Tomaten-Tarte mit Ricotta

2018-10-05T17:38:01+00:0030. Juli 2014|17 Kommentare

Aromatische Tomaten treffen knusprigen Teig und eine würzige Füllung aus Ricotta und Eiern, dazu ein Finish aus einer Vinaigrette mit Honig, Zitrone und Olivenöl. Diese Tarte ist ein wunderbares Mitbringsel.

Erinnert Ihr Euch noch? Ich hatte vor ein paar Tagen einen scharfen Auberginen-Salat vorgestellt, den ich als Mitbringsel für einen Grillabend bei Freunden empfohlen hatte. Die Tomaten-Tarte eignet sich dafür ebenso: Sie ist einfach herzustellen, schmeckt lecker und ist auf dem Buffet ein echter Hingucker. Die kräftigen Farben der Tomaten leuchten intensiv und laden die Gäste ein, sich ein Stück mit auf den Teller zu nehmen.

Die Tomaten-Tarte besteht aus einem Mürbteig sowie einer Füllung aus Ricotta, getrockneten Tomaten und Eiern. Das Gemisch wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und auf dem Teig verteilt. Zuoberst werden die halbierten Tomaten geschichtet – unterschiedliche Farben machen sich wunderschön und sind optisch ein Highlight. Aber natürlich könnt Ihr für die Tarte auch einfach rote Tomaten – am besten eignen sich kleinere Rispen-Tomaten – verwenden, sollte es schwer sein, an gelbe oder grüne Sorten zu gelangen. Wichtig ist allerdings, dass die Tomaten nach dem Halbieren etwas ausgedrückt werden, weil das viele Wasser in den Tomaten die Tarte sonst zu sehr aufweichen würde.

Der Clou bei diesem Rezept: Nach dem Backen wird die Tarte noch mit einer Mischung aus Öl, Honig und Kräutern beträufelt. Das sorgt zum einen für den richtigen Glanz, zum anderen aber auch für die richtige Geschmacksbalance. Die süßen Aromen des Honigs fangen galant die Säure der Tomaten und den salzigen Geschmack der Füllung auf und runden das Gebäck geschmacklich ab.

Wenn die Tomaten auf Euren Balkonen oder in den Gärten also langsam reif werden und Ihr nicht mehr wisst, wohin damit, so kann ich Euch diese Tarte wärmstens empfehlen, sei es als vollwertige Mahlzeit mit einem kleinen grünen Salat oder als Beilage zu Gegrilltem aller Art.

Tomaten-Tarte mit Ricotta

Rezept

Dauer: Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, Backzeit: ca. 40 Minuten, Kühlzeit: ca. 60 Minuten

Zutaten für die Tomaten-Tarte (Für 4 Personen):

  • 250 g Mehl Typ 550
  • 125 g Butter
  • 40 g Parmesan
  • 30 g getrocknete Tomaten
  • 2 Rosmarinzweige
  • 500 g Ricotta
  • 2 Eier
  • 300 g Tomaten (Gelb, rot)
  • Schale einer halben Zitrone
  • 3 EL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für den Mürbteig das Mehl mit der Butter und dem fein geriebenen Parmesan sowie einer Prise Salz und 2 EL Wasser verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Eine Kuchen- oder Tarteform mit etwas Butter fetten und den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und auf dem Boden der Form verteilen. Optimalerweise steht etwas Teig über, so dass sich ein 2 cm hoher Rand ergibt. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und 60 Minuten im Kühlschrank kühlen.

2 Derweil den Ricotta mit den Eiern vermischen. Die getrockneten Tomaten und die Nadeln eines Rosmarinzweigs fein hacken und beides untermischen, gut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Ricotta-Mischung gleichmäßig darauf verteilen.

3 Die Tomaten waschen, halbieren und die Flüssigkeit etwas ausdrücken. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben auf der Ricotta-Mischung verteilen. Den Backofen auf 210°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Tarte etwa 40 Minuten backen.

4 Für die Vinaigrette die Nadeln des zweiten Rosmarinzweigs fein hacken und mit den Schalen der Zitrone, dem Honig und dem Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Die Tarte aus dem Ofen nehmen und einige Minuten stehen lassen, dann aus der Form nehmen. Mit der Vinaigrette beträufeln.

Quelle: Lust auf Genuss 7/2014

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

17 Kommentare

  1. chastity64 31. Juli 2014 um 08:46 Uhr - Antworten

    Das Rezept liest sich sehr lecker und sieht dazu noch sehr gut aus! Welche Größe hat denn deine Form? Es sieht größer aus als eine normale Springform…
    Viele Grüße,
    chastity64

  2. Juliane 4. August 2014 um 20:28 Uhr - Antworten

    Tolles Rezept! Habe ich für meine Kollegen gebacken und kam super an. Danke dafür! Wird demnächst verbloggt…
    Liebe Grüße!

  3. Björn 20. August 2014 um 07:51 Uhr - Antworten

    Habs gestern gemacht: Sieht super aus und ist genauso lecker! Nur die Buttermenge für den Teig musste ich etwas erhöhen, da er sich ansonsten nicht ausrollen ließ und nur zerkrümelte.

    • Uwe 25. August 2014 um 20:24 Uhr - Antworten

      Ah, guter Tipp. Bei mir bröselte es auch munter…

  4. Isabel 13. Dezember 2014 um 21:32 Uhr - Antworten

    Ich habe die Tarte etwas umgeändert, damit es vegan ist und ich muss sagen, es war super lecker!
    Im Sommer mit frisch geernteten Tomaten ist es bestimmt noch besser

  5. karen 11. Januar 2015 um 19:16 Uhr - Antworten

    Hallo, wir fragen uns gerade warum bei der Vinaigrette weder Essig noch Zitronensaft reinmuss, würde bei dem Namen irgendwie nahe liegen. Ansonsten ist das Dinge gerade im Ofen und sieht gut aus!

    • Uwe 11. Januar 2015 um 21:15 Uhr - Antworten

      Einfache Antwort: Das waren die Angaben aus der Lust auf Genuss – ich habe das nicht hinterfragt. Die Vinaigrette gibt der Tarte einen richtigen Kick. Vinaigrette ist qua Definition eine kalte Sauce aus Essig und Öl, da hast Du recht. Säure hat die Tarte aber genug in den Tomaten – weswegen es schon gut ist, dass der Essig fehlt. Streng genommen ist es dann keine Vinaigrette mehr, sondern eher eine Marinade. Aber hey, das kannst Du mir und der Lust auf Genuss verzeihen, oder?

      • Karen 8. Februar 2015 um 15:02 Uhr - Antworten

        Hallo,

        danke für die schnelle Antwort! Klar, war auch so lecker und im Grunde ist es dann ja auch egal, wie die Soße heißt.

  6. Jule 10. August 2015 um 19:56 Uhr - Antworten

    hab mich auch grad daran versucht, frag mich aber wozu der Parmesan ist. Zum einrühren in den ricotta oder zum drauf machen und überbacken?

    • Kathrin 17. August 2016 um 10:46 Uhr - Antworten

      Huhu, das steht im ersten Satz: Der Parmesan kommt in den Teig! 😉

  7. Marit 28. August 2016 um 20:11 Uhr - Antworten

    Heute mittag getestet als Vorspeise. Der Trig war auch bei mir bröselig obwohl er schon recht butterig war. Ausrollkatastrophe. Hat dem Geschmack aber keinen Abbruch getan. 🙂 Frische Tomaten vom Markt dazu, da war das mit dem Dressing fast etwas zuviel Süße. Würd beim nächsten mal etwas wenger Honig und einen Hauch Essig oder Zitronensaft nehmen. Das Rezept ist jedenfalls super, toll für so heiße Tage! Und Ricotta geht eh immer 🙂 Vielen Dank!

    • Uwe 30. August 2016 um 13:19 Uhr - Antworten

      Gerne Marit! Tut mir Leid mit dem Teig – da kommen immer viele Sachen zusammen. Freut mich, dass es Dir geschmeckt hat!

  8. Gaby Kuhl 1. September 2016 um 10:08 Uhr - Antworten

    Wow, sieht die lecker aus!!! Da bekommt man sofort Appetit!? Lieben Gruß…?

  9. Britta 19. Juni 2017 um 19:04 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    eben ausprobiert und für sehr sehr lecker befunden! Das Dressing ist wirklich der Clou. Diese Quiche wirds bei uns auf jeden Fall wieder geben. Herzlichen Dank fürs Teilen.
    LG
    Britta

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