In meiner Kindheit gehörte Wirsing beileibe nicht zu meinen Lieblingsgerichten. Zumeist gab es das Gemüse in einer Béchamel-Sauce als Beilage zu Fleischküchlein.

Heute mag ich Wirsing sehr gerne, am liebsten noch mit Biss, kurz gedämpft oder gedünstet. Am liebsten war mir in den letzten Jahren ein Wirsing mit Kimchi-Aromen, ohne jedoch die milchsaure Gärung zu starten. Dafür mariniere ich den blanchierten Wirsing mit Piment d’Espelette, Knoblauch, Zucker und Salz. So entsteht eine tolle Beilage zu Fisch und Fleisch.

Für dieses Rezept dämpfe ich den Wirsing lediglich, auch hier ist das Ziel, dass der Wirsing einigermaßen knackig bleibt. Nach dem Dämpfen nappiere ich ihn lediglich mit einer Sauce aus Maronen, Räuchertofu und Appenzeller Käse, einem würzig-sämigen Gemisch für kalte Herbstabende.

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten (für 4 Personen):

1 kleiner Wirsing
100 g Maronen, gekocht
100 g Räuchertofu
50 g Appenzeller Käse
200 ml Sahne
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
Olivenöl
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Blätter des Wirsings abtrennen und waschen. Den Strunk entfernen. Die Blätter in Stücke reißen. Die Stücke in einem Dampfgarer bei hoher Feuchtigkeit und 100°C für 25 Minuten garen.

2 Währenddessen die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch hacken. Den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden. Die Maronen grob hacken. Den Appenzeller grob reiben.

3 Die weißen Stücke der Frühlingszwiebeln und den Knoