Uwe bäckt! Krapfen, selbstgemacht, mit Tonkabohnen-Zucker bestreut und Bergamotten-Crème serviert. Lust?

Für eine kurze Phase im Jahr laufe ich gerne zum Bäcker des Vertrauens, um Süßkram zu kaufen. Nämlich dann, wenn die ersten Krapfen in den Auslagen der Bäckereien liegen und mir ein neckisches „Kauf mich!“ zuraunen.

Die Unmissverständlichkeit dieses subtilen Befehls büßt aber seit ein paar Jahren in ihrer Durchschlagskraft deutlich ein, sind die Absender doch immer öfter absurde Kreationen, die mich wahlweise mit Schokoglasur weiss oder schwarz, künstlich rosa leuchtend oder gänzlich vanillern ohne schwarze Punkte anhimmeln. Blasphemie!

In einen Krapfen gehört, wenn er denn gefüllt ist, Hiffenmark, oben drauf Puderzucker. Basta. Da bin ich eisern. Schon Kristallzucker stört mich immens und lässt mich jene flehenden Rufe aus der Auslage eiskalt überhören.

Wenn die Lieblingsvariante ausstirbt, muss etwas getan werden. Selbst ist der Mann, kann ja nicht so schwer sein, das Krapfenbacken.