The King Noah Burger [Gastartikel]

2018-09-18T12:26:21+00:009. September 2013|5 Kommentare

Willkommen zur Gastartikel-Serie! Ich habe einen Schwung liebgewonnener Blogger und Food-Fanatiker gefragt, ob sie einmal hier einen Gastartikel veröffentlichen mögen – und alle haben zugesagt. Den Anfang macht heute mein Koch-Buddy und als „Burgermeister von Gärtringen“ bekannter Chef Hansen mit einer leckeren Veggi-Burger-Kreation, dem King Noah aus…Quinoa. Alex, vielen lieben Dank, dass Du dabei bist!

„Spitzmüller & Hansen“ – so sehe ich es auf einem planschbeckengroßen Blechschild geschrieben. Es hat die Form eines Burgers und hängt leise knarzend, gemütlich schwingend über einem Gehweg. Drinnen betriebsames Treiben, der Fleischwolf dreht seine Runden, Uwe stopft Fleisch hinein und ich knete die Buns. Natürlich gibt es jeden Tag andere Kreationen, nur handgeschnitzte Pommes (aus Kartoffeln, also richtigen), dazu Fassbrause und unser eigenes Craftbeer. Das machen wir drei Monate im Jahr und verschleudern die restlichen Neun unseren stattlichen Gewinn. Seltsam, dass diese Geschichte damit beginnt, dass ich hier Urlaubsvertretung für den Hr. Spitzmüller mache…

Bevor wir allerdings diese geschäftliche Partnerschaft eingehen können, müssen wir etwas aus der Welt schaffen, das nun schon seit Jahren zwischen uns steht. Der Veggie-Burger-Battle. Während ich, wie gewohnt pünktlich, umfänglich, köstlich und mit gewagtem Wortwitz lieferte, wartet die Nation seit nunmehr fast zwei Jahren auf den feinen Herrn, der derweil lieber die Welt mit farblich sortierten Kochbüchern oder leichter Sommerküche beglückt. Und bevor der verblasste Zettel an seinem Schreibtisch garnicht mehr lesbar ist, dachte ich mir dem Mann könne geholfen werden.

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Und zwar mit einem Quinoa-Bratling, Gurkendip und Kürbis-Ketchup. Mit jungem Spinat im Brioche Bun. Inspirationsquelle für diese fleischlose Köstlichkeit war Judith, die allerdings Bulgur verwendete und auf Kürbis-Ketchup und Buns gleich ganz verzichtete, wobei ich aus guter Quelle weiß, dass sie zumindest bei den Buns mittlerweile nachgelegt hat.

Ich habe zwei Karotten, eine Zucchini und ne rote Zwiebel in reichlich Olivenöl angeschwitzt, bis sie weich waren und mit Pfeffer, Salz, geräuchertem Paprika und Kreuzkümmel abgeschmeckt und beiseite gestellt. Dann 600ml Gemüsebrühe aufgekocht und 250g Quinoa darin in 20 Minuten gegart. Nun alles abkühlen lassen und dann mit einem Ei, 4EL Semmelbrösel und 4EL Mehl zu einer Art Teig verkneten und langsam in Olivenöl hübsche Bratlinge rausbraten.

Für den Gurkendip wird eine halbe Salatgurke längs halbiert, das Kerngehäuse mit einem Teelöffel ausgeschabt und die Gurke grob gewürfelt und mit 250g Hüttenkäse sowie 2 EL frisch gehacktem Schnittlauch und dem Saft einer halben Zitrone gemischt. Dazu wird eine Knoblauchzehe gedrückt und das ganze mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt.

Kürbis-Ketchup macht man, in dem man einen viertel Hokkaido grob zerteilt und im Ofen bei 225 Grad weich gart. Dann mit 100ml Essig (Apfel, Tomate, whatever), 50g dunkelbraunem Zucker und einem 2cm großen Stück Ingwer fein püriert und mit Pfeffer, Salz, 1/2 TL Muskatblüte und 1/2 TL Piment abschmeckt.

2:0 für mich, würde ich sagen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

5 Kommentare

  1. Susanne 9. September 2013 um 09:37 Uhr - Antworten

    Hurra! Eine hinreißende Verwendungsmöglichkeit für den Quinoa, der im Küchenschrank sein Dasein fristet. Ab in die Küche mit mir!

  2. Juliane 9. September 2013 um 10:25 Uhr - Antworten

    Hihi… Chef Hansen klar in Führung. Schöne Urlaubsvertretung! 🙂
    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  3. clubzimmer 10. September 2013 um 09:45 Uhr - Antworten

    Spiel, Satz, Sieg – saulecker, wird garantiert ausprobiert!

  4. kochschlampe 11. September 2013 um 09:04 Uhr - Antworten

    Der klingt gut, es gibt noch Quinoa in der Küche (wobei ein grosser Teil da heute in meinen Salat gewandert ist). Nun nur die Frage: könnte ich dann noch eine sinnvolle Verwendung für die frisch eingezogenen Chia-Samen bekommen?
    Merci vielmals!

  5. Alex [Chef Hansen] 17. September 2013 um 16:26 Uhr - Antworten

    Susanne, ich hoffe du hattest Erfolg in der Küche – bei mir lag dieser Quinoa auch erstmal ne ganze Weile rum… Danke Juliane, ich denke, wenn das so weiter geht erhöhe ich auch noch auf 3:0 😉 Clubzimmer, viel Spaß beim ausprobieren – und Kochschlampe, ähm, Chia-was? Kann man bestimmt auch nen Bratling draus bauen…

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