Tortellini mit Pfifferlingen und Heidelbeeren

2018-09-27T06:09:09+00:005. September 2015|8 Kommentare

Heute auf der Tageskarte: Selbst gemachte Tortellini mit einem Sugo aus Tomaten, Pfifferlingen, Butter und Heidelbeeren. Dazu schmeckt ein kühles Glas Riesling.

Meine Nudelmaschine muss schon gedacht haben, ich hätte sie vergessen. Denn tatsächlich war es dieses Jahr das erste Mal, dass ich sie aus dem Schrank hervorholte, um einmal wieder Nudeln selbst herzustellen. Beim Teig verlasse ich mich stets auf Roberts Expertise. Ich verwende seit mehreren Jahren sein Ravioliteig-Rezept, wenn ich gefüllte Nudeln herstellen möchte.

Die Tortellini brauchen einen Arbeitsschritt mehr als Ravioli. Zuerst stichst Du Kreise aus den Teigbahnen aus. Ich habe mich für einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern entschieden. Wenn Du einen kleineren Durchmesser wählst, so geht das natürlich auch. Dennoch wird die Herstellung schwerer, da Du filigraner und genauer arbeiten musst. Ich empfehle Tortellini-Anfängern (so wie mir) also einen eher größeren Durchmesser zu wählen.

Tortellini mit Pfifferlingen und Heidelbeeren

Danach habe ich mit zwei Teelöffeln die Füllung in die Mitte der Kreise platziert und den Teigkreis einmal vorsichtig in der Mitte gefaltet. Dann drückst Du die Ränder an und hast einen Halbkreis vor Dir.

Um nun die Tortellini zu finalisieren, musst Du nur noch die beiden Enden am Falz miteinander verbinden und festdrücken. Das braucht ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl. Je kleiner der Durchmesser, desto schwieriger ist dieser Arbeitsschritt. Für knapp 60 Tortellini habe ich etwa 45 Minuten gebraucht.

Die Füllung besteht heute aus gedünsteten Zwiebeln, Mangold, saurer Sahne und gehackten Pfifferlingen sowie gehackter Petersilie. Die Sauce habe ich aus ganzen Pfifferlingen, Kirschtomaten, Butter, Petersilie und Zwiebeln zubereitet. Wie beim Risotto von letzter Woche kommen nach dem Anrichten ein paar Heidelbeeren auf den Teller. Bitte verteile diese sparsam, der Esser soll nur hier und da auf eine der kleinen Fruchtbomben beißen. Die Heidelbeeren sollen das Gericht keinesfalls dominieren. Parmesan und Zitronenschalen runden das Pastagericht ab.

Viel Spaß beim Nachkochen!Tortellini mit Pfifferlingen und Heidelbeeren

Tortellini mit Pfifferlingen und Heidelbeeren

Rezept

Dauer: 60 Minuten für die Nudeln, 45 Minuten Zubereitungszeit

Zutaten für die Mangold-Tortellini mit Pfifferlingen und Heidelbeeren (Für 4 Personen):

Für den Nudelteig bitte diesem Rezept folgen: #4 Ravioli-Teig

Für die Füllung:

  • 1 kleiner Mangold
  • 200 g saure Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Pfifferlinge
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Für die Sauce:

  • 400 g Kirschtomaten
  • 1/2 Zwiebel
  • 200 g Pfifferlinge
  • 1 Handvoll Heidelbeeren
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Etwas Butter
  • Frischer Parmesan
  • Schalenabrieb einer Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Nudelteig nach Anleitung in diesem Rezept (#4, Ravioli) herstellen.

2 Für die Füllung die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Mangold waschen und fein hacken. Die Petersilie fein hacken. Die Pfifferlinge ebenfalls hacken. Die Zwiebel und den Strunk vom Mangold in etwas Butter glasig dünsten. Mit der sauren Sahne, der Petersilie und den Pfifferlingen vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3 Den Nudelteig dünn mit einer Nudelmaschine ausrollen (Vorletzte Stufe). Mit einem Ausstecher (Durchmesser: 10 cm) Kreise ausstechen. Auf jeden Teigkreis einen Teelöffel Füllung verteilen. Mittig falten und die Ränder anpressen. Die Ecken am Falz zusammenfügen. Die Tortellini in reichlich Salzwasser 3-4 Minuten garen.

4 Für den Sugo die halbe Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Petersilie hacken und die Kirschtomaten halbieren. Die Zwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Tomaten zugeben und garen, bis diese beginnen, zu zerfallen. Pilze, mehr Butter und Petersilie zugeben und ein paar Minuten schwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Tortellinis im Sugo wenden und in einem Teller anrichten. Ein paar Heidelbeeren, Zitronenschalen sowie Parmesan darüber streuen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

8 Kommentare

  1. renie 5. September 2015 um 22:19 Uhr - Antworten

    das sieht einfach fantastisch aus!!!!!

  2. Ela 7. September 2015 um 11:10 Uhr - Antworten

    Mhhm, selbstgemachte Tortellini!! Und so eine großartige Kombi.. Hach. Ich glaube, da muss ich mal wieder eines deiner Rezepte nachkochen 😉
    Liebe Grüße,
    Ela

  3. Sabrina 8. September 2015 um 09:19 Uhr - Antworten

    Heidelbeeren habe ich mich noch nie getraut mit Tortellini zu verwenden. Aber es klingt schon lecker und das Bild sieht einfach zum anbeißen aus.

  4. Ein Dekoherzal in den Bergen 9. September 2015 um 23:50 Uhr - Antworten

    haalölleee hob grod dein BLOG gfunden
    mei do gfallts ma….FREU…freu;;;
    hob di glei gschpeichert das ma uns wieda finden,,,gelle
    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

  5. Marko 28. September 2015 um 13:00 Uhr - Antworten

    Tolle und interessante Kombinationen. Eigentlich bei all deinen Gerichten, aber hier ganz besonders. Man wird beim Lesen deines Blogs schon zum kulinarischen Experten und die Bilder liefern einem die tägliche Portion Magenknurren. Freue mich immer wieder auf neue exotische Rezepte und Gerichte, von denen ich sonst noch gar nichts gehört habe. Als großer Tortellini Fan werde ich mich an dieses mal wagen. Bin gespannt, wie sich der Geschmack der Heidelbeeren auswirkt. Ansonsten kann ich nur sagen – weiter so! LG

  6. Ingrid 30. Oktober 2015 um 14:54 Uhr - Antworten

    Muss ich unbedingt ausprobieren !
    Sieht superlecker aus….

  7. Markus 5. August 2017 um 19:36 Uhr - Antworten

    Ein richtiger Gaumenschmaus. Sieht genial aus!

  8. Julia (KitchenTalks) 11. August 2017 um 13:47 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe
    Das sieht toll aus! Ich finde nichts geht über selbst gemachte Raviolis! Auch wenn es mit etwas Arbeit verbunden ist lohnt es sich. Außerdem kann diese Arbeit schon fast meditativ wirken 😉 Werde sie mit Sicherheit einmal nachkochen.
    PS: Einen tollen Blog hast du dir da aufgebaut!
    Julia

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