Orangen-Sorbet mit Gin

2018-09-29T06:06:28+00:0016. November 2014|7 Kommentare

Orangenzeit. Im Radio läuft „I’m Easy“ von den großartigen „Faith no more“ während der gelbe Saft der halbierten Früchte in die Schüssel tropft und Novembersonnenstrahlen durch das Fenster dringen.

Zugegeben: Dieses Bild stellt eher meine Projektion romantisch-verklärter Idealisierung eines ruhigen Sonntagmorgens dar. Aber wer kleine Kinder hat, der weiß, dass da nix dran ist. 6:30 Uhr wecken, 7 Uhr Hunger. Massiver Hunger. 7:20 Uhr vorlesen. 7:45 Uhr spielen. Wenn mir hier „Faith no more“ „I’m easy“ entgegen flöten würde, hätte das schon etwas Therapeutisches.

Orangensaft gibt’s trotzdem. Und wenn die Weckzeit spontan um eine Stunde vorverlegt wird, dann helfen nur härtere Bandagen. Klasse Überleitung zum Gin, oder?

Im Mai hatte ich bereits ein Erdbeer-Sorbet veröffentlicht, das mit einem Schuss Sloe Gin verfeinert wurde. Das Orangen-Sorbet ist einfach herzustellen. Ihr braucht dafür nur frisch gepressten Orangensaft, etwas Zucker und ein wenig Zeit. Der Orangensaft wird mit Zucker aufgekocht und in einen Sirup verwandelt. Danach erledigt die Eismaschine ihre Aufgabe, und nach etwa 60 Minuten ist das Sorbet fertig. Minze passt dazu hervorragend, ein Esslöffel Gin reicht völlig aus, um dem Sorbet einen tollen Geschmackstwist zu geben.

Ich habe das Sorbet als Zwischengang in einem Menü serviert, quasi als Alternative zu der klassischen Zitronen-Variante. Für die winterlichen Monate könnt Ihr den Sirup noch etwas weihnachtlicher gestalten, indem Ihr beim Aufkochen Zimt und Sternanis zugebt.

Allerseits einen schönen Sonntag – ich gehe mir nun „I’m easy“ auflegen…in Dauerschleife…

Rezept

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit, etwa 60 Minuten Gefrierzeit

Zutaten für das Orangen-Sorbet mit Gin (Für 4-6 Personen als Zwischengang):

  • 500 ml Orangensaft (etwa 6 Orangen)
  • 88 g Zucker
  • Etwas Minze
  • Gin nach Belieben

Zubereitung:

1 Orangenschalen mit einem Zestenreißer abziehen. Orangen auspressen. Orangensaft mit den Schalen und dem Zucker erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Sirup durch ein Sieb passieren und erkalten lassen.

2 Den Sirup in einer Eismaschine etwa 45 bis 60 Minuten zu einem crèmigen Sorbet gefrieren, in Gläser füllen, mit Minze dekorieren und je einen EL Gin zugeben. Sofort servieren.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

7 Kommentare

  1. Kerstin 17. November 2014 um 11:00 Uhr - Antworten

    Lieber Uwe – dieses Schicksal teile ich mit dir! Lass uns bald mal zusammen den Gin aufgießen!

  2. Oliver 17. November 2014 um 11:41 Uhr - Antworten

    So ein tolles Sorbet geht einfach immer. Besonders die Idee, Sternanis und Zimt für die Weihnachtszeit dazu zu geben, gefällt mir richtig gut. Nur blöd, wenn die Eismaschine den Geist aufgegeben hat. Aber ich denke, ich lasse mir einfach vom Nikolaus eine neue schenken. 😉

    Viele Grüße Oliver

  3. Petra 6. Dezember 2014 um 22:30 Uhr - Antworten

    Dieses Orangensorbet mit Minze und Gin ist einfach zu köstlich. Haben es gerade nach unserer Nikolausgans mit Rotkohl, Kartoffelklößen und Maronen als Dessert genossen und was soll ich sagen, es nimmt dem Gericht die Schwere und die leichte bittere Note kitzelt den Gaumen. Eine in der Runde meinte sogar: Jetzt könnte ich glatt noch eine Gans essen! Herzlichen Dank Uwe für dieses geniale Rezept.

    • Uwe 8. Dezember 2014 um 05:48 Uhr - Antworten

      Oh! Danke, Petra! Meinen Gästen hat das Sorbet damals auch sehr gemundet, ich habe es als klassischen Sorbet-Zwischengang serviert gehabt.

  4. Christine 4. Februar 2016 um 16:54 Uhr - Antworten

    Bin gespannt, habe mich EXACT an 88 Gramm Zucker gehalten!!! Brauch es Samstag als Zwischengang. Blamier mich nicht
    Ich liebe deine Seite

    Christine

    • Uwe 5. Februar 2016 um 09:37 Uhr - Antworten

      Haha! Ja, die 88 g sind EXTREM wichtig! 😀
      Gutes Gelingen! 🙂

  5. Christine 15. Februar 2016 um 18:18 Uhr - Antworten

    Heute zum dritten Mal gemacht- solange die Orangen noch so viel Aroma haben. Als Zwischengang erfrischend und seeeeehr wohlschmeckend! Danke

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