Das Rezept für die Milktarte ist eines meiner kulinarischen Mitbringsel aus Namibia: feiner Geschmack, einfach zuzubereiten und hochbeliebt: in Namibia gibt es kaum einen Kaffee ohne Milktarte.

Viele Rezepte der Nachkommen weißer Einwanderer Namibias basieren auf alten deutschen Rezepten. So auch die „Milktarte“, ein Milchkuchen, den einst deutsche Kolonialisten einführten und der sich über viele Jahre zu einer Art Stereotyp südwestafrikanischer Dessertküche entwickelt hat.

Dabei handelt es sich um ein sehr einfaches Rezept: aus Milch, Eiern, Speisestärke und Butter wird eine Füllung, die im Kühlschrank ob der Bindefähigkeit von Stärke und Ei fest wird. Aromatisiert wird der Kuchen durch die Zugabe von Vanille.

Die Milktarte auf Voigtland bestand aus eigener Milch, auch wenn die Farm eigentlich Rinderzucht für die Fleischverwertung betreibt, so versorgt die Herde das Gästehaus mit der gerade notwendigen Menge an Milch, um daraus Butter, Quark oder Joghurt für den Eigenbedarf herzustellen.

So bleibt eine gewisse Frische und Kontrolle der Qualität gewährleistet, sind in Namibia Wege zum nächsten Supermarkt doch eher lang und umständlich.

Gaby, die Betreiberin des Gästehauses, hat mir ihr Rezept freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Lieben Dank dafür!