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Kaffee-Zubereiter: Siebträger-Espressomaschinen2018-08-24T15:54:37+00:00

Wer Espresso oder Cappuccino liebt, kommt früher oder später nicht an einer Siebträger-Espressomaschine vorbei. Zu einzigartig sind Geschmack und Crema.

Dabei ist es gar nicht einfach, eine Kaufentscheidung zu treffen. Siebträger-Espressomaschinen sind in der Regel nicht günstig (es gibt selten Angebot für sehr gute Maschinen unter 1.000 €) und verwirren durch viele technische Beschreibungen.

Welches System ist das richtige für mich? Ein oder zwei Kreisläufe?

Um herauszufinden, welche Maschinenkategorie geeignet ist, sollten zuallererst die eigenen Vorlieben befragt oder definiert werden. In meinem Fall ist es so, dass ich am liebsten Cappuccino trinke, gefolgt von einem Espresso nach dem Essen und hin und wieder einer guten Tasse Kaffee. Für letzteres benutze ich seit Jahren eine French Press und bin mit dem Ergebnis und Geschmack sehr zufrieden.

Die wichtigste Frage lautet also: „Wie oft werde ich Milchgetränke zubereiten?“.

Diese Präferenz spielt eine große Rolle für die Kaufentscheidung: wer hauptsächlich Espresso trinkt, kommt gut mit einer Einkreiser-Maschine zurecht. Wer – so wie ich – gerne und vor allem oft Milchgetränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato für sich alleine oder zubereitet, ist mit einem Zweikreiser bestens bedient.

Bei einem Zweikreiser besitzt die Espressomaschine zwei Wasserkreisläufe, so dass gleichzeitig Espresso gebrüht und Milch mit Dampf aufgeschäumt werden kann. Das spart nicht nur Zeit, sondern hat auch einen weiteren Vorteil: ein Zweikreiser arbeitet mit unterschiedlichen Wassertempteraturen.

Während für die Erzeugung von Dampf Wassertemperaturen von über 100 °C nötig sind, braucht die Zubereitung von Kaffee geringere Wassertemperaturen von etwa 90 °C. In einem Einkreiser wird die Temperatur also je nach Brüh- oder Dampfvorgang justiert, was Wartezeit bedeutet.

Die grundsätzliche Mechanik

Eine Siebträgermaschine funktioniert im Wesentlichen wie folgt: als erstes erhitzt die Maschine das Wasser in einem Kessel oder Durchlauferhitzer auf mindestens 90 °C, bei besseren Maschinen lässt sich die Zieltemperatur gradgenau einstellen.

Danach presst die Espressomaschine das Wasser mit hohem Druck zwischen 8 und 12 bar durch den Kaffee in der Brühgruppe. Bei automatischen Maschinen erzeugt eine Pumpe den Druck, früher musste dieser durch einen Hebel manuell hergestellt werden.

Dabei lag die Kunst damals darin, bei jeder Tasse den gleichen Druck auszuüben um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Der Job des Baristas war also ein echtes Handwerk und erforderte viel Erfahrung und Übung.

Die Kernkomponenten einer Siebträgermschine bestehen also aus dem Kessel, der Pumpe, der Brühgruppe und der Dampflanze.

Zusammenfassung: auf was sollte ich beim Kauf also achten?

  • PID-Temperatursteuerung
  • Isolierte Dampflanze
  • Wahl der Anzahl der Kreisläufe nach Präferenz
  • 58 mm Siebträger-Durchmesser
  • Automatisches Abschalten bei leerem Tank