Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

2018-09-29T06:37:53+00:0013. April 2015|24 Kommentare

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Heute auf der Tageskarte: Lachstatar als leckeres Amuse-Gueule, dazu einen gut gekühlten Rosé als Auftakt für eine zweite Auflage der Rosé-Dinner-Party.

Mögt Ihr auch so gern Sushi wie ich? In regelmäßigen Abständen brauche ich meine Dosis Sushi, besonders gern in meinem absoluten Lieblingsrestaurant in Erlangen. Dort bestelle ich meist einen sensationellen Spinatsalat mit Erdnuss-Dressing als Vorspeise und zwei Sorten Sushi als Hauptgang: Einmal mit Lachs, Schnittlauch, Ingwer und roter Shiso, dann Lachs, gebratene Lachshaut, Gurke, Frischkäse, Rucola, schwarzer Sesam und einer aromatischen Sauce auf Soja-Basis.

Seit einiger Zeit haben sie dort auch eine neue Vorspeise, die aus hauchdünn geschnittenen Scheiben Lachs und einer tollen Marinade besteht. Ich meine, ganz deutlich Honig und Sojasauce herausgeschmeckt zu haben, bin aber auf die dritte Komponente nicht gekommen. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass es sich dabei um Miso handelte, jener Würzpaste, die eine der Grundsäulen der japanischen Küche ist.

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Miso? Mirin?

Miso wird hauptsächlich aus Sojabohnen und einem variablen Anteil verschiedener Getreidesorten besteht. Bei der Herstellung werden gedämpfte Sojabohnen mit Reis oder auch Gerste vergoren. Je nachdem welche Getreidesorte benutzt und wie lange die Mischung dem Fermentationsprozess ausgesetzt ist, entstehen unterschiedliche Sorten Miso, die sich hinsichtlich ihrer Farbe und ihres Geschmacks unterscheiden. Miso-Paste gibt es scharf oder süß, rot, weiß oder dunkler. Das bekannteste Gericht ist die Miso-Suppe, für die Fischsud mit Miso gemischt und Tofu sowie Wakame (grüne Meeresalgen) als Einlage zugegeben wird. In Japan gehört die Miso-Suppe zu einem traditionellen Frühstück fest dazu.

Die zweite unbekannte Komponente der Marinade ist Mirin. Dabei handelt es sich um einen süßen Reiswein, der neben Sojasauce zum Beispiel Hauptbestandteil der bekannten Teriyaki-Sauce ist.

Rosé-Dinner-Party, die Zweite…

Für meinen Lachstatar habe ich also diese beiden Zutaten mit Zucker, Koriande rund Chili gemischt und den Lachs anschließend etwa 60 Minuten mariniert. Das Gericht ist eine fantastische Vorspeise, die sich auch wunderbar als Finger-Food und damit Amuse Gueule für ein Frühlingsmenü eignet. Serviert wird der Lachstatar mit einem frischen Rettichsprossensalat, der mit Zitronenschalen und -saft sowie etwas Sesamöl angemacht ist und damit die süßliche Note von Miso und Mirin optimal mit etwas Säure kontert.

Zum Tatar gibt’s ein Glas gekühlten Rosé aus der Provence, in diesem Fall einen 2014er „Estandon Héritage AOC Côtes de Provence“, der mit leichten Grapefruit-Aromen die Süße des Lachstatar ebenso gut ergänzt.

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Mit diesem Gericht eröffne ich die zweite Runde der „Rosé-Dinner-Party“, für die sieben ausgewählte Blogger sieben tolle, frühlingshafte Kreationen passend zu leckeren Rosé-Weinen aus der Provence kreiert haben. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die erste Rosé-Dinner-Party, für die ich ebenfalls ein Fischgericht mit starken pfeffrigen Noten zubereitete.

Morgen verwöhnt Euch die Küchenchaotin mit dem zweiten Gang, es lohnt sich also, dort einmal vorbeizusehen.

Hinweis: Die Verlosung ist beendet, der Gewinner benachrichtigt.

