Whiskey-Krabbensuppe mit Sahnemeerrettich

2018-06-29T07:36:05+00:0011. Januar 2013|12 Kommentare

Whiskey-Krabbensuppe mit Sahnemeerrettich

Seit ich in Hamburg eine Büsumer Krabbensuppe gegessen habe, steht sie auf meiner Nachkochliste. Auf dem Weg dahin gibt es eine Variante mit Whiskey und leckeren Nordseekrabben.

Ich koche gerne mit Alkohol. Ein Risotto ohne Wein finde ich meist unvollständig, auch in Fonds gebe ich gern ein Schlückchen dazu. Seit meine Kinder auf der Welt sind, schränke ich dies jedoch ein, was aber nur eine temporäre Reaktion auf die Umstände bleiben wird. Eine gute Rotweinsauce zum Filet ist so schnell durch nichts zu ersetzen, naja, doch – durch exzellentes Salz vielleicht.

Fakt ist, dass ich höchst selten mit Hochprozentigem koche. Ich habe den obligatorischen Rum im Schrank, aber da ich kaum backe habe ich die Flasche in den letzten Jahren nur angesehen. Ich habe auch wenig Hochprozentiges im Haus, da ich eher zu der Fraktion Bier- und Weintrinker gehöre und für Schnäpse nicht so zu haben bin (Wie einschlägige Feldversuche bewiesen haben).

Die Büsumer Krabbensuppe im altehrwürdigen Hamburger Old Commercial Room kam mit einem guten Schuss Cognac daher, was mich beim Lesen der Speisekarte erst irritierte, beim Essen dann begeisterte.

In meiner Variante habe ich einen Whiskey verwendet, keinen besonderen, der aber seinen Job gut gemacht hat. Das rauchig-kräftige Aroma kam gut heraus.

Whiskey-Krabbensuppe mit Sahnemeerrettich

Rezept

Zutaten für die Whiskey-Krabbensuppe mit Sahnemeerrettich (für 2 Personen):

  • 5-6 Kartoffeln
  • 3-4 Karotten
  • 2 Schalotten
  • 200g Krabben
  • 2 EL Whiskey
  • 6 Rosenkohlröschen
  • Etwa 1L Fleischbrühe, besser Krustentierfond
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL mittelscharfer Meerrettich
  • Etwas Sahne

Zubereitung:

1 Die Kartoffeln, Schalotten und die Karotten schälen, danach würfeln. Die Blätter von den Rosenkohlröschen zupfen. 4-5 Krabben beiseite legen.

2 Die Karotten, Kartoffeln und Schalotten in etwas Butter anschwitzen und Farbe nehmen lassen. Die Krabben zugeben und kurz rösten. Mit Whiskey ablöschen und anschließend mit der Fleischbrühe auffüllen. Aufkochen und etwa 15 Minuten leise köcheln.

3 In der Zwischenzeit den Meerrettich mit der Sahne vermischen, bis sich eine glatte Masse ergibt. Ggf. mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

4 Die Rosenkohlröschen kurz in etwas Butter schwenken.

5 Die Suppe kurz und schnell mit einem Pürierstab pürieren – nicht zu lange und zu langsam, weil die Kartoffeln die Suppe sonst schleimig machen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. Whiskey abschmecken.

6 Die Suppe in Teller füllen. Rosenkohl und Krabben in die Mitte setzen, Sahnemeerrettich verteilen.

Mehr Suppen

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

12 Kommentare

  1. uda 11. Januar 2013 um 13:43 Uhr - Antworten

    Whiskey trinken ist nicht meins, Whiskey essen umso mehr! Was für ne Suppe! Wunderbar auch wie immer diese wunderschönen Einlagen! Vielen Dank für diesen Augenschmaus!

  2. Claudia 12. Januar 2013 um 11:01 Uhr - Antworten

    Oh, noch einer, der eine gute Verwendung für Whiskey gefunden hat! Liest sich hinreißend.
    LG, Claudia

  3. Sebastian 12. Januar 2013 um 13:10 Uhr - Antworten

    Liest sich wirklich klasse und eins muss ich auch mal sagen egal welches Rezept man sich bei dir durchliest und die Fotos dazu anschaut man bekommt Hunger. Tolles Rezept und Whiskey mit dabei hört sich interessant an.

    • Uwe 13. Januar 2013 um 09:53 Uhr - Antworten

      @uda: So ähnlich geht es mir auch. Whiskey-Flaschen werden bei mir in der Regel sehr alt 😉 Hast Du bei Dir auf dem Blog ein paar empfehlenswerte Whiskey-Rezepte?

      @Claudia: Hehe, ja, irgendwann muss die Flasche ja mal weg….

      @Sebastian: Das freut mich sehr, und so soll es auch sein 🙂 Danke!

  4. Irene 13. Januar 2013 um 22:34 Uhr - Antworten

    Wieder so ein Augenschmaus! Krabben, Crevetten und Garnelen mögen sogar die Widmattkinderchen. Ich koche nach wie vor mit Wein, nicht Flaschenweise aber etwas schon.
    Grüessli
    Irene

    • Uwe 14. Januar 2013 um 08:48 Uhr - Antworten

      @Irene: Ich denke ich werde das auch wieder „normalisieren“, wenn die beiden etwas älter sind. Jetzt gerade (die Kids sind 2 und 4) muss ich’s nicht übertreiben – denn ich liebe es eigentlich, mit Wein zu kochen…

  5. Irene 14. Januar 2013 um 08:58 Uhr - Antworten

    Ok, deine sind auch ein bisschen jünger. Unsere 5,6 und gerade 10 schmecken wenn es zuviel ist. Jedoch köcheln Saucen ja auch und für mich ist der Alkohol Gehalt danach vertretbar. Jedoch, und so soll es sein, gibt es weder richtig noch falsch und viele Wege und Meinungen 🙂 probieren eure kleinen alles was du kochst resp verbloggst, oder braucht es auch bei euch Alternativen? Denn manchmal sitze ich doch etwas in der Zwickmühle 🙂
    Grüessli

    • Uwe 14. Januar 2013 um 21:18 Uhr - Antworten

      Mein kleiner Sohn (2) ist sehr resolut und probiert nahezu alles. Meine Tochter (4) ist da deutlich wählerischer und lässt das eine oder andere durchaus weg. Generell koche ich selten Alternativen, ich versuche schon, die Familie an „meine“ Küche zu gewöhnen. Die ganz krassen Sachen mache ich dann manchmal aber auch nur für Sonja und mich, oder wenn Gäste kommen.

  6. Irene 15. Januar 2013 um 09:32 Uhr - Antworten

    ja so sind die Kinder verschieden, zudem sind das auch Phasen (wobei das Wort schon eher negativ belegt ist) die sich dauern wieder ändern. Ich koche auch keine Alternative, plane aber die spezielleren Gerichte so das es meistens eine Beilage hat wie Reis oder Teigwaren, dazu etwas Rohkost und sie haben auch *vernünftig* gegessen. Jedoch ist es auch immer etwas eine Gratwanderung, vorallem bei der Grossen und beim Junior, die mögen meistens das Neue und versuchen eher wenn es nicht zu umschiffen ist. Die Mittlere war und ist eine spezieller Esserin, die riecht und weiss dann ob sie es mag oder nicht.
    Merci für die Auskunft
    Alles Liebe
    Irene

  7. Vidamo 18. Februar 2013 um 16:25 Uhr - Antworten

    Bin vor einer Woche eher per Zufall auf dein Rezept gestoßen und muss sagen, dass ich absolut besgeistert bin. Als echter Whisky und Krabbenliebhaber eigentlich das perfekte Rezept für mich. Insbesondere das Rauchige des Whiskys fand ich wunderbar!
    Vielen Dank dafür.

    • Uwe 19. Februar 2013 um 09:28 Uhr - Antworten

      @Vidamo: Danke, das freut mich sehr, wenn’s geschmeckt hat!

Hinterlassen Sie einen Kommentar