Wenn im März und April der Bärlauch sprießt, so ist das nicht nur ein untrügliches Zeichen für den Frühlingsbeginn, sondern auch der Start in die „Einmachsaison“. Vorräte wollen über das Jahr wieder befüllt werden.

Aus Bärlauch stelle ich meist Bärlauchpesto und Bärlauchkapern her, wobei letzteres eine größere Bedeutung für meine Küche hat.

Ich benutze die Bärlauchkapern zum Würzen und Verfeinern von Gerichten, wie z. B. der Jakobsmuschel mit Rosinen-Kapern-Gel und Blumenkohl. Da diese Gerichte oft Teil meiner Supperclubs sind, produziere ich jedes Jahr etwa 3-4 Gläser der Kapern – je nachdem, wie gut ich an Bärlauchknospen komme.

Wichtig ist dabei, ungeöffnete Bärlauchknospen zu verwenden. Diese koche ich kurz in einer Essiglake auf und gebe die anschließend in sterilisierte Einmachgläser. Saubere Arbeitsweise ist hier wie immer beim Einmachen äußerst wichtig, so dass keine Keime in das Glas gelangen.

Wie Bärlauchkapern verwendet werden können:

  • Wie Oliven als Teil des Antipasti-Tellers
  • Als Topping auf Salami- oder Chorizo-Brote
  • Zum „klassischen“ Tatar
  • Zu Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten
  • Zu deftigen Salaten (z. B. mit Oliven, Sardellen und Pepperoni)
  • Zu Tomaten-Pasta (z. B. Tomatensauce, Sauce alla puttanesca, …)

Rezept

Dauer: ca. 20 Minuten

Zutaten für die Bärlauchkapern:

1 Tasse Bärlauch-Knospen
125 ml Weißwein-Essig
1 TL Zucker
Salz

Zubereitung:

1 Die Bärlauch-Knospen waschen.

2 Den Essig mit dem Zucker vermischen, wiegen und 2% des eigenen Gewichts an Salz zugeben. Aufkochen, dann die Knospen zugeben und kurz aufwallen lassen.

3 Knospen samt Lake in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Mindestens vier Wochen ziehen lassen.

Hinweis zur Haltbarkeit: Bei sauberer Arbeitsweise sollten die Bärlauchkapern etwa sechs Monate haltbar sein. Ich hatte auch Gläser, die nach einem Jahr noch gut waren – wie immer gilt hier genaues Probieren.