Kürbiskernpesto

2018-09-30T08:51:53+00:001. August 2014|10 Kommentare

Jeder kennt Pesto Rosso oder Pesto alla Genovese, der Kreativität sind bei der Zubereitung der kalten Würzsaucen keine Grenzen gesetzt. Das Kürbiskernpesto verzichtet auf die Zugabe von Gemüse und fokussiert sich ganz auf das nussige Aroma.

Für das Kürbiskernpesto habe ich einfach eine gute Menge Kürbiskerne geröstet, bis diese die ganze Küche mit einem wohligen Geruch erfüllten und laut zu knacken begannen. Danach folgte das Standard-Procedere: Alle Zutaten kamen in ein hohes Gefäß und der Stabmixer erledigte elegant den Rest.

Neben Rapsöl kam noch die gleiche Menge Kürbiskernöl zum Einsatz, was dem Pesto einmal eine wunderbar dunkle Farbe und zum zweiten einen verstärkten Geschmack nach Nüssen gibt. Die Nüsse neigen dazu, Flüssigkeit quasi in nullkommanichts verschwinden zu lassen, weshalb es sein kann, dass Ihr – bei Lagerung des Pesto in einem Einmachglas – nochmals etwas Öl zugeben müsst. Ich mag es nicht, wenn Pesto im Öl schwimmt, deswegen bin ich bei den Öl-Mengen eher zurückhaltend.

Das Pesto schmeckt natürlich zu den al dente gegarten Lieblingsnudeln, machst sich aber auch super auf einem kross getoasteten Stück Ciabatta als kleines Amuse – oder als attraktiver Begleiter zu einem kalten Chardonnay an einem warmen Sommerabend. Letzten Sommer habe ich einen Kartoffelsalat mit Basilikumpesto als Vinaigrette-Ersatz veröffentlicht – auch hierfür eignet sich das Kürbiskernpesto. In diesem Fall können 3-4 EL zu einer Vinaigrette gegeben werden, um den Kartoffeln einen nussigen Geschmack zu verleihen.

Mein Pesto habe ich bisher mit einem Stabmixer zubereitet. Ich muss aber sagen, dass der Stabmixer mit den vielen Nüssen immer zu kämpfen hatte. Ein Umstand, der mit dem Thermomix einfach gelöst werden konnte: Die Messer schneiden wie ein heißes Messer durch die Butter und in wenigen Sekunden ist das Pesto fertig. Ich habe Euch Rezept-Anleitungen für beide Wege aufgeschrieben. Als Alternative zum Thermomix könnt Ihr auch einen leistungsstarken Mixer verwenden.

Rezept

Dauer: 10 Minuten

Zutaten für das Kürbiskernpesto (Für Pasta für vier Personen):

  • 100 g Kürbiskerne
  • 50 g Parmesan
  • 60 ml Kürbiskernöl
  • 60 ml Rapsöl
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz

Zubereitung mit dem Stabmixer:

1 Die Kürbiskerne in einer Pfanne trocken rösten, bis sie angenehm duften und laut zu knacken beginnen. Den Parmesan reiben. Die Basilikumblätter von den Stängeln zupfen.

2 Alle Zutaten bis auf das Salz vermischen und mit einem Stabmixer zu einer homogenen Paste verarbeiten. Abschmecken und mit heißer Pasta, die al dente gekocht wurde, servieren.

Zubereitung im Thermomix:

1 Den Parmesan in grobe Stücke schneiden und kurz bei Stufe 8 zerkleinern. Entnehmen.

2 Die Kürbiskerne 4 Minuten bei 80°C und Stufe 1 rösten, bis sie duften und knacken.

3 Alle Zutaten zugeben und 8 Sekunden bei Stufe 8 pürieren. Abschmecken.

Hinweis: Im Artikel wird das Produkt „Thermomix“ genannt und eine Zubereitungsmethode für das Gerät erklärt.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

10 Kommentare

  1. Sabine 1. August 2014 um 08:41 Uhr - Antworten

    Dein Rezept gefällt mir, denn es betont so herrlich den Nuss-Geschmack. Werde mich dann demächst mit diesem Rezept an das erste selbstgemachte Pesto herantrauen. Vielen Dank!

    • Uwe 1. August 2014 um 13:39 Uhr - Antworten

      Hallo Sabine, immer ran an den Speck! Pesto herzustellen ist wirklich SEHR einfach…und lecker!

  2. Gernekochen 2. August 2014 um 17:08 Uhr - Antworten

    Das hört sich ja mal richtig gut an! Stelle ich mir auch lecker vor zu gedünsteten Blumenkohl oder zu Hähnchenbrust…

    Werde ich mir mal merken!

    Gruß

    Benni

  3. Axel 9. August 2014 um 19:39 Uhr - Antworten

    Grad probiert, schnell umsetzbar und echt köstlich! Die Kinder mögen den nussigen Geschmack ebenso! Danke Uwe!

    • Uwe 10. August 2014 um 11:33 Uhr - Antworten

      Danke Axel, schön dass es auch die Kids gemocht haben, ist ja nicht so selbstverständlich…

  4. Thea 13. Oktober 2016 um 13:09 Uhr - Antworten

    Was ist bei Dir ein Bund Basilikum? Da gibt es krasse Unterschiede – wie auch bei anderen „Bundkräutern“. Ich finde das in Rezepten als Angabe oft verwirrend bis ärgerlich. So besteht z.B. ein Bund Petersilie im Biosupermarkt oft nur aus sechs Stängeln, während ich „beim Türken“ als Bund fast einen Brautstrauß bekomme. In den meisten amerikanischen/englischen Rezepten findet sich bei Kräutern immer mehr eine Gewichtsangabe oder – wenn es nicht zu viel ist – die Angabe „eine Handvoll“ oder die Zahl der Blätter.
    Nix für ungut. Ist nur als Anregung gedacht, weil ja nicht nur routinierte Hobbyköche nach Rezept kochen, produzieren, fabrizieren.

    • Uwe 20. Oktober 2016 um 09:01 Uhr - Antworten

      Hallo Thea, ich kann Deinen Einwand verstehen, aber hier wird es keine Gewichtsangaben geben. Ich bin dazu übergegangen, Kräuter eher in „Handvoll“ zu bemessen als sie weiter als Bund zu bezeichnen.

  5. Kirsten 29. Oktober 2016 um 14:34 Uhr - Antworten

    Hallo Uwe
    Das Rezept hört sich super an. Hast Du Erfahrung wie lange es haltbar ist?
    Liebe Grüße Kirsten

  6. SaoiAebi 20. März 2017 um 15:13 Uhr - Antworten

    Hab das Pesto auch kürzlich ausprobiert. Allerdings habe ich eine vegane Variante gemacht (also ohne Hartkäse) und dafür noch ein paar getrocknete Tomaten verwendet. War ebenfalls lecker! 🙂

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