Holunderpunsch mit Gin

2018-09-30T11:42:17+00:0011. Dezember 2013|3 Kommentare

Kalt? Dann hilft dagegen ganz sicher eine heiße, dampfende Tasse Tee oder ein Glas Punsch. Ob mit oder ohne Gin – der Punsch wirkt und sorgt für eine warme Seele.

Mit Gin konnte ich ja sehr, sehr lange wirklich gar nichts anfangen. Der Geschmack war mir sehr unsympathisch, viel zu künstlich, fast schon medizinisch. So kam es, dass ich jahrelang kein Glas Gin probierte, bis ich vor einiger Zeit bei Frank den einen oder anderen Gin-Cocktail genießen durfte. Seither hat sich meine Einstellung grundlegend verändert und ich gönne mir des öfteren ein Gläschen mit gutem Tonic Water und einem hübschen Stück Gurke. Ganz klassisch also.

Diesen Winter bin ich ein echter Fan von „Hot Drinks“. Ich habe vor Kurzem etwa 1,5 Liter Glühwein zubereitet und diesen in sterilisierten Flaschen aufbewahrt, um mir abends schnell und einfach einen kleinen Becher aufwärmen zu können. Der Glühwein ist nun leer: Einen guten Teil habe ich mit Freunden genossen, den anderen Teil zu einer leckeren Glühwein-Sauce in Kombination mit einer rosa gebratenen Entenbrust und Rosenkohl-Walnuss-Kartoffelstampf verarbeitet. Ich kann Dir nur empfehlen, einmal einen Schwung Glühwein zu kochen und diesen dann luftdicht abzufüllen – es ist eine wahre Freude, den guten, wohligen Geschmack zu genießen. Neben der Glühwein-Sauce habe ich noch eine Glühwein-Granita zubereitet – beide Rezepte werden diese Woche noch auf dem Blog erscheinen.

In dem wunderbaren „Winterkochbuch“ aus dem Christian Verlag habe ich beim Durchblättern diesen Holunderpunsch mit Gin gefunden. Dafür nimmst Du einfach ein wenig Holunderblütensirup, etwas frischen Zitronensaft, kochendes Wasser und einen guten Schluck Gin – und fertig ist der Punsch für kalte Abende. Für den Punsch habe ich Gin verwendet, der nicht – wie sonst üblich – farblos ist, sondern durch die Zugabe von arktischen Kräutern eine satte, goldgelbe Farbe bekommt. Diese macht sich im Glas wunderbar und wärmt zusätzlich optisch. Der Gin kommt aus dem tiefen Norden Kanadas und hat ein, wie ich finde, umfangreicheres Aroma als seine klaren Gesellen.

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Im Laufe des Winters will ich mit Gin als Zutat weiter experimentieren. Neben dem Klassiker, Lachs mit Gin anstelle von Weißwein zu beizen, möchte ich mich an einem Gin-Sauerkraut mit klassischen Nürnberger Rostbratwürsten versuchen. Mal sehen, was daraus werden wird…

Rezept

Zutaten für den Holunderpunsch mit Gin (Für 2 Personen):

  • 60 ml Holunderblütensirup
  • 1 TL Zitronensaft
  • Ein paar Zesten Limettenschale
  • 1 TL Kamillenblüten, getrocknet
  • 100 ml Gin
  • Etwa 300 – 400 ml Wasser

Zubereitung:

1 Den Holunderblütensirup, die Limettenzesten, die Kamillenblüten und den Zitronensaft auf zwei Tassen verteilen.

2 Wasser aufkochen.

3 Die Tassen mit Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Dann den Gin auf die Tassen verteilen und umrühren.

Quelle: Das Winterkochbuch, Christian Verlag

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

3 Kommentare

  1. Julia 12. Dezember 2013 um 08:47 Uhr - Antworten

    Richtig medizinisch wird der Gin aber erst durch die Kamillenblüten, oder? 😉 Nee, im ernst: würdest Du beim Gin – falls kein Ugava zur Hand – einen eher milden oder würzigen nehmen für das Getränk?

    • Uwe 12. Dezember 2013 um 08:49 Uhr - Antworten

      @Julia: Der Ungava ist recht würzig, wie ich finde. Also würde ich zu einem kräftigeren greifen – vor allem weil der Holundersirup ja eher „weich“ ist.

  2. Katrin 28. März 2017 um 16:26 Uhr - Antworten

    obwohl der Winter schon vorbei ist, notier ich mir das Rezept.
    Wenn ich es ausprobiert habe, melde ich mich wieder.
    Viele Grüße

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