Wirsing-Bulgur-Rouladen mit Mandelschaum und Kartoffelstampf

2018-09-19T11:47:05+00:0023. Februar 2015|4 Kommentare

Wirsing ist neben Rosenkohl mein Lieblingswintergemüse. Als Alternative zu den bekannten Krautwickeln kann mit Wirsing eine schöne Variante des Gerichts gezaubert werden.

Habt Ihr das Foto gesehen? Ja, habt Ihr – schließlich ist es das Erste, was von einem neuen Artikel auf dem Blog zu sehen ist. Dann ist Euch bestimmt auch aufgefallen, dass der Wirsing etwas gut gebräunt zu sein scheint – und damit sind wir auch schon beim Thema.

Eigentlich wollte ich das Bild nicht veröffentlichen, da der Wirsing einfach zu lange im Ofen war. Der Wirsing hatte auch ganz lange eine knackige grüne Farbe, bis meinen beiden kleinen Kindern mit Ablauf der Garzeit ein kleines Malheur passierte und ich 10 Minuten abgelenkt war – in diesem Fall 10 Minuten, die über ein wunderbar knackiges Grün oder ein eher hmmmgrnnnaaaagrml nicht so schönes Braun entscheiden. Aber so ist es eben – nicht alles ist perfekt planbar. Da das Gericht selbst aber wirklich lecker war, wollte ich es Euch nicht vorenthalten, Ihr werdet mir die leichte Verfärbung verzeihen, oder?

Ich habe für dieses Rezept Bulgur mit Zwiebeln, Knoblauch und Hackfleisch gemischt, damit Wirsingblätter gefüllt und im Ofen gebacken. Gebt schon beim Einkaufen gut darauf Acht, dass der Wirsing nicht zu groß ist und die Blätter schön rund sind, dadurch werden die Rouladen schöner und lassen sich auch leichter füllen.

Der Clou an dem Rezept ist der Mandel-Schaum. Dieser sorgt dafür, dass das Gericht nicht zu trocken wird (wobei das nur problematisch ist, wenn man die Rouladen zu lange im Ofen belässt). Der leichte Mandel-Geschmack passt wunderbar dazu. Einfach ein leckeres Wintergericht.

Rezept

Dauer: Ca. 90 Minuten

Zutaten für die Wirsing-Rouladen mit Mandel-Kartoffelstampf (Für 4 Personen):

  • 1 Wirsing, nicht zu groß
  • 100 g Bulgur
  • 400 g Rinderhack
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 Champignons
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 50 g Haselnüsse
  • Etwas Butter
  • 50 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Für den Kartoffelstampf diesem Rezept folgen
  • 50 g Mandelplättchen

Für den Schaum:

  • 50 ml Milch
  • 50 g Mandelplättchen
  • Salz

Zubereitung:

1 Kartoffeln kochen.

2 10 äußere Wirsingblätter abtrennen und waschen. In Salzwasser 3 Minuten blanchieren. Die Haselnüsse grob hacken und trocken rösten, bis sie goldgelb sind und duften. Die roten Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Champignons putzen und dünn schneiden. Die Hälfte der Champignons hacken, die Petersilie ebenfalls.

3 Den Bulgur mit heißem Wasser begießen und 10 Minuten quellen lassen. Die Mandeln trocken rösten und die Hälfte der Mandeln in die Milch geben.

4 Die Zwiebeln und den Knoblauch sowie die gehackten Pilze in etwas Butter glasig dünsten. Anschließend das Hackfleisch zugeben und anbraten. Alles mit dem Bulgur und der Hälfte der Petersilie vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Nun die Wirsingblätter mit der Hack-Bulgur-Mischung füllen, Blatt einschlagen, seitlich einklappen, aufrollen und ggf. mit Zahnstochern fixieren.

6 Eine ofenfeste Form mit Butter fetten, die Rouladen hineinlegen. Den Parmesan darüber reiben und bei 200°C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

7 Derweil das Kartoffelpüree nach diesem Rezept herstellen. Einzige Änderung: Die Hälfte der Mandeln trocken rösten und unter das Pü mischen.

8 Milch erhitzen, durch ein Sieb passieren, leicht salzen und aufschäumen.

9 Kartoffelpüree anrichten, eine Roulade aufschneiden und die beiden Hälften anrichten. Mit Petersilie und Haselnüssen bestreuen und etwas Mandelschaum zugeben.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

4 Kommentare

  1. Petra aka Cascabel 23. Februar 2015 um 11:46 Uhr - Antworten

    Für uns darf es gerne Wirsing mit Röstaromen sein! Gefällt mir sehr gut – und beim KaPü folge ich lieber dir als der extrem „feinen“ Konsistenz von Robert.

  2. Nadine 28. Februar 2015 um 13:01 Uhr - Antworten

    Das ist nicht nur Essen sondern auch Kunst :). Sieht sehr sehr lecker aus! Bei mir sieht das Essen nie so schön aus.

  3. Noko 31. Mai 2015 um 12:58 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für dieses geniale Rezept. Wir haben es gestern gekocht und sind total begeistert vom Zusammenspiel der Zutaten. Sehr sehr lecker.
    Gruß! Noko

    • Uwe 8. Juni 2015 um 11:50 Uhr - Antworten

      Oh das freut mich, denn das Rezept fand ich selbst wirklich auch ganz, ganz lecker!

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