Orecchiette mit Tahini-Tomaten-Sauce und Oliven

2018-09-27T06:18:57+00:0030. Juni 2014|15 Kommentare

Vorhang auf für das erste Remake im Rahmen der Geburtstagswoche zu „Fünf Jahre HighFoodality“: Zugegeben, hierbei handelt es sich eher um einen Abriss und kompletten Neubau als um einen neuen Anstrich: Das war aber auch bitter nötig.

Wirklich: Ich weiß nicht mehr, was mich an jenem 10. Juli 2009 geritten hatte, als ich die Vorversion dieses Rezeptes zubereitete. Noch viel weniger Verständnis bringe ich dafür auf, wie das Gericht angerichtet und fotografiert war. Die Sauce sieht aus, als ob sie gestockt und bereits halb erkaltet wäre, während die Nudeln eher staubig und trocken wirken. Die Zubereitung der Sauce ist auch nicht wirklich gut geschrieben, da werden Tomaten frittiert, bis sie weich sind, dann werden die Sesamkerne mit den Tomaten geröstet, was definitiv nicht funktionieren kann, denn die Tomaten geben ja viel Flüssigkeit ab. Nein nein, das war nix.

Dabei ist die Kombi vielversprechend: Tomaten, Frischkäse und Sesam sollte sehr gut zusammen funktionieren. Trotzdem ist es an der Zeit, das alte Rezept in das Schaufenster der gesammelten Kuriositäten aus der Anfangszeit zu stellen, kurz über sich selbst zu grinsen und über eine Neuauflage nachzudenken.

Das Remake verzichtet auf den Frischkäse und benutzt anstelle der Sesamsamen Sesammus. Das gibt den langsam erwärmten Tomaten (Keinesfalls frittiert!!) einen wohligen, runden Geschmack, der sich warm um die Zunge legt und angenehm um den Gaumen schmiegt. Orecchiette passen besser als Spaghetti, weil die kleinen Muschelnudeln den Sugo besser aufnehmen und dadurch mehr Aroma transportieren. Eine Handvoll frische Kräuter sorgen für Aroma, der Knoblauch sorgt dafür, dass sich die Aromen nicht zu lieb haben und in esoterischem Heilewelt-Gefasel langweilig werden.

Wer das fast vegane Gericht in ein vollständig veganes Gericht verwandeln möchte, der lässt den Parmesan einfach weg. Ich für meinen Teil lege da immer noch eine Extraschippe drauf, weil ich Parmesan einfach über alles liebe.

Bei vielen Remakes besteht die Gefahr, dass sie einfach daneben gehen, peinlich werden oder schlicht das Gefühl, welches man mit dem Original verbunden hat, vermissen lassen. Hierbei kann ich Euch beruhigen: Das Remake schmeckt ausgezeichnet und lässt mich das Original vergessen. Und das ist gut so, denn damit habe ich mit dem schlimmsten Rezept (Und Foto!!) auf dem Blog abgerechnet.

Als nächstes Remake erwartet Euch eine Neuauflage des Couscous-Salates.

Rezept

Dauer: Ca. 20 Minuten

Zutaten für die Orecchiette mit Tahini-Tomaten-Sauce und Oliven (Für 4 Personen):

  • 600 g Orecchiette
  • 1,2 kg Cherry-Rispentomaten
  • 4 Schalotten
  • 100 g schwarze Oliven, entsteint
  • 100 g Parmesan
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Etwas frischer Salbei
  • Etwas frischer Majoran
  • Etwas frischer Oregano
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chili
  • 4 TL Tahini
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Etwas Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Wasser zum Kochen bringen und salzen. Orecchiette al dente kochen.

2 Währenddessen die Knoblauchzehen und Schalotten schälen und fein hacken, die Chili ebenfalls fein hacken. Die Tomaten waschen und leicht einschneiden.

3 Die Schalotten, den Knoblauch und die Tomaten in etwas Olivenöl anbraten, bis die Tomaten weich sind und aufplatzen. Agavendicksaft darüber geben und verrühren. Rosmarin, Salbei, Chili und Tahini untermischen und eine Kelle Nudelwasser zugeben. Gut vermischen und aufkochen, bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Hitze reduzieren. Oliven zugeben und mit Salz abschmecken.

