Zur Abwechslung gibt’s heute eine schnelle Kürbis-Kleinigkeit, einen Appetizer, Happen, Gaumenschmeichler – ein kleines Stück Seelenessen.

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Vor einigen Jahren aß ich in einer kleinen italienischen Trattoria zu Abend. Allerdings offenbarte sich die Trattoria erst auf den zweiten Blick, von außen deutete zunächst alles auf eine gewöhnliche Pizzeria hin. Danach stand mir auch der Sinn, bis ich von meinem Tisch aus das aktuelle Tagesangebot las. Das fand sich, mit Kreide auf einen schwarzen Untergrund geschrieben, direkt gegenüber.

„Kalbsbäckchen-Ragout“ stand da, daneben eine „Pasta mit Cime di rapa“, hausgemachte Salsicce, in verschiedenen Gerichten verwendet, und eben als Appetizer Crostini mit Pilzen, Kürbis und Parmesan. Mein Ansinnen, Pizza zu essen, war schnell verschwunden, die Kalbsbäckchen sensationell, ebenso die Crostini.

Kürbis mal anders: als Appetizer

Diese kulinarische Erinnerung stand Pate für das heutige Rezept, das ich für die Naturkäserei St. Georg entwickelt habe. Die Crostini backe ich in brauner Butter (alles wird besser mit brauner Butter!) kross aus, lasse sie auf etwas Küchenkrepp abtropfen und auskühlen. Ich finde es wichtig, dass die Crostini schön kross sind und ordentlich „Crunch“ besitzen – das weiche Mundgefühl und damit eine andere Textur kommt in der Regel durch den Belag.

Den Kürbis schneide ich in Würfel und bereite mit allerlei Gewürzen, darunter Ingwer, Sternanis und Pfeffer, ein Ragout zu. Der Kürbis darf weich sein, sollte aber immer noch genügend Biss besitzen, um nicht zu zerfallen. Besonders eignen sich hierfür Hokkaido, dann wird das Ragout würziger, oder Butternut, was in einem etwas milderen Geschmack resultiert. Mit Gemüse- oder Rinderbrühe abgelöscht und Salz und Pfeffer abgeschm