Vanillezucker, selbst gemacht

2018-09-13T14:45:52+00:0029. Januar 2014|12 Kommentare

Im Rahmen der Serie „Fertigprodukte selbst gemacht“ kommt heute das Apotheken-Produkt der Nahrungsmittelindustrie an die Reihe: Der Vanillezucker.

Bitte versteht mich richtig: Wenn Ihr Vanillezucker selbst zubereitet, und dafür echte Vanille verwendet, so ist das Endprodukt nicht gerade ein Schnäppchen. Vanille gehört nunmal zu den teuersten Gewürzen der Welt und rangiert meist nur hinter Safran. Dafür könnt Ihr aber sicher sein, dass im Vanillezucker auch echte Vanille drin ist, wenn Ihr diesen selbst zubereitet. In der Regel ist das bei Fertig-Produkten eher weniger der Fall, und so wird vergleichsweise viel Geld für vergleichsweise billiges Aroma bezahlt.

Dabei ist die Zubereitung von Vanillezucker echt einfach. Ihr braucht lediglich Vanilleschoten, ein luftdicht verschließbares Glas und Zucker. Ich nehme gerne Rohrohrzucker, nicht zu grob, nicht zu fein, so dass ich ihn flexibel einsetzen kann. Den Zucker fülle ich in ein Glas. Wichtig ist, dass dafür ein Glas verwendet wird, das luftdicht verschlossen werden kann. Die Vanille gibt nämlich nach und nach ihr Aroma an den Vanillezucker ab und wir wollen ja nicht, dass sich das tolle Aroma in die Luft verflüchtigt, oder?

Um zum Ergebnis zu kommen, gibt es nun 3 Steigerungsvarianten:

  1. Die einfachste Variante ist zugleich eine, die garantiert, dass die Vanilleschoten aus Eurem Haushalt vollständig verwertet werden. Für diese Variante werden gebrauchte Vanilleschoten verwendet. Egal also, ob das Mark ausgekratzt oder die Schote in einer Soße mitgemocht wurde – sie kann immer noch für Vanillezucker verwendet werden. Dafür wird die Schote abgewaschen und zwei bis drei Tage getrocknet, dann in das Glas zum Zucker gegeben. Frischer Zucker ist nach 2-3 Wochen schön aromatisiert. Ich gebe gebrauchte Schoten munter in das Glas – because you can never have too much vanilla…
  2. Wem die erste Variante zu schwach oder nicht „vanillig“ genug ist, der greife zu dieser Möglichkeit: Dafür braucht Ihr frische Schoten – auf 500g Zucker etwa 2 Stück. Diese kratzt Ihr aus und vermischt das Mark mit dem Zucker. Die Schoten werden im Zucker vergraben und nach 2-3 Wochen habt Ihr einen wunderbar aromatischen Vanillezucker.
  3. Es gibt aber noch eine Steigerungsform: Ihr könnt zusätzlich zu frischen Vanilleschoten noch gemahlene Vanille geben. Ein knapper Teelöffel auf 500g Zucker wirken bombastisch, mehr Vanillezucker geht nicht.

Essentiell für einen guten Vanillezucker sind natürlich auch hier die guten Grundprodukte. Guter Zucker und gute Vanille ergeben tollen Vanillezucker. Gute Vanille gibt es – auch diesen Tipp habe ich hier auf dem Blog schon x-Mal abgegeben – beim Online-Versand madavanilla. Dort könnt Ihr Bio-Vanille aus Madagaskar beziehen, die unglaublich ergiebig sind und ein atemberaubendes Aroma besitzen. Zudem ist der Preis noch mehr als fair (Hinweis: Die Nennung des Online-Shops madavanilla ist Werbung, die aus eigenem Antrieb geschieht: Ich finde den Shop und die Qualität der Vanilleschoten so gut, dass ich diese Bezugsquelle Euch gerne empfehle.).

