Chimichurri

2018-09-30T08:53:01+00:0012. Mai 2014|12 Kommentare

Immer wenn ich in den letzten Wochen ein Rezept mit Chimichurri veröffentlichte, gab es danach einige Rückfragen was sich eigentlich genau dahinter verbirgt. Da ich Chimichurri zu meinen Lieblingssaucen zähle und sehr gerne damit koche, wird es Zeit, der Salsa mehr Platz einzuräumen.

Chimichurri ist eine argentinische Sauce, die vorwiegend zu Rindfleisch serviert wird. Die Sauce ist aber nicht nur in Argentinien bekannt und beliebt, sie ist in ganz Südamerika bis in den mittelamerikanischen Raum zu finden. In Argentinien selbst gibt es nahezu kein Asado (Grillfest) ohne die scharfe Sauce.

Wenn man nach Rezepten, oder viel mehr DEM Chimichurri-Rezept schlechthin sucht, so merkt man schnell, dass dies ein schwieriges Unterfangen ist. Es gibt nämlich unzählige Varianten, Versionen und Abwandlungen, die alle den selben Familiennamen tragen. Gemeinsam haben die Saucen meist, dass es eine dominierende Kräuterkomponente gibt und die Sauce mit Olivenöl und Essig angemacht ist. Chili ist zudem oft ein wesentlicher Bestandteil. Glaubt man der einen oder anderen Quelle, so gehören zur Ur-Variante des Chimichurri Petersilie, Thymian, Oregano, Lorbeer und Knoblauch. Die Kräuter werden gehackt und dann in Essig und Öl mariniert, etwas abgeschmeckt und anschließend über etwa zwei Wochen gelagert, bis die Marinade den Geschmack der Kräuter gut angenommen hat. Chimichurri passt zu Rindfleisch, wird aber auch gerne zu Bratwürsten oder zu Fisch und Geflügel serviert.

Die Vielseitigkeit der Sauce ist genau das, was ich neben dem frisch-scharfen Geschmack so mag. Ich habe Chimichurri bereits als Hauptbestandteil eines Burgers, als Sauce zu Fisch und natürlich als Marinade und Dip zu gutem Rindfleisch und Lamm genossen. Mein Chimichurri besteht zum Hauptteil aus Petersilie. Ich mag es jedoch, dazu noch etwas Minze und Basilikum zu mischen und den Geschmack mit Ingwer und Limettensaft noch etwas säuerlicher zu gestalten. Das sorgt speziell im Sommer für Erfrischung.

Ich kann Euch also nur empfehlen, beim nächsten Grillabend die argentinische Würzsauce auszuprobieren – es wird Euch gefallen! Zudem ist Chimichurri schnell hergestellt – die Zubereitung dauert keine 10 Minuten.

The Gaucho Burger

Rezept

Dauer: 10 Minuten

Zutaten für das Chimichurri (Als Dip für 4-8 Personen):

  • 1 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Minze
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 2 rote Chili
  • Etwas Zucker
  • Etwa 150 ml Olivenöl
  • Etwa 75 ml Essig
  • Etwa 80 ml kaltes Wasser
  • 1 Limette
  • Etwas Sojasauce

Zubereitung:

1 Petersilie, Minze, Basilikum, Knoblauchzehen, Ingwer und Chili fein hacken. Mit Zucker, Essig und Wasser vermischen.

2 Mit Limettensaft, Sojasauce sowie Salz und Pfeffer abschmecken, zuletzt das Olivenöl unterrühren bis eine Emulsion entsteht. Etwas ziehen lassen.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

12 Kommentare

  1. Peter 12. Mai 2014 um 10:55 Uhr - Antworten

    Chimichurri hat sich auch zu einer meiner Lieblingsbegleiter entwickelt – vor allem wenn es ums Grillen geht. Passt einfach nicht nur gut zu Rindfleisch, sondern auch sehr schön zu gegrilltem Geflügel. Ich habe bislang immer Zitrone statt Limette genommen, muss ich demnächst mal umstellen.

    Vor einer Weile habe ich noch etwas Rosmarin hinzugegeben, kam auch sehr gut.

    Viele Grüße
    Peter

  2. pimpimella 12. Mai 2014 um 13:08 Uhr - Antworten

    Ich liebe Deine Chimichurri.

  3. Bonjour Alsace 12. Mai 2014 um 22:01 Uhr - Antworten

    Schon beim letzten Mal, als du Lamm mit Chimichurri gezeigt hast, hat mich diese Sauce angelacht – sobald irgendwann die eigenen Kräuter gewachsen sind, wird es das geben.

    • Uwe 14. Mai 2014 um 14:10 Uhr - Antworten

      Da ich keinen eigenen Kräutergarten habe, bin ich da ein wenig unabhängiger….aber es wird Dir schmecken!

  4. Tobias 16. Mai 2014 um 17:28 Uhr - Antworten

    Da ich mittlerweile seit fast 2 Jahren in Argentinien lebe und Chimichurri mittlerweile echt überall auftaucht muss ich da zu einem Punkt mal was loswerden:

    In Argentinien hat Chimichurri niemals Chili, wenn es überhaupt leicht scharf ist, dann aufgrund des Knoblauchs, wenn der noch frisch ist.

    Ich denke das Chili irgendwo nördlicher in die Sosse reingewandert ist, aber hier habe ich noch nie ein Chimichurri mit Chili bekommen.

    Den meisten Argentiniern ist es schon zu scharf wenn ich mit ein wenig Pfeffer würze, Chili ist da undenkbar.

    Das Chimichurri mit Chili, Limette und co. trotzdem lecker ist und manchmal besser als das original, ist natürlich richtig.

  5. Nuriye 23. November 2015 um 14:09 Uhr - Antworten

    Was für einen Essig benutzt du?

    • Uwe 24. November 2015 um 11:25 Uhr - Antworten

      Das war ein Aceto Balsamico Bianco, der ist nicht ganz so sauer und etwas weicher…

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