Zitronen-Risotto mit Portwein-Zwiebeln

2018-09-28T15:56:53+00:005. März 2014|15 Kommentare

Das Zitronen-Risotto mit Portwein-Zwiebeln ist zweifelsohne eines meiner Lieblingsessen des Winters. Risotto ist für mich pures Soulfood, die Zitronen bringen eine angenehme Frische, die Zwiebeln eine liebliche Süße.

Zugegeben: Der erste Versuch ging mächtig in die Hose. Ich kochte das Risotto mittags im Büro für meine Kollegen und übertrieb es schlichtweg mit der Zugabe der Zitronen. Das Ergebnis war ein sauer-bitteres Risotto, durch das sich die Kollegen tapfer kämpften – schließlich musste man ja irgend etwas essen. Und zu wenig süße Zwiebeln als ausgleichender Gegenpol waren auch noch da. Nunja, man lernt aus seinen Fehlern.

Die Zitronen schneide ich mit Schale in kleine Würfel. Dadurch gelangen die Bitterstoffe der Schale mit in das Risotto, und wenn zu viel Schale dabei ist, wird das unangenehm. Ich habe für den zweiten Versuch die Menge an Zitronenschale radikal reduziert – und siehe da: Das Ergebnis passt. Wer keine Zitronenzesten mag, der kann für das Risotto auch nur auf den Saft der Zitronen setzen und nach Gusto zugeben.

Für mich gehört in ein Risotto viel Wein, eine gute Fleisch- oder Gemüsebrühe, Parmesan und kräftig Pfeffer. Ich mag es, wenn das Risotto auf Krawall gewürzt, noch bissfest, aber dennoch schön „schlotzig“ (Gibt’s dafür eine adäquate Bezeichnung aus dem Hochdeutschen?) ist.

Was mir an diesem Rezept besonders schmeckt ist die Kombination aus sauer-bitterem Risotto und süßen Zwiebeln. Diese werde einfach in etwas Butter glasig gedünstet, mit Portwein abgelöscht und mit etwas Balsamico und Honig abgerundet.

Zitronen-Risotto mit Portwein-Zwiebeln

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten

Zutaten für das Zitronen-Risotto mit Portwein-Zwiebeln (Für 4 Personen):

  • 500 g Risotto-Reis (z. B. Carnaroli)
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 L Fleisch- oder Gemüsebrühe
  • 750 ml Weißwein
  • 2 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g Parmesan
  • 60 g Butter
  • Etwas Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer

Für die Zwiebeln:

  • 4–6 rote Zwiebeln
  • 50 ml Portwein
  • 3 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 1 EL Honig
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Schalotten und den Knoblauch fein hacken. Die Zitrone mit Schale in kleine Würfel schneiden, die Petersilie hacken. Die Fleischbrühe in einem Topf aufkochen, warm halten. Den Parmesan reiben.

2 Die roten Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. Die roten Zwiebeln langsam in etwas Butterschmalz glasig dünsten, dann mit Portwein ablöschen, Essig und Honig zugeben und leise köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Abschmecken.

3 In einem großen Topf die Schalotten und den Knoblauch in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Dann den Risotto-Reis zugeben und unter konstantem Rühren anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, bis der Reis bedeckt ist. Hitze reduzieren. Warten, bis der Reis den Wein aufgenommen hat und den Vorgang wiederholen, bis der Weißwein aufgebraucht ist. Danach die Fleischbrühe portionsweise angießen und auch diesen Vorgang wiederholen, bis der Reis gar ist – das dauert etwa 40 Minuten. Er sollte noch bissfest sein. Nach der Hälfte der Garzeit die Zitrone zugeben, am Ende der Garzeit Parmesan und Butter unterrühren und das Risotto mit Salz und viel Pfeffer abschmecken.

4 Risotto mit den roten Zwiebeln und der Petersilie servieren. Tipp: Dazu passt wunderbar eine Handvoll Kresse pro Teller.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

15 Kommentare

  1. Malte 5. März 2014 um 14:46 Uhr - Antworten

    Es sieht super aus und da ich Risotto wirklich liebe, werde ich das auf jeden Fall demnächst mal nachkochen. Ich stelle mit die Kombination aus fruchtiger Säure und der Süße der Zwiebeln auch echt lecker vor.

    • Uwe 5. März 2014 um 21:13 Uhr - Antworten

      Dann wünsche ich Dir schon einmal gutes Gelingen! Die Kombi taugt mir so auch wirklich sehr 🙂

  2. Jens 6. März 2014 um 09:11 Uhr - Antworten

    „schlotzig“ ist hochdeutsch! 😉

    Es gibt kein anderes Wort. Ich würde es auch in keinem Satz ohne das Wort „Risotto“ verwenden. Die beiden Wörter sind quasi Zwangsverwand.

    • Uwe 6. März 2014 um 17:50 Uhr - Antworten

      Irgendwie hast Du da total recht 😀

  3. Julia 6. März 2014 um 11:40 Uhr - Antworten

    Ohhh das klingt aber fein. Probiere ich gerne mal aus 🙂

    Liebe Grüße
    Julia

    • Uwe 6. März 2014 um 17:51 Uhr - Antworten

      Liebe Julia, viel Spaß dabei! 😉

  4. Petra aka Cascabel 7. März 2014 um 23:40 Uhr - Antworten

    Zur zitronigen Abrundung von Risotto darf bei uns gerne mal dieses „Confit“ (ist eigentlich keines) aushelfen – ich mag es sehr gerne
    http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2009/03/risotto-mit-rucola-und-zitronenconfit.html

    • Uwe 11. März 2014 um 06:19 Uhr - Antworten

      Das Confit hatte ich auch schon einmal letztes Jahr zu einer Pasta zubereitet und es hat mir sehr geschmeckt! Danke für den Tipp, Petra!

  5. Stefan 9. März 2014 um 14:45 Uhr - Antworten

    Super Rezept! Habe allerdings nur Zitronenschale und Zitronensaft genommen und die doppelte Menge der Portweinzwiebeln gemacht. Dazu noch ein paar Garnelen – perfekt!

    • Uwe 11. März 2014 um 06:18 Uhr - Antworten

      Garnelen passen bestimmt auch sehr, sehr gut. Ich habe das Risotto schon einmal als Variante mit Zander serviert.

  6. Ferdinand 29. Oktober 2015 um 10:43 Uhr - Antworten

    also am Wochenende gemacht.
    Fazit, und das ist nur für mich gedacht, keine Zitronenwürfel ( hattest du ja auchh geschrieben ) nur Zitronensaft, und etwas mehr Essig und Honig,. Es lohnt sich absolut das noch einmal zu machen.War gut gewesen.

    • Uwe 29. Oktober 2015 um 17:42 Uhr - Antworten

      Freut mich, Ferdinand! 😀

  7. viola 23. Dezember 2016 um 18:16 Uhr - Antworten

    Salü Uwe … da ich Risotto und Zitronen sehr mag, war es für mich ein MUSS, es nachzukochen. Ich mag die Zitronenwürfel im Risotto …
    Die Kombi mit den Portweinzwiebeln ist einfach genial ??
    vielen Dank für das Rezept.
    Gruss, viola

    • Uwe 23. Dezember 2016 um 20:26 Uhr - Antworten

      Gerne, Viola! Freut mich, dass es Dir geschmeckt hat! Frohe Weihnachten!

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