Gefilte Fisch mit Koriander-Kartoffeln

2018-09-29T07:15:33+00:003. Januar 2011|12 Kommentare

Tobias von Tobias kocht! veranstaltet jeden Monat einen mediterranen Kochevent. Jeden Monat wechselt das „Gastgeberland“, welches die Teilnehmer zu landestypischen Gerichten inspirieren soll. Der 15. mediterrane Kochevent hat Israel als Thema – eine recht schwierige Aufgabe, wie ich finde. Denn: die „israelische Küche“ gibt es nicht. Vielmehr bestimmen und prägen viele verschiedene Einflüsse die kulinarische Landschaft.

Umso schwieriger ist es also, ein passendes Gericht für den Wettbewerb zu finden. Ich recherchierte also ein wenig und traf bei Wikipedia schließlich auf das Rezept „gefilte Fisch„, welches traditionell als eigentlich kalte Vorspeise an jüdischen Feiertagen serviert wird. Nett, dachte ich mir, da die Zubereitung auch ein wenig ausgefallen ist: Ein ganzer Fisch wird ausgehöhlt, bis nur noch die Hauthülle übrig ist. In die Hauthülle wird dann eine Fischfarce gefüllt, welche in einem Fischfond gegart wird. Klassischerweise wird dieses Gericht mit einem Gemisch aus Roter Beete und Meerettich serviert. Da ich aber eine Hauptspeise daraus machen wollte, habe ich Kartoffeln dazu gemacht und den Fisch warm serviert. Mit diesem Gericht nehme ich also an dem 15. mediterranen Kochevent teil, was mich besonders freut, da es meine erste Teilnahme an einem Blogevent ist.

Dieses Rezept hat mich voll und ganz überzeugt. Ich werde es definitiv öfter zubereiten, gerne auch für Gäste. Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

Rezept

Zutaten für „Gefilte Fisch mit Koriander-Kartoffeln“ (Für 2 Personen):

  • 1 ganze Forelle, ausgenommen
  • 1 Saiblingsfilet, enthäutet
  • 1-2 cm frischer Ingwer
  • eine Handvoll frischer Koriander
  • 1 Toastbrot
  • 100ml Sahne
  • 1 Ei
  • 1 Schalotte
  • Salz, Pfeffer
  • 500ml Wasser
  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 1EL Butter
  • 1-2 TL Koriandersamen
  • etwas Küchengarn

Zubereitung:

(1) Die Kartoffeln in ausreichend Wasser gar kochen. Danach schälen und halbieren.

(2) Das Saiblingsfilet entgräten (sollten noch Gräten vorhanden sein) und in kleine Stücke schneiden. Die Schalotte und den Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.

(3) Die Forelle unter fließendem kalten Wasser waschen, trockentupfen. Den Kopf abschneiden und beiseite legen. Nun die Haut vollständig und in einem Stück vom Fleisch lösen. Dazu sollte ein sehr scharfes Messer verwendet werden. Die Gräten werden komplett entnommen. Flossen und die dazugehörigen kleinen Gräten sollten sauber entfernt werden. Die Fleischreste sauber von der leeren Hülle entfernen. Nun den Fischrumpf ohne Haut filetieren. Die beiden Forellenfilets klein schneiden und mit den Saiblingswürfeln in ein Gefäß geben.

(4) Das Wasser zum Kochen bringen. Die Gräten und den Forellenkopf zugeben und köcheln lassen. Die Ingwerschalen und etwas gehackten Koriander zugeben.

(5) Das Toastbrot in kleine Stücke rupfen und in der Sahne einweichen. Zum Fisch geben, ebenso den gehackten Ingwer und die gewürfelten Zwiebeln. Das Ei darüber geben, salzen, pfeffern. Mit einem Stabmixer zu einer glatten Farce verarbeiten. Den gehackten Koriander unterheben.

(6) Die Fischfarce mit zwei Löffeln in die Forellenhaut füllen. Den Fisch mit etwas Küchengarn fixieren. Den Fischkopf und die Gräten aus dem Fischfond entfernen und den gefüllten Fisch bei geschlossenem Deckel und ca. 80°C für 15 Minuten im Fond pochieren. Optimalerweise  wird dieser Arbeitsgang mit einem Dampfgarer durchgeführt. So kann die Temperatur optimal überwacht werden.

(7) In der Zwischenzeit die Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen. In einem Mörder 2TL Koriandersamen zerstoßen. Die Kartoffeln in die heiße Butter geben und anbraten. Mit Salz, Pfeffer und den frisch gemahlenen Koriandersamen würzen, zum Schluß etwas frisch gehackten Koriander untermischen.