Rezept

Zutaten für 500 g Vanillezucker:

  • 500g Zucker
  • 2 Vanilleschoten
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 luftdicht verschließbares 500ml-Glas

Zubereitung:

1 Mark aus den Vanilleschoten kratzen und mit der gemahlenen Vanille und dem Zucker vermischen.

2 Zucker in ein luftdicht verschließbares Glas schütten und die Vanilleschoten dazu stecken, verschließen.

3 Nach 2-3 Wochen ist der Vanillezucker „fertig“.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

12 Kommentare

  1. Ela 29. Januar 2014 um 09:28 Uhr - Antworten

    Selbstgemachter Vanillezucker schmeckt wirklich tausendmal besser! Und auf Madavanilla steh ich auch 🙂 Guter Tipp!
    LG
    Ela

  2. Kasia 29. Januar 2014 um 09:37 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    eine super Sache, das mit dem Vanillezucker. Das mache ich genauso wie Du und den Tipp mit der Vanille habe ich von Dir:) Die Vanilleschoten sind fantastisch. Mittlerweile bestelle ich dort auch andere Gewürze und bin super zufrieden damit!
    Zusätzlich mache ich noch Vanilleextrakt selbst, es ist auch eine schöne Sache für Desserts oder Kuchen backen;)

    Viele Grüße
    Kasia

  3. Bella 29. Januar 2014 um 09:44 Uhr - Antworten

    Genau so mache ich es auch – die Schoten sind viel zu schade zum Wegwerfen! Und rate mal, wo ich sie bestelle 😉
    LG

  4. vreni_Hamburg von Innen 29. Januar 2014 um 10:12 Uhr - Antworten

    Ich habe mir aus dem Indienurlaub einen guten Vorrat Vanilleschoten mitgebracht.
    Jedesmal, wenn ich das Mark einer Schote verwertet hab, kommt der Rest in das Glas mit dem Vanillezucker. Ich habe ein großes Glas mit einer kompletten Schote und diversen „leeren“ Schoten. Der Zucker schmeckt super vanillig und ist eigentlich ein komplett anderes Produkt als das vanillin-aromatisierte Zeug in Tütchen 😉

  5. Zizibe 29. Januar 2014 um 11:44 Uhr - Antworten

    Ich kenne Produkte von Madavanilla, kaufe jedoch meine Vanillestangen wie auch pulverisierte Vanille in ebenso guter Qualität im Weltladen.

  6. Kerstin 30. Januar 2014 um 07:37 Uhr - Antworten

    Mmmh, echter Vanillezucker ist was feines. Ich finds schlimm, wenn Kinder heutzutage den echten Vanillegeschmack gar nicht mehr kennen und denken, dass das künstliche Zeugs die wahre Vanille ist. Dabei ist echter Vanillegeschmack so reichhaltig und intensiv, wie es Vanillin niemals sein kann.

    Viele Grüße
    Kerstin

    PS: Schon mal Gemüsebrühpulver selbst gemacht?

  7. Björn 30. Januar 2014 um 17:42 Uhr - Antworten

    Das habe ich auch immer in der Küche stehen. Direkt danaben steht mein Vanille-Salz. Gerade für Rosenkohl oder Spinat ein absoluter Knaller. Und noch ein ganz kleines Döschen Vanille-Fleur de Sel für Paella. 🙂

  8. Christel aus Berlin 30. Januar 2014 um 22:29 Uhr - Antworten

    Ich habe gerade heute meine getrockneten Vanilleschoten, die ich mit Zucker zusammen in einem 500 ml Joghurtglas aufbewahrte, pulverisiert. Dazu habe ich den Inhalt des Glases in eine Schüssel gekippt und die inzwischen sehr trockenen und harten Vanilleschoten rausgefischt und klein gebrochen. Anschließend habe ich in zwei Portionen Zucker und gestückelte Schoten in eine Moulinette gegeben und alles ganz fein gemahlen. Diesen feinen Vanillezucker habe ich zurück in ein sauberes Glas geschüttet – et voilà! Wisst ihr zufällig, wie lange man den Vanillezucker aufbewahren kann? Er verbraucht sich ja nicht so arg schnell…;-)

  9. Kassandra 4. Februar 2014 um 10:33 Uhr - Antworten

    Eine ganz doofe Frage habe ich. Ich hab auch schon so Vanillezucker hergestellt, ist auch wirklich lecker geworden. Aber gibt es irgendwas bei der Haltbarkeit zu beachten? Ich hab den Vanillezucker nämlich im Sommer gemacht und als ich dann bei der Weihnachtsbäckerei angelangt war, war ich so verunsichert, ob der noch ok ist, dass ich doch wieder gekauften Vanillezucker verwendet habe…

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