Orangen-Carpaccio mit Ziegenkäse, Olivenöl und Szechuan-Pfeffer

2018-09-29T10:03:14+00:0018. Dezember 2012|9 Kommentare

Meine Firma veranstaltete ihre Weihnachtsfeier in einem italienischen Restaurant. Zum Dank dafür, dass wir uns wohl für unsere Verhältnisse wirklich gesittet benahmen, hat uns der Eigentümer Montags darauf zwei Kisten feinste italienische Bio-Orangen vorbeigebracht.

Und diese Vitamin-Bomben kann man zur Winterzeit ja wahrlich gebrauchen. Es war nicht weiter verwunderlich, dass die 36 kg Orangen innerhalb von drei Tagen verbraucht waren. Solche Orangen habe ich wirklich selten gegessen: Die Kerlchen waren unglaublich saftig, hatten einen famosen Geschmack und ließen sich dank dicker, weicher Schale auch wunderbar schälen.

Tom, der Eigentümer des italienischen Restaurants, hatte uns an der Weihnachtsfeier schon einen Zwischengang präsentiert – einen Salat von Cedri-Zitronen, Rucola und Parmesan – der eine unglaubliche Zitrusfrucht beinhaltete: Die Cedri-Zitrone. Die ursprünglich aus Südostasien stammende Frucht findet man heute hauptsächlich im Süden Italiens. Tom bereitet aus dem spärlichen Fruchtfleisch gerne Salate zu, weil die Säure nicht so kräftig wie die unserer heimischen Zitronen ist. Aus der Schale der Cedri-Zitrone wird das allseits bekannte Zitronat (Puh, ich musste mich echt konzentrieren, nicht Orangeat zu schreiben…) hergestellt.

Ich habe letzte Woche die Gunst der Stunde genutzt und aus den tollen Bio-Orangen zwei Gerichte gekocht, die meinen Kollegen Ingo und Christian Mittags sehr gemundet haben: Das Orangen-Carpaccio mit Chili und Ziegenkäse sowie ein Carpaccio vom Rind mit Orangen-Radiccio-Feldsalat und Pistazien-Nüssen.

Für das Orangen-Carpaccio habe ich die Orangenschalen leicht längs angeschnitten und dann gehäutet. Das Weiße habe ich so gut es geht entfernt, da es leicht bitter schmeckt. Dann habe ich die Orangen mit einem scharfen Messer dünn aufgeschnitten. Einige Stücke sind gleich in meinem Mund gelandet, weil die Jungs so verführerisch geduftet haben…

Rezept

Zutaten für das Orangen-Carpaccio mit Chili, Ziegenkäse und Szechuan-Pfeffer (Für 4 Personen als Vorspeise):

  • 3 Orangen
  • 1 rote Chili
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 100g Ziegenkäse
  • Etwas Olivenöl
  • Etwas Akazienhonig
  • Salz, frischer Szechuan-Pfeffer

Zubereitung:

1 Orangen schälen und hauchdünn aufschneiden. Auf einen Teller legen. Chili fein hacken und über den Orangen verteilen. Ziegenkäse zerbröseln und ebenso verteilen. Petersilie fein hacken.

2 Etwas Olivenöl darüber gießen, den Szechuan-Pfeffer grob mörsern und darüber verteilen. Etwas Akazienhonig über die Orangen träufeln und zuletzt mit etwas Salz abschmecken. Dann die Petersilie darüber streuen und mit etwas lauwarmen Baguette servieren.

Orangen

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

9 Kommentare

  1. Ela 18. Dezember 2012 um 19:05 Uhr - Antworten

    W o w. Sieht das köstlich aus!!!
    Will ich, jetzt sofort bitte 😉

    LG

    Ela

    • Uwe 19. Dezember 2012 um 09:56 Uhr - Antworten

      @Ela: Danke 🙂 Es war auch wirklich sehr lecker!

  2. Ramona 20. Dezember 2012 um 19:06 Uhr - Antworten

    Mhmm, einmal bitte auf meinen Esstisch liefern! 😀
    Das sieht wirklich klasse aus!
    LG

  3. Insane Anni 8. Januar 2013 um 15:41 Uhr - Antworten

    Ich hab ja gester mal das Rezept ausprobiert, da ich das mal die Tage hier gefunden und ich irgendwie Lust auf was neues hatte. Ich hatte vorher noch nie Carpaccio gegessen und dachte mir „oh, das sieht so frisch und lecker aus, eigentlich mag ich gar kein Ziegenkäse, aber probier ich trotzdem aus.“ Ja, gedacht getan und ich muss sagen es war wirklich ein Traum. Es hat so lecker geschmeckt, dass ich das sicher mal wiederholen werde. Wer weiß vielleicht sogar zu einem Thailändischen Gericht als Vorspeiße. Mein Freund meinte so „Irgendwie hat das ws von einem Geschmack, den ich bei Thaiessen manchmal so kenne“. :D:D

    • Uwe 8. Januar 2013 um 16:51 Uhr - Antworten

      Vom Thai-Essen? Das ist spannend, denn eigentlich sind nicht viele typische Thai-Zutaten drin…bis auf die Chili vielleicht 🙂 Schön, wenn’s Euch geschmeckt hat!

  4. Insane Anni 8. Januar 2013 um 17:04 Uhr - Antworten

    Ja, ich weiß auch nicht 100% was genau er meint, aber ich schätze es liegt auch nicht an den Zutaten sondern, die Geschmackskombinationen. Also ich kann mir das gut vorstellen, denn in der Thaiküche gibt es oft fruchtige Kombinationen mit würzig scharfen Geschmack. Auf den Straßen werden ja oft Pomelos oder auch Mangos, Pomelos mit Zucker-Salz-Chili Gemisch verkauft. Also Man kriegt dann entweder die ganze Frucht oder schon in Dosen verpackt dort verkauft mit einer kleinen Plastiktüte abgepackter Salz-Chili-Zucker-Mischung und dann kann man das so dippen. Schmeckt sehr lecker. Hab ich auch als Kind gerne gegessen. Das ist jetzt auch nur so ein Beispiel, es gibt auch noch zich andere Sachen wie Salate oder Gerichte wo Obst mit verarbeitet wird. Das kriegt man ja in Deutschland alles nicht, jedenfalls kriegt man nur einen Bruchteil der Vielfalt geboten. 🙂

    Ja, das hat es. Ich werd mal die Tage wieder hier schauen was ich als nächstes Ausprobiere, wenn ich den Essensplan für nächste Woche aufstelle. 🙂

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