Geröstetes Bauernbrot mit Hirschschinken, Parmesan, Postelein und Zwiebel-Marmelade

2018-09-13T16:29:11+00:0026. Februar 2014|4 Kommentare

Ich erinnere mich noch gut: Als Kind konnte ich einer Brotzeit wenig abgewinnen. Das hat sich im laufe der Jahre geändert, heute liebe ich eine gute Brotzeit mit tollem Käse, frischem Brot, schmackhaften Brotaufstrichen, leckeren Salaten, knackigem, leicht mariniertem Gemüse und guter Wurst.

Den Hirschschinken habe ich auf dem Wochenmarkt in Dornbirn (das liegt unweit des Bodensees in Österreich, direkt bei Bregenz) von einer Sennerin gekauft, deren Mann selbst auf die Pirsch geht. Die Familie stellt den Schinken selbst her, ganz ohne Zusatzstoffe oder künstliche Aromen – sehr traditionsbewusst.

Der Hirschschinken hat eine tiefrote Farbe und erinnert an Bündnerfleisch, auch die Konsistenz ist ähnlich. Der Wild-Geschmack ist angenehm dezent, durchaus vorhanden aber nicht vorherrschend. Am besten schmeckt der Hirschschinken hauchdünn aufgeschnitten (Wohl dem der eine Schneidemaschine hat, alternativ funktioniert auch ein wirklich scharfes Messer gepaart mit ein wenig Geschick und Geduld). Die Marktfrau riet mir, aus dem Schinken eine Art Carpacchio herzustellen – sprich die Scheiben einfach mit etwas Olivenöl zu beträufeln und mit einem Salat aus mariniertem Rucola zu genießen. Das steht noch auf der Liste – das Ergebnis zeige ich Euch demnächst im Blog.

Mein Brot habe ich zunächst in etwas Butterschmalz geröstet, schön langsam bei moderater Hitze, bis sich die Krume goldbraun färbt und knusprig wird. Ein wenig gute Butter, darauf dann den Hirschschinken und den Parmesan, etwas Postelein dazu und zuoberst ein wenig Marmelade von roten zwiebeln. Zugegeben, Marmelade scheint mir hier als Bezeichnung ein wenig übertrieben – ich habe rote Zwiebeln lediglich glasig gedünstet, mit Aceto Balsamico abgelöscht und mit etwas Honig verfeinert und die Flüssigkeit zu einer klebrigen Masse reduziert. Die Zwiebeln haben so noch Biss, die ihnen eigene Schärfe haben sie jedoch komplett verloren.

So könnte ich Brotzeit jeden Tag genießen.

Rezept

Zutaten für das geröstete Bauernbrot mit Hirschschinken, Parmesan, Postelein und Zwiebelmarmelade (Für 4 Brote):

  • 4 Scheiben frisches Bauernbrot, einen guten Zentimeter dick
  • 100g Hirschschinken
  • Etwas Parmesan
  • Etwas Butter
  • 1 Handvoll Postelein
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für die Zwiebelmarmelade die Zwiebeln schälen und achteln. Die Zwiebeln in etwas Butterschmalz glasig dünsten und mit dem Essig ablöschen. Honig zugeben und alles etwas reduzieren lassen – mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Die Brote in wenig Butterschmalz rösten.

3 Den Hirschschinken möglichst dünn aufschneiden, den Parmesan in dünn hobeln. Das Brot mit Butter bestreichen und mit dem Hirschschinken, Parmesan, der Zwiebelmarmelade und dem Postelein belegen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

4 Kommentare

  1. Tring 26. Februar 2014 um 11:14 Uhr - Antworten

    Hirschschinken ist schon was feines. Ich habe meiner Familie und mir zu Weihnachten etwas Hirschsalami und Wildschweinschinken gegönnt, vom Förster aus dem Westerwald direkt ums Eck. Ist beides auch sehr empfehlenswert – da braucht man fast nichts mehr dazu. Aber die Idee mit der Zwiebelmarmelade gefällt mir sehr gut – ich kannte das bisher nur zu Käse. Und auf das Carpaccio bin ich auch gespannt 😉

    • Uwe 26. Februar 2014 um 18:38 Uhr - Antworten

      Ich auch 🙂 Wird’s bald geben! 😀

  2. Jan 5. März 2014 um 15:04 Uhr - Antworten

    Hm, so ein Hirschschinken ist was Tolles! Was sehr gut schmeckt, wenn man den Schinken anstatt mit Olivenöl mit Arganöl beträufelt – das unstreicht diesen nussigen Geschmack des Schinkens nochmal ungemein. So gegessen in der Weinstube Forelle in Tübingen (ein Tipp, wenn du mal in Tü sein solltest!).

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