Vegetarische Thai-Bolognese mit Blumenkohl

2018-09-27T08:17:42+00:001. Mai 2013|17 Kommentare

Die Thai-Bolognese zählt zu den beliebtesten Gerichten in meinem Freundeskreis und bei meinen Kollegen. Da unter diesen immer mehr Vegetarier sind wurde es also Zeit, eine fleischlose Variante des HighFoodality Klassikers zuzubereiten.

Das Rezept der Thai-Bolognese stammt aus den ganz frühen Tagen des Blogs: Bereits im September 2009 veröffentlichte ich das Rezept, also nur 3 Monate nach der Gründung des Blogs. Seither gehört die Thai-Bolognese immer noch zu den meistgelesenen Artikeln und den Gerichten, auf die ich sehr oft angesprochen werde. Deswegen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Rezept auch in meinem HighFoodality Kochbuch vertreten sein wird – jenem Dauerprojekt, das ich von Perfektion getrieben nun schon zwei Jahre mit mir herumtrage.

Die Thai-Bolognese zeichnet sich durch das Zusammenspiel der Aromen aus: Curry-Schärfe trifft auf die angenehme Süße der Kokosmilch und wird von vielen Zitrus-Aromen abgerundet. Meine Kollegen fragen mich regelmäßig, ob ich dieses Rezept zubereiten kann, was meist in unkontrollierter Völlerei und ausgedehnten Mittagspausen endet. In der letzten Zeit sind immer mehr Vegetarier bei Spirit Link hinzugekommen, so dass es an der Zeit war, eine fleischlose Variante des Gerichts zu entwickeln.

2011 hatte ich eine vegetarische Blumenkohl-Lasagne nach Rezept von Robert von lamiacucina zubereitet, in dem der Blumenkohl sehr klein gebröselt und anschließend im Backofen goldbraun gebacken wird. Das Besondere: Der Blumenkohl sieht aus wie Hackfleisch und erzeugt bei Nichtsahnenden einen schönen Wow-Effekt.

Blumenkohl, Curry und Zitrusnoten passen wunderbar zusammen, und so entschloss ich mich, das Hackfleisch durch Blumenkohl zu ersetzen und nach Roberts Methode zuzubereiten. Entstanden ist eine wunderbare Alternative, ein eigenes Gericht, bei dem ich zu keiner Sekunde das Hackfleisch vermisst habe.

Vegetariern, Fans der asiatischen Küche und der Original-Thai-Bolognese sei dieses Gericht wärmstens ans Herz gelegt! Ich wünsche Dir einen schönen ersten Mai!

Rezept

Zutaten für die Thai-Blumenkohl-Bolognese (Für 4 Personen):

  • 1 Blumenkohl
  • 250g Kirschtomaten
  • 2cm frischer Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 Limette
  • 2 grüne Chili
  • 1 Zitronengras
  • 1 Bund Koriander
  • 4 Schalotten
  • Etwas Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 EL rote Currypaste
  • Ausreichend Pasta

Zubereitung:

1 Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und in feinste Stücke bröseln. Der Blumenkohl soll die Größe von Hackfleischstückchen haben. Den Blumenkohl auf einem Backblech verteilen und mit etwas Öl, einer gedrückten Knoblauchzehe und Salz und Pfeffer vermischen.

2 Blumenkohl in den Backofen geben und unter Wenden solange garen, bis der Blumenkohl nussig zu duften beginnt und eine gleichmäßig goldbraune Färbung besitzt. Das dauert etwa 20 Minuten.

3 Derweil die Kirschtomaten waschen und vierteln, die Schalotten, die restlichen Knoblauchzehen, das Zitronengras, den Ingwer und die Chilis fein hacken. Schale der Limette abreiben. Koriander hacken.

4 Schalotten, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Currypaste und Chilis zugeben, leicht anrösten. Mit Kokosmilch ablöschen und etwas eindicken lassen. Blumenkohl zugeben und Sauce mit Salz, Pfeffer und Currypaste abschmecken. Mit Limettensaft justieren. Leise ziehen lassen.

5 Nudeln al dente kochen. Pasta mit der Sauce vermischen und zuletzt den Koriander zugeben.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

17 Kommentare

  1. Dirk Staudenmaier 1. Mai 2013 um 11:23 Uhr - Antworten

    Sehr schön geschrieben, lieber Uwe. Man kann selbst als Fleischfan beim Lesen deines Posts gar nicht anders, als Lust auf die vegetarische Variante zu bekommen! 🙂

    Lieben Gruß, Dirk

  2. Ela 1. Mai 2013 um 19:00 Uhr - Antworten

    Klingt ziemlich lecker! Ab auf die To Cook Liste 🙂
    LG
    Ela

  3. Micha 1. Mai 2013 um 19:52 Uhr - Antworten

    Zuerst rutscht nun aber das *Original* auf die Liste! Wo habe ich doch gleich gelesen, dass das ein echtes Lieblings-Rezept von dir ist?

    viele liebe Grüße…

  4. Anna 2. Mai 2013 um 05:36 Uhr - Antworten

    Ich liebe die Tahinote mit Chilli und Kokosmilch. Und als Koreanderfan werde ich das auch einmal kochen. Tolles Foto.