(8) Den gefüllten Fisch aus dem Fond nehmen. Den Fond mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Fisch aufschneiden und mit den Koriander-Kartoffeln anrichten  und dem Fond nappieren. Frischen Koriander darüber streuen.

 

Tipp: Die Farce schmeckt auch kalt!

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

12 Kommentare

  1. tobias kocht! 3. Januar 2011 um 17:32 Uhr - Antworten

    Das sieht ja ganz hervorragend aus. Schöner Beitrag zum Event. Danke dir!

    • Uwe Spitzmüller 3. Januar 2011 um 19:24 Uhr - Antworten

      Freut mich, wenn’s gefällt! Gern geschehen 🙂

  2. Hanna Henning 5. Januar 2011 um 11:17 Uhr - Antworten

    Hier das Rugelach Rezept:
    Für 48 Stück
    TEIG
    280g Mehl
    30g Puderzucker gesiebt
    1/4 TL Salz
    1/2 TL Vanillearoma
    230g Butter gewürfelt
    230g Frischkäse, nicht zu kalt
    1/2 TL Zitronensaft
    4 TL Puderzucker zum Bestäuben

    FÜLLUNG
    120g Mandel, blanchiert und fein gehackt
    200g Erdbeerkonfitüre
    100 g weiße Schokolade fein gehackt

    Mehl, Puderzucker, Salz und Vanillearoma vermischen. Butter und Frischkäse dazugeben, mit den Händen zerkrümeln, Zitronensaft dazu, wieder mischen, Und dann das gaze schnell auf einer bemehlzen fläche zu einem Teig kneten (schnell, damit das Fett der butter nicht schmilzt)
    Teig in 4 Teile teilen zu einer Scheibe formen und für 2 Stunden in den Kühlschrank damit.
    Ofen auf 185 Grad (Gas 2-3) vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen, Teigscheibe ausrollen bis sie einen Durchmesser von 26 cm hat. Wie eine Uhr in 12 gleichgroße Stücke teilen
    Die Zutaten für die Füllung in einer Schüssel mischen. Mit einem TL etwas Füllung auf die Teigdrecke geben und vom breiten Ende aufrollen…
    Etwa 10-15 min backen oder solange bis die Rugelach goldbraun sind.
    Auskühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben….

  3. Uwe Spitzmüller 5. Januar 2011 um 12:51 Uhr - Antworten

    Hanna, vielen lieben Dank! Ich werde das Rezept ausprobieren und das Ergebnis dann auf dem Blog posten. Kann nur ein wenig dauern, da ich momentan wegen eines Achillessehnenanrisses etwas gehandicapt bin…

    Bin gespannt 🙂

  4. tobias kocht! 1. Februar 2011 um 07:15 Uhr - Antworten

    Gratuliere! Gewonnen!
    Schick mir doch bitte deine Kontaktadresse via Kontaktformular auf meiner Webseite.
    Schöne Grüße
    Tobias

  5. Olaf Herfurth 8. September 2011 um 16:23 Uhr - Antworten

    Bin erst jetzt zufällig auf diese interessante Variante des Klassikers gestoßen und (als einer der Hauptautoren des Wikipedia-Artikels, der den dortigen Fisch zubereitet hat) sehr angenehm überrascht. Das sieht wirklich toll aus, auch wenn man so etwas in Israel sicher nirgendwo findet. Ein schönes Zitat eines alten Klassikers in neuem Gewand.

  6. Uwe 9. September 2011 um 15:24 Uhr - Antworten

    @Olaf: Das ist ja schön, dass Du hierher gefunden hast. Der Wikipedia-Artikel diente wie gesagt als Ideengeber. Auch Deine Fotos haben eine gute Anleitung geliefert, wie ich vorgehen kann. Danke dafür!

  7. Dorothea Wagner 25. Januar 2014 um 11:02 Uhr - Antworten

    Ein wunderbares Essen! Ich habe es gestern zum dritten Mal gekocht und bin – ebenso wie die Mitesser – immer wieder begeistert. Im großen und ganzen halte ich mich an die Anleitung und ersetze lediglich den Mörder (7) durch einen Mörser. Vielen Dank für das Rezept!

    • Uwe 27. Januar 2014 um 16:22 Uhr - Antworten

      Oh! Dabei sorgt der Mörder doch gerade für die Spannung in der Küche… Grunz. Danke für’s Fehler melden 😀

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