Alle Stationen der Rosé-Dinner-Party auf einen Blick:

  • 13.04.: HighFoodality
  • 14.04.: Küchenchaotin
  • 15.04.: Küchenjunge
  • 16.04.: Culinary Pixel
  • 17.04.: Live life deeply now
  • 18.04.: Genuss sucht
  • 19.04.: Confiture de Vivre

Habt eine feine Woche!

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Rezept

Dauer: Ca. 15 Minuten Zubereitungszeit, ca. 60 Minuten marinieren

Zutaten für den Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossensalat (Für 4 Personen als Vorspeise):

  • 300 g Lachsfilet ohne Haut, Sushi-Qualität
  • 5 EL Mirin
  • 1 EL Miso-Paste
  • 1/2 EL Zucker
  • Etwas gemahlene Chili
  • Evtl. etwas Salz
  • 1 Handvoll frischer Koriander

Für den Rettichsprossensalat:

  • 100 g Rettichsprossen
  • 2 EL Mirin
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Sesamöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Zitronenabrieb

Zubereitung:

1 Gräten im Lachsfilet mit einer Grätenzange entfernen. Den Lachs mit einem scharfen Messer in sehr kleine Würfel schneiden.

2 Miso mit Mirin, Zucker und Chili verrühren. Ggf. mit etwas Salz abschmecken. Koriander hacken und mit der Paste unter den Lachs heben. Etwa 60 Minuten im Kühlschrank marinieren.

3 Die Rettichsprossen waschen und mit Mirin, Sesamöl, Zitronenabrieb und Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Lachstatar auf einem Teller anrichten und darauf den Rettichsprossensalat positionieren.

Werbe-Hinweis: Dieser Artikel entstand im Auftrag des Verbands der Provence-Weine CIVP. Im Artikel wird ein Wein näher beschrieben und genannt. Die verlosten Probierpakete wurden vom Verband zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

24 Kommentare

  1. Hanna 13. April 2015 um 12:15 Uhr - Antworten

    Ein wirklich tolles Rezept! Ich werde es als Gaumenschmeichler für meine nächste Sommer- Gartenparty einplanen 🙂
    liebe, liebe Grüße, Hanna

  2. Thea 13. April 2015 um 12:31 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe, wie fast immer ist auch das hier wieder köstlich. Vor dem „Nachbauen“ wüsste ich aber doch zu gerne, welche Misopaste Du genau verwendet hast. Lieben Dank und kalt-sonnige Grüße aus Berlin.

  3. Heike 13. April 2015 um 15:34 Uhr - Antworten

    gaumensex pur

    hab es ausprobiert und war von den Socken 🙂

  4. Jan 13. April 2015 um 18:23 Uhr - Antworten

    Schönes Gericht. Ich muss wohl mal wieder einen Asia Shop besuchen.

  5. Miriam 13. April 2015 um 21:17 Uhr - Antworten

    Mit Lachs hast du mich sofort. Und wenn es dann noch einen Rosé dazu gibt, hält mich nichts mehr 😉 Sieht zu gut aus, ich muss hier „nur noch“ eine vertrauenswürdige Quelle für Lachs in Sushiqualität finden…
    Liebe Grüße, Miriam

  6. Julia 14. April 2015 um 13:48 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    Mal wieder ein tolles Rezept. Werde ich als Vorspeise meines Jahrestagsmenue gleich mal ausprobieren.
    Gruß, Julia

  7. Dominik St. 14. April 2015 um 14:22 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    als fast in Nürnberg wohnender würden mich zwei Dinge interessieren: Wie heißt das Sushi-Lokal in Erlangen und wo bekommst du deinen Sushi-Fisch her? 😉
    Mit besten Grüßen,
    Dominik

  8. Dominic 14. April 2015 um 16:04 Uhr - Antworten

    OHHHH Ich liebe Miso und dann noch Lachs dazu himmlich

  9. Sandy 14. April 2015 um 16:30 Uhr - Antworten

    Wieder eine klasse Aktion, wie ich finde! Das zeigt, dass auch Rosé nicht nur dünne Plörre ist, die sich nicht zwischen rot und weiß unterscheiden kann. Für mich liegt das Schönste immer darin, Wein und Speisen zu kombinieren. Dir ist das hier meisterlich gelungen, sehr schön, Uwe!
    Liebe Grüße,
    Sandy

  10. Swan 14. April 2015 um 17:00 Uhr - Antworten

    Was für ein tolles Rezept! Ich liebe Lachstatar, hab es so aber noch nie gegessen, wird ausprobiert, gerade auf die Kombination mit Miso bin ich gespannt. Und natürlich wie immer wunderschöne Photos! Danke und liebe Grüße,
    Swan

  11. Bella 14. April 2015 um 21:28 Uhr - Antworten

    Oh, was für ein feines Rezept. Ich liebe Rosé, und Lachs!
    LG

  12. g 14. April 2015 um 22:01 Uhr - Antworten

    Miso habe ich erst kürzlich für mich entdeckt und bin ganz begeistert, wie gut sich die Paste in vielen Rezepten macht. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn noch mehr Rezepteinspirationen mit Miso auf dem Blog landen würden. Viele Grüße und einen schönen Abend!

  13. Kathi 14. April 2015 um 22:23 Uhr - Antworten

    Das sieht mal wieder fantastisch aus, möchte ich unbedingt ausprobieren. Leider verpasst (bzw nicht studentenbudgettauglich): das sushilokal – auf welches schwörst du denn? Vielleicht sind wir ja mal wieder in der alten Heimat, dann sollte ich einen Besuch definitiv nachholen!
    Schöne Grüße, Kathi

  14. Anni 14. April 2015 um 22:26 Uhr - Antworten

    Das Wasser läuft mir im Mund zusammen! Das Sushi mit Lachs, Schnittlauch, Ingwer und Shiso liebe ich auch, vermutlich auch in der gleichen Erlanger Lokalität 😉 Nur wo bekomme ich in der Region Fisch in Sushiqualität her (außer im online-Versand) um den Lachstatar nachzubauen?
    In den Lostopf springe ich natürlich auch gerne hinein.
    Viele Grüße, Anni

  15. Sanni 15. April 2015 um 12:18 Uhr - Antworten

    Wow, das sieht echt lecker aus. Rettichsprossen sind im Moment auch meine kleine Geheimwaffe um Salate und Snacks zu „pimpen“ 🙂

  16. Matthias 15. April 2015 um 12:59 Uhr - Antworten

    Sieht fantastisch aus aber ich sehe schon jetzt die Skeptischen Blicke wenn ich rohen Fisch serviere. Aber egal wird trotzdem nachgekocht.

  17. Aline Kalb 15. April 2015 um 14:45 Uhr - Antworten

    Klasse Idee! Ich wollte ohnehin demnächst mein erstes (!) Lachstatar zubereiten und habe noch nach dem richtigen Rezept gesucht. Jetzt hab ich es doch tatsächlich durch Zufall entdeckt! Danke für diesen tollen Blog und die vielen leckeren Anregungen!

  18. Susanne Stern 15. April 2015 um 17:38 Uhr - Antworten

    Mensch, da lerne ich ja vielleicht nicht nur neue Rose Weine kennen, sondern gleich noch ein paar neue Foodblogs.
    Danke für das (wie immer) klasse fotografierte Rezept!
    Viele Grüße aus Karlsruhe
    Susanne

  19. Fagotia 15. April 2015 um 19:53 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe, da ist Dir wieder mal eine tolle Komposition gelungen – wird auf jeden Fall nachgebaut – ich liebe die japanische Küche! Rettichsprossen sind neu für mich – werde ich probieren. Beste Grüße, Fagotia

  20. LittlFrenchy 17. April 2015 um 16:44 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe
    Wo findest Du bitte in Nürnberg Fisch in Sushi-Qualität?
    Grüße

  21. Ulfert 20. April 2015 um 07:55 Uhr - Antworten

    Wow, ganz großes Kino und doch so einfach zuzubereiten. Das ist eine sehr leckere Alternative zum normalen Lachstatar, dass wir gerne mal mit Röstis als Vorspeise reichen.
    Und Miso wird immer beliebter, da freue ich michauf weitere Inspirationen von Dir.
    Auf jeden Fall vielen Dank und bitte mach weiter so

  22. Carmen 20. Februar 2016 um 01:21 Uhr - Antworten

    Welche miso paste benutzt du und welcher Japaner in erlangen?

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