    Liebe Grüße
    Anna

  5. Muffin 2. Mai 2013 um 10:54 Uhr - Antworten

    Wow, was für eine großartige Idee! Die Sache mit dem Zerbröseln und im Backofen garen werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren! Aber vielleicht gibt es bei mir eher Glasnudeln dazu … passt in meinem Kopf gerade besser zur asiatischen Note. 😛
    Tolles Rezept, tolle Idee, vielen Dank! 🙂

  6. Katha 2. Mai 2013 um 16:47 Uhr - Antworten

    Wow, dass liest sich wahnsinnig lecker! Ist aber auch nichts für empfindliche Münder, oder?! 😀 Bei 1 – 2 EL roter Currypaste und 2 grünen Chilis….

    • Uwe 2. Mai 2013 um 20:31 Uhr - Antworten

      @Dirk: Na dann bin ich aber froh. Die Fleischversion ist aber auch nicht zu verachten…

      @Ela: Viel Spaß und guten Appetit!

      @Micha: Könnte das die Schmausepost gewesen sein? Patrik hat mich diese Woche in seiner Ausgabe gehabt…

      @Anna: Danke und viel Spaß beim Ausprobieren!

      @Muffin: Glasnudeln sind sicher eine gute Idee – ich wollte damals bewusst die beiden Küchen kombinieren..

      @Katha: Die Sauce hat schon Bums, ohne Frage. Beim Würzen solltest Du eher schrittweise vorgehen, damit die Sauce nicht zu scharf wird. Die Chilis kannst Du ohne Probleme weglassen – und auch die Currypaste lässt sich nach Gusto justieren.

  7. Dani 12. Mai 2013 um 17:31 Uhr - Antworten

    hmm,koche das gerade…
    was genau passiert denn den Tomaten? Ich werde die mal mit der Kokosmilch zusammen zur Sauce geben

    bin echt gespannt: Blumenkohl im Backofen kenn ich schon und finde es super lecker, aber Kokosmilch zu normalen Nudeln (keine Reisnudeln) hab ich noch nie gegessen und bin momentan noch sehr skeptisch ob ich das mag
    aber da du so von der Thai-Bolo schwärmst, muss das ausprobiert werden 🙂

    Viele Grüße aus dem Südosten von München,
    Dani

    • Uwe 12. Mai 2013 um 17:51 Uhr - Antworten

      Oh, das hab ich wohl vergessen. Einfach mit den Schalotten, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Guten Appetit!

  8. Dani 12. Mai 2013 um 19:20 Uhr - Antworten

    danke für die schnelle Antwort!
    war wirklich sehr sehr lecker, die Thai-Bolo! wird wieder gekocht…
    einen schönen Abend,
    Dani

    • Uwe 12. Mai 2013 um 19:39 Uhr - Antworten

      @Dani: Schön, das freut mich sehr! Schönen Sonntag noch!

  9. Stephi 14. Mai 2013 um 18:40 Uhr - Antworten

    Huhu,

    ich liebe Blumenkohl und musste daher deine vegetarische Thai-Bolo gleich nachkochen, wirklich total lecker, auch wenn ich erst wegen der Menge an Kokosmilch etwas bedenken hatte (vor allem weil mein Freund kein Kokos mag) aber die Bolo kam bei uns beiden sehr gut an; auf den Koriander hab ich jedoch verzichtet 😉

    Vielen Dank für das leckere Rezept!

    LG, Stephi

    • Uwe 14. Mai 2013 um 21:01 Uhr - Antworten

      @Stephi: Gerne, schön, dass es Euch geschmeckt hat 😀

  10. Toni 2. Januar 2014 um 00:35 Uhr - Antworten

    Oh gott, das muss ich machen!

  11. Heidi 26. März 2014 um 11:16 Uhr - Antworten

    Was passiert mit den Tomaten?? die werden geschnitten und tauchen dann nicht mehr auf? Mit anrösten?
    liebe Grüsse Heidi

  12. Nicole Kleinert 23. August 2014 um 14:22 Uhr - Antworten

    Freu mich auf tolle Rezepte

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