4 Nudeln mit der Sauce mischen, gekerbelten Majoran und Oregano zugeben und mit Parmesan bestreuen.

Hinweis: Veganer lassen den Parmesan einfach weg.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

15 Kommentare

  1. Micha 30. Juni 2014 um 13:39 Uhr - Antworten

    Auch von mir Glückwünsche zu fünf Jahren Bloggerei – ich hoffe, es bereitet dir noch lange Freude. Die Remake-Idee finde ich so gut, dass ich mir überlege nachzuziehen. Selbst nach drei Jahren wie bei mir gibt es Rezeptefotos, die doch SCHWER danach rufen, ausgetauscht zu werden…

    • Uwe 30. Juni 2014 um 14:04 Uhr - Antworten

      Danke Dir, Micha! Und pssst….zu dem Remake-Thema ist ein Event in Arbeit…. 😉

  2. Johanna 30. Juni 2014 um 16:06 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe,
    ich liebe und bewundere sehr deine tollen Fotos, die lassen mich stets vor Neid erblassen. Umso schöner finde ich es zu sehen, dass hinter diesen großartigen Fotos viel Arbeit und Hingabe steckt (Hundefutter *hihi).

    Ganz liebe Grüße,
    Johanna

    • Uwe 1. Juli 2014 um 12:17 Uhr - Antworten

      Liebe Johanna, danke Dir! Ich glaube, sobald Leidenschaft im Spiel ist, kommt die Lernkurve durch Hingabe ganz von alleine. Es dauert einfach nur eine gewisse Zeit…

  3. Ela 30. Juni 2014 um 18:50 Uhr - Antworten

    Ohhh das sieht gut aus 🙂 Schön, dass du das Rezept nochmal „ausgegraben“ hast!
    LG
    Ela

    • Uwe 1. Juli 2014 um 12:14 Uhr - Antworten

      🙂 Ich kann’s Dir nur zum Nachmachen empfehlen – war wirklich sehr, sehr lecker!

  4. Bonjour Alsace 30. Juni 2014 um 18:53 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe, auch aus dem Elsass kommen herzliche Glückwünsche zum Bloggeburtstag und ein grosses Dankeschön für 5 Jahre Inspiration, wundervolle Rezepte und traumhafte Fotos – und nicht zuletzt für dein Meisterwerk Cookbook of Colors.

    • Uwe 1. Juli 2014 um 12:14 Uhr - Antworten

      Danke Dir, Sabine! Ich freue mich jedesmal, hier von Dir zu lesen! 😀

  5. Iris Manz 1. Juli 2014 um 12:05 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,

    habe es leider erst jetzt gesehen. Alles Gute zum fünften!!!!!

    Die Orecchiette sehen zum Niederknien aus. Werde ich ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Iris

    • Uwe 1. Juli 2014 um 12:12 Uhr - Antworten

      Liebe Iris, danke! Die Pasta war auch sehr lecker, kann ich nur empfehlen!

  6. Cocinante 2. Juli 2014 um 16:01 Uhr - Antworten

    Wie praktisch! Jetzt weiß ich, was ich heute essen werde. Es wird hoffentlich kein Sakrileg sein, wenn ich noch ein paar Gambas auf dem Tellerrand patrouillieren lasse? Die stehen hier für heute nämlich auch schon auf der Wunschliste.

  7. Fee 21. Juli 2014 um 16:45 Uhr - Antworten

    wird heute abend gekocht und meinen gästen vorgesetzt. wollte noch etwas sesam leicht rösten und zum schluss drüber geben. werde berichten wies ankam 🙂

  8. Fee 22. Juli 2014 um 09:44 Uhr - Antworten

    sensationell! war nicht das erste rezept was ich nachgekocht habe, bin immer wieder beeindruckt! mach weiter so 🙂 danke!

    • Uwe 22. Juli 2014 um 20:15 Uhr - Antworten

      Das freut mich sehr! Schön, dass es Euch geschmeckt und dass beim Kochen alles geklappt hat! 😀

Hinterlassen Sie einen Kommentar