Geschmorter Rosenkohl-Salat mit Grapefruit und Koriander

2018-09-29T09:53:27+00:0022. Dezember 2014|21 Kommentare

Yotam Ottolenghis neues Kochbuch „Vegetarische Köstlichkeiten“ beinhaltet viele ungewöhnliche Salat-Rezepte, die diesen Salat von geschmortem Rosenkohl, Grapefruit und Schalotten.

Zugegeben: Dieser Salat ist eine kleine Parade der Vereinigung der Bitterstoffträger. Deswegen stellt Ottolenghi den Grapefruits und dem Rosenkohl einen Sirup zur Seite, der aus Zucker, Wasser, Zimt und Sternanis besteht. Faszinierend fand ich, wie sich das Geschmacksprofil verändert: Der Salat entfaltet ganz andere Nuancen, wenn er vollständig abgekühlt ist. Deswegen empfehle ich, das Gericht weniger als „Gemüse“ oder „Beilage“ zu betrachten, sondern sich die Zeit zu gönnen, bis Rosenkohl und Schalotten ausgekühlt sind.

Für Rosenkohl-Anfänger will ich das Gericht nicht zwingend empfehlen, da die Bitteraromen schon deutlich vorhanden sind. Wer sich geschmacklich an Rosenkohl annähern und gewöhnen möchte, der sollte einfacher anfangen: Ich empfehle, die Blätter der Rosenkohlröschen einzeln abzutrennen. Die Blätter können dann weiter verarbeitet werden: Mit ein wenig Zwiebeln und in etwas brauner Butter geschwenkt ergibt sich so ein köstliches Gericht, das viel feiner schmeckt als das ganze Knöllchen. Ihr werden sehen: Es ist einen Versuch wert!

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten Zubereitungszeit, ca. 20 Minuten Backzeit, ca. 1 Stunde Kühlzeit

Zutaten für den Rosenkohl-Grapefruit-Salat (Für 4 Personen):

  • 600 g Rosenkohl
  • 2 Grapefruits
  • 6 Schalotten
  • Olivenöl
  • 1 Handvoll Koriander
  • 3 EL Zitronensaft
  • 5 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 100 g Zucker
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

1 Zucker, Sternanis und Zimt mit 100 ml Wasser zum Kochen bringen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zum Abkühlen beiseite stellen, dann 1 EL Zitronensaft zugeben.

2 Die Grapefruits schälen und filetieren. Die Filets zum Sirup geben. Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3 Den Rosenkohl putzen und 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Entnehmen und halbieren. Die Schalotten schälen und vierteln. Rosenkohl und Schalotten in eine ofenfeste Form geben und mit 2-3 EL Olivenöl, etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis der Rosenkohl goldbraun wird. Entnehmen und abkühlen lassen.

4 Die Grapefruit-Filets aus dem Sirup fischen und mit dem Rosenkohl vermischen. Aus 2 EL Sirup, 2 EL Zitronensaft und Olivenöl eine Vinaigrette herstellen und den Salat damit anmachen, final mit Salz, Pfeffer und ggf. Sirup abschmecken. Koriander waschen und grob hacken, dazugeben und servieren.

Quelle: „Vegetarische Köstlichkeiten“ von Yotam Ottolenghi

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

21 Kommentare

  1. Barbara 22. Dezember 2014 um 12:44 Uhr - Antworten

    Der Mann hat’s echt drauf – Sirup aus Sternanis zu den Bitteraromen, das finde ich genial.

    • Uwe 22. Dezember 2014 um 21:10 Uhr - Antworten

      Schmeckt auch richtig lecker. Einfach toll.

  2. Kasia Pohl 22. Dezember 2014 um 13:06 Uhr - Antworten

    Einfach und fantastisch! Erstens hast Du, lieber Uwe ein Händchen für schöne Gerichte, die geschmacklich, optisch und unglaublich kreativ sind und Ottolenghi hat es sowieso drauf;)

    Ich habe es für mich auf Pinterest gemerkt:)

    Liebe Grüße und schöne Weihnachten!:)
    Kasia

    • Uwe 22. Dezember 2014 um 21:10 Uhr - Antworten

      Oh, danke Dir! Ich wünsche Dir auch frohe Weihnachten!

      • Kai 12. Januar 2015 um 15:33 Uhr - Antworten

        Hallo Uwe,

        Habe dein Rezept ausprobiert und muss dir sagen das es echt lecker schmeckt!

        Bitte noch mehr solcher rezepte von dir!

        Vielen Dank!

        • Uwe 12. Januar 2015 um 22:56 Uhr - Antworten

          Danke, ich werde mich bemühen!

          • Jürgen 29. Januar 2015 um 10:08 Uhr

            Hallo Uwe,

            meine Frau hat gestern dieses Rezept auf mein anraten hin probiert. Es ist zwar etwas aufwendig, aber lohnt sich 😀 Hat sehr gut geschmeckt. Vielen Dank für die gute Beschreibung 🙂

  3. Claus 22. Dezember 2014 um 18:48 Uhr - Antworten

    Rosenkohl gehört bitter. Wer’s nicht, mag kriegt Brokkoli

  4. Rosa 22. Dezember 2014 um 21:03 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe,
    ich versuche seit kurzen mich vegetarisch zu ernähren und bin seitdem immer auf der Suche nach raffinierten Rezepten. Danke für die Inspiration. Den Salat werde ich gleich mal ausprobieren.
    Die Bilder sehen unglaublich gut aus 🙂
    Danke
    Rosa

    • Uwe 22. Dezember 2014 um 21:12 Uhr - Antworten

      Danke Dir! Dann kann ich Dir das Buch von Ottolenghi wärmstens empfehlen…

  5. Ela 22. Dezember 2014 um 21:30 Uhr - Antworten

    Ohhh das sieht ja köstlich aus 🙂 Wie immer sehr schick photographiert. Wünsch dir tolle Weihnachten!
    LG
    Ela

    • Uwe 23. Dezember 2014 um 11:36 Uhr - Antworten

      Danke Ela, freut mich! Das wünsche ich Dir auch!

  6. Anjabelle 17. März 2015 um 19:38 Uhr - Antworten

    Ich habe mir das Buch gekauft und dieses Rezept gemacht! Ich war nie ein Freund von Rosenkohl! Erstaunlicher Weise ist dieses Rezept der Gaumenschmaus schlechthin!!! Ganz wunderbar, wobei ich den Kinder weggelassen habe und Petersilie genommen habe! Unbedingt ausprobieren!!!

  7. Tonia 19. März 2015 um 00:13 Uhr - Antworten

    Herr Ottolenghis Originalversion ist garnicht so bitter denn eigentlich verwendet er Pomelo in dem Salat.
    Ich dachte bis zu besagtem Kochbuch auch, daß das fast das gleiche ist aber weit gefehl. Pomelo ist wenn man die komplette weisse Haut entfernt überhaupt nicht bitter und deshalb hat sich das Rezept ruckzuck zu unserem Winterliebling entwickelt.

  8. Schneiders 10. April 2015 um 15:49 Uhr - Antworten

    Meine neue mailadresse.

  9. Scharbil 29. November 2015 um 20:20 Uhr - Antworten

    Wenn man Rosenkohl und Koriander mag, so wie ich, eine absolute Sensation. Ich hab mit recht viel Zitrone abgeschmeckt und Szechuanpfeffer verwendet – unglaublich, was das Gericht an Schärfe verträgt.

    Hättest Du was dagegen, wenn ich Deinen Text im Grillsportverein (online-Forum) poste – unter Verwendung Deines links, versteht sich?

    • Uwe 30. November 2015 um 11:18 Uhr - Antworten

      Huhu! Schön, dass es Dir getaugt hat! Wenn Du einen entsprechenden Hinweis anfügst, kannst Du das gerne machen. Das Bild soll nur auf dem Blog bleiben 😉

  10. Elke 16. März 2016 um 18:31 Uhr - Antworten

    Habe gerade dieses Rezept ausprobiert! Der Wahnsinn! 🙂 Deine Seite ist nun unter meinen Favoriten! 🙂

  11. Thomas Zschiesche 5. Februar 2018 um 11:39 Uhr - Antworten

    Der Begriff „Grill-Sport-Verein“ hat schon was ……..

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