Vorstellung eines lukullisch ansprechenden und anspruchsvollen Abends einzulassen, sich auf eine regional geprägte, kulinarische Reise zu begeben, die vielleicht nicht unbedingt die Erwartungen aller Gäste erfüllen wird. Nicht, weil die Qualität nicht stimmt, sondern weil der konzeptuelle Ansatz ein anderer ist, als das Gäste gemeinhin von Restaurants gewohnt sind.

Das wird besonders deutlich, wenn es um das Thema Hauptgang geht. Gemeinhin verbinden wir mit einem Hauptgang den geschmacklichen Höhepunkt der Menü-Klimax, meist definiert durch edles Fleisch, mindestens Roastbeef, gerne Filet, opulent angerichtet und beeindruckend durch Komponentenvielfalt und schiere Komplexität.

Implizit wertet unsere gemeinhin