Negroni

2018-09-26T10:51:20+00:001. März 2011|11 Kommentare

Der Negroni gilt mit seiner harmonischen Kombination von Wermut und Campari als der klassische Aperitif-Cocktail schlechthin.

Ausnahmsweise spielt der Gin hier nur eine Nebenrolle, ist aber eine perfekte Ergänzung zum Wermut-Campari Duett. Er läßt sich auch leicht durch andere Basisspirituosen ersetzen. So wird mit einem 100% Agave Tequila anstatt des Gins aus dem Negroni ein Agavoni.

Die Rezeptur ist wie so oft eine gute Basis für Variationen und Experimente – und dabei zeigt sich der Negroni geradezu gutmütig:

  • Statt der klassischen 3:3:3 Mischung schmeckt der Negroni auch mit anderen Mengenverhältnissen wie z.B. 4:3:2.
  • Roter Wermut funktioniert im Negroni in den verschiedensten Sorten – von eher leichten wie Martini & Rossi bis hin zu intensiveren wie Punt e Mes oder Carpano Antica.
  • Eine Vielzahl unterschiedlicher Gins harmoniert im Negroni – egal ob Plymouth, Beefeater, Tanqueray, Hendrick’s, usw.
  • Servieren kann man den Drink auch „Up“ – also im Cocktailglas ohne Eis.

Zugegeben: Man muss Campari mögen um einen Negroni als schmackhaft zu empfinden. Die typische Bitternote ist nicht jedermanns Sache. Aber auch die kann man mit einem Spritzer Creme de Cacao geschickt umspielen – und so die Wucht des Camparis etwas versüßen.

Rezept von Forso Scarselli für den Grafen Camillo Negroni, um 1920 im Caffè Casoni in Florenz

Rezept

Zutaten für den Negroni:

  • 30 ml Gin
  • 30 ml roter Wermut
  • 30 ml Campari

Zubereitung:

(1) Alle Zutaten zusammen mit Eis ins Rührglas geben und ca. 30 Sekunden verrühren

(2) In einen mit Eis gefüllten Tumbler abseihen

(3) Mit einer Orangen- oder Zitronenzeste garnieren

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

11 Kommentare

  1. ScoutConcierge 1. März 2011 um 10:45 Uhr - Antworten

    Klinget nach einem tollen Aperitif – ich geniesse gerne mal in maßen einen Aperitif zum Essen und halte diesen fuer sehr empfehlenswert fuer jeden der es etwas herzhafter mag.

    Gruesse, euer ScoutConcierge

  2. Ulli 1. März 2011 um 11:31 Uhr - Antworten

    mein lieblings-aperitiv ist und bleibt der campari orange, aber ich werd so einen negroni mal ausprobieren, wer weiß…

    • Rufend 19. Oktober 2015 um 19:44 Uhr - Antworten

      Aperitif heißt es richtig!

  3. KochSchlampe 1. März 2011 um 11:53 Uhr - Antworten

    Grundsätzlich mag ich den Negroni sehr, aber neulich wurde er irgendwie sehr lieblos serviert… und das im Adlon. Ich war von deren Mix-Fähigkeiten slightly underwhelmed.

  4. lamiacucina 1. März 2011 um 14:02 Uhr - Antworten

    hmm. Unter diesem Titel hätte ich eine Salami erwartet…

  5. Frank 1. März 2011 um 18:20 Uhr - Antworten

    Interessant. Ich wusste bisher gar nicht, dass es auch eine Salami dieses Names gibt. Wieder etwas gelernt. Meine Erwartungshaltung beim Bestellen eines Negroni in einer Bar ändert das aber nicht 🙂

  6. Hammerfoto!

  7. Evelyn N 17. Mai 2017 um 21:17 Uhr - Antworten

    wir haben den Negroni dieses Jahr erst entdeckt und zu Hause etwas abgewandelt eingeführt:
    Nur die Hälfte Gin, sonst ist der Negroni als Aperitif schon eine wirklicher „Hammer“ und mit Yuzu-Schalen serviert. Das unvergleichliche Aroma der Yuzu, das sich mit dem roten Wermut verbindet (und hier muss es wirklich Antica Formula sein), einfach super!
    Gruß
    Evelyn

    • Uwe 30. Mai 2017 um 09:48 Uhr - Antworten

      Danke! Klingt gut, die Yuzu-Alternative…

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