Röstzwiebelöl

2018-09-13T14:42:44+00:0026. Januar 2017|18 Kommentare

Es gibt Zutaten, die passen so mannigfaltig zu vielen verschiedenen Gerichten, dass es fast schon etwas Magisches hat.

Das Röstzwiebelöl lernte ich während meines Praktikums im Restaurant Sosein kennen, dort schmeckte Felix Schneider einen Saft damit ab, was dem Getränk eine tolle Tiefe verlieh.

Seit meinem Besuch im Sosein habe ich den Nutzen von Würzölen für mich entdeckt, es war, als ob sich eine neue Welt der Geschmackskombinatorik für mich öffnete. Das diese weit größer als die bis dato durch Knoblauch-, Chili- und Rosmarinöl abgegrenzte Welt ist, war eine wahrlich süße Erkenntnis.

So freue ich mich schon jetzt auf die Rauchöle, die Fischöle und besondere Gewürzöle aus selbstgesammelten Zutaten.

Das Röstzwiebelöl passt hervorragend zu allen Gerichten mit einer gesunden Zwiebelkomponente oder einer hohen Passung zu Zwiebeln, wie Kartoffeln, Äpfeln oder Käse, gern auch in Kombination. Alpine Köstlichkeiten wie Kässpatzen werden durch ein paar Tropfen genauso im Geschmack gehoben wie schwäbische Maultaschen. Es passt aber auch zu Fisch (hat jemand Skrei gesagt?), Fleisch oder diversen Kohlgerichten (Wirsing!).

Rezept

Dauer: ca. 45 Minuten

Zutaten für etwa 600 ml Röstzwiebelöl:

500 ml gutes Rapsöl
5 Zwiebeln

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden.

2 Das Rapsöl in einer Pfanne erwärmen, auf keinen Fall zu heiß werden lassen! Die Zwiebeln in das Öl geben und langsam garen, bis sie knusprig und goldbraun sind. Das dauert gut und gerne 30 Minuten, wichtig ist, den Vorgang bei moderater Hitze durchzuführen! Währenddessen immer wieder umrühren.

3 Öl und Zwiebeln etwas abkühlen lassen und dann im Thermomix (oder einem starken Mixer/Stabmixer) fein auf höchster Stufe pürieren.

Inspiration: Restaurant Sosein, Heroldsberg

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

18 Kommentare

  1. Hannes 26. Januar 2017 um 10:06 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,

    ich habe letztens gelesen, dass man die aromatischsten Gewürz & Kräuteröle im isi herstellt, indem man das gewünschte Öl und bspw. Kräuter in den isi packt und mit Stickstoff begast anstatt C02 – hast du davon schon mal gehört?

    Viele Grüße und danke für deine Inspirationen!

    • Uwe 26. Januar 2017 um 16:59 Uhr - Antworten

      Nein Hannes, das habe ich noch nicht gehört. Wohl aber, dass man Infusionen auch im Kammervakuumierer herstellen kann…

  2. Thea 26. Januar 2017 um 12:07 Uhr - Antworten

    Da Zwiebel nicht gleich Zwiebel ist, wäre mir eine Gewichtsangabe sehr hilfreich. Zur Zeit gibt es in beiden Biomärkten, die ich frequentiere, nur eher kleine Zwiebeln, im konventionellen Supermarkt nur riesige Mutanten.
    Danke übrigens auch für Dein „Sosein-Tagebuch“.

    • Uwe 26. Januar 2017 um 16:58 Uhr - Antworten

      Hallo Thea, ich habe die Zwiebeln nicht gewogen. Sie waren von normaler Größe, würde 5-6 cm Durchmesser ausgehen. Grüße!

  3. Christina 26. Januar 2017 um 12:21 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe, auf das Rezept hatte ich gehofft!
    Mache ich am Wochenende direkt nach. Ich liebe Öle generell sehr und freue mich immer über Neuentdeckungen. Vielen Dank!

    • Uwe 26. Januar 2017 um 16:59 Uhr - Antworten

      Hallo Christina, dann frag‘ doch einfach 😀 – freut mich sehr, wenn es Dir gefällt!

  4. Christine 26. Januar 2017 um 17:48 Uhr - Antworten

    Gestern gemacht ( nachdem ich das Polentarezept gelesen hatte) und heute bereits simple Schinkennudeln damit aufgepimpt. Super!

    • Uwe 27. Januar 2017 um 08:51 Uhr - Antworten

      Oh ja, zu Schinkennudeln passt das bestimmt auch super!

  5. deckerwinters 28. Januar 2017 um 23:03 Uhr - Antworten

    Habs heute für Rosenkohl genutzt. Hat auch super funktioniert. Großartig!

  6. Christa 5. Februar 2017 um 11:36 Uhr - Antworten

    Hi Uwe,
    super-Idee, ich liebe Würzöle, vielen Dank!
    Warum machst du das eigentlich nicht komplett im Thermomix – wo du doch die Temperatur einstellen kannst wie du’s brauchst – und rühren tut er auch selber…

    • Uwe 7. Februar 2017 um 08:11 Uhr - Antworten

      Ach, ich mag es schon, an der Pfanne zu stehen. Ginge sicher auch komplett im Thermomix…

  7. Ralf 5. Februar 2017 um 12:28 Uhr - Antworten

    Hi Uwe
    Danke für Deine vielen geilen Tipps.
    Frage wie lange hält wohl das Röstzwiebelöl im Kühlschrank?
    Grüße aus NRW
    Ralf

    • Uwe 7. Februar 2017 um 08:10 Uhr - Antworten

      Das kommt darauf an, wie sauber Du gearbeitet hast, welche Qualität die Produkte hatten – etc. Ein genaues Datum kann ich Dir nicht sagen. Ich verbrauche gerade die letzten Reste des Öls, das ich Silvester zubereitet habe. Alles ok bisher.

  8. Diana Dürr 15. Februar 2017 um 22:45 Uhr - Antworten

    Generalsgasse 15

  9. Susanne 7. September 2017 um 22:47 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    Erst einmal: toller Blog! Hut ab, wenn jemand doch viel Zeit und Herzblut in etwas steckt!
    Das Röstzwiebelöl wurde heute zubereitet und wird sicher sehr gut schmecken.
    Hast Du schon Fischöl zubereitet? Wenn ja, wie? Zum Thema Hummeröl habe ich schon einige interessante Rezepte gefunden.
    Viele Grüße Susanne

    • Uwe 21. September 2017 um 14:21 Uhr - Antworten

      Hallo Susanne, nein, Fischöl habe ich noch nicht zubereitet…

  10. Jana Lisanne 3. April 2018 um 17:13 Uhr - Antworten

    Halli hallo!
    Kannst du ein gutes Rapsöl zur Zubereitung empfehlen?
    Ganz großes Lob an dich dafür, dass du unglaublich tolle Rezepte mit uns teilst! 🙂

Hinterlassen Sie einen Kommentar