Gewürzbananen

2018-09-28T15:32:51+00:007. Februar 2011|6 Kommentare

Nennen wir es einen spontanen Einfall. Oder Überfall. Ich trage immer noch einen Gips und bin deswegen momentan nicht allzuoft in der Küche. Ich habe mir allerdings einen Barhocker besorgt, so dass ich wenigstens ab und an eine Kleinigkeit kochen kann.

Ich begleitete gestern also meine Frau und meine kleine Tochter bei herrlichem Sonnenschein auf den Spielplatz (der ist nur 20 Meter vom Haus entfernt, da komme ich also bequem mit den Krücken hin). Dort setzte ich mich auf eine Parkbank und schmökerte in einem Kochbuch („A year in my kitchen“ von Skye Gyngell, kann ich nur empfehlen. Demnächst schreibe ich zu diesem Buch meine erste Rezension, weil es mich so begeistert). Als wir wieder zurück kamen, stapfte ich an der Küchentür vorbei – und kam nicht ganz vorbei. Ich musste einfach rein und etwas kochen. Es war Kaffeezeit, also hatte ich Lust auf etwas Süßes, am Besten so etwas wie die „Vanille-Nudeln mit karamellisierten Amaretto-Äpfeln“ von neulich.

Von einem Fischgericht hatte ich noch eine Gewürzmischung übrig, und als mein Blick dann noch auf die Bananen in der Obstschale fiel, war die Assoziation und Inspiration komplett. Früher gab es bei meiner Mutter hin und wieder Hähnchen mit einer Curry-Sauce, in die gegen Ende der Garzeit Bananen gelegt wurden. Mit Reis serviert war das ein Gericht, was ich damals schon liebte. Bananen, warm und mit einer süß-pikanten Sauce. Gewagt und sicher nicht jedermanns Geschmack. Und optisch eher etwas aus der Kategorie „Sieht komisch aus, schmeckt aber“. Trotzdem! Ich musste kochen! Und knipsen! Und es hat mal wieder gut getan.

Rezept

Zutaten für die Gewürzbananen (für 2 Personen):

  • 2 Bananen
  • 200ml Sahne
  • 1 TL Butter, kalt
  • 1 Eigelb
  • 2 TL Palmzucker
  • 2 TL Gewürzmischung (Rezept siehe unten)

Zutaten für die Gewürzmischung:

  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL schwarzer Sesam
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Kardamom
  • 1TL Pfefferkörner
  • 1cm einer frischen Zimtstange

Wer diese Gewürze nicht greifbar hat kann stattdessen auch Garam Masala verwenden, hier würde ich bei der Dosierung aber mit 1 TL beginnen.

Zubereitung der Gewürzbananen:

1 Zunächst wird die Gewürzmischung vorbereitet. Dazu alle Gewürze in einer Pfanne trocken erhitzen, bis die Gewürze zu duften und zu knacken beginnen. Achtung! Nicht verbrennen lassen! Danach alles in einem Mörser fein zermalen.

Gewürzmischung

2 In einer Pfanne den Palmzucker in der Sahne auflösen und alles langsam erhitzen. Die Gewürze zugeben und alles etwas einköcheln lassen.

3 Die kalte Butter mit einem Schneebesen unterrühren, das Ei trennen und das Eigelb ebenso unterrühren. Die Sauce sollte nun eine sämige Konsistenz besitzen.

4 Die Bananen zugeben und bei milder Hitze erwärmen, Immer wieder mit der Sauce übergießen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

6 Kommentare

  1. zorra 7. Februar 2011 um 08:30 Uhr - Antworten

    Klingt lecker! So ein Gips hat doch auch seine Vorteile, so hast du mehr Zeit in Kochbüchern zu schmöckern. Natürlich wünsche ich dir aber baldige Genesung. 😉

  2. Kirsten 7. Februar 2011 um 12:14 Uhr - Antworten

    Bananen gehören nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber das Sößchen klingt sehr lecker! Hoffentlich bist Du den Gips bald los und kannst Dich wieder voller Tatendrang in die Küche begeben 🙂

  3. Uwe 7. Februar 2011 um 13:01 Uhr - Antworten

    @zorra: Ja, das stimmt schon. Auf der anderen Seite bekommt man beim Schmökern Seite für Seite leckere Gerichte präsentiert, was den Drang zu kochen eher verstärkt…

    @Kirsten: Die Sauce war auch sehr gut und passt bestimmt zu anderen Dessert-Variationen. Ich kann mir sehr gut eine Art Kokos-Muffin dazu vorstellen. Es wird wahrscheinlich noch vier Wochen dauern, bis der Gips weg ist, und dann ist erstmal laufen lernen angesagt. Ich seh’s so: Bis dahin ist der Frühling in Reichweite, und die Frühlingsküche liebe ich. Da werde ich mich erstmal einen Tag in der Küche einsperren.

  4. Kirsten 7. Februar 2011 um 15:49 Uhr - Antworten

    Oh ja, ich kann’s auch kaum erwarten, bis es endlich wieder Frühlingsgerichte gibt – der Gedanke an grünen Spargel treibt mich jetzt schon den ganzen Winter um 🙂 Leider muss ich im März erst mal umziehen und ne Weile ohne eigene Küche auskommen, aber ich hoffe, dass ich dann auch bald in die Frühlings-Kocherei einsteigen kann…

  5. barcalex 7. Februar 2011 um 22:24 Uhr - Antworten

    Ja und wo ist da jetzt der Zucker ? Intuitiv hätt ich ein Dessert erwartet …

  6. Uwe 7. Februar 2011 um 23:08 Uhr - Antworten

    @barcalex: Palmzucker ist einiger drin…passt viel besser zum Rest…und schmeckt sehr süß…

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