In Laksa steckt der Geschmack ganz Südostasiens. In Singapur zählt es zu den Nationalgerichten, und ist von diesen sicher das bekannteste.

Schon nach meinen ersten Metern auf den heißen Straßen Singapurs war mir klar, dass Laksa nicht irgendein Gericht im reichhaltigen kulinarischen Angebot des Stadtstaates ist.
Die Singapurer sind stolz auf ihre lokale Variante, die sich über viele Jahrzehnte aus den im Schmelztiegel Singapur aufeinander prallenden Kulturen formte.

Sowohl malayische, indonesische, chinesische als auch indische Einflüsse prägen nicht nur das Stadtbild, sonder auch die Esskultur. Als sich also vor dreihundert Jahren die chinesischen, indischen und indonesischen Einwanderer mit der lokalen malayischen Fischerbevölkerung vermischten, brachten sie Teile ihrer Kultur ein und formten daraus eine eigene, „Peranakan“ genannt. Das für Singapur typische Katong-Laksa war ein Ergebnis dieser frühen „Fusion Kitchen“.

Singapurs Nationalgericht: Katong-Laksa

Laksa ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Suppe auf Basis von Chili und Kokosmilch. Welche Zutaten darüber hinaus der Brühe zugesetzt und welche Einlagen zugegeben werden definiert die regionalen Unterschiede und Varianten.

Das Katong-Laksa hat eine sonnengelbe Farbe, hervorgerufen durch Brühen-Zutaten wie Chili, Kurkuma und getrocknete Shrimps. Typische Einlagen sind Reisnudeln, „Fish cakes“ und Herzmuscheln. „Fish cakes“ sind in Singapur allgegenwärtig: Sie werden aus Fisch-Farce und der Zugabe von Mehl hergestellt, zu Kugeln geformt und meistens frittiert. Die Fisch-Farce findet sich zudem auch häufig als Füllung in diversen Gemüsen wie Paprika oder Chilis, die ebenfalls frittiert oder gebraten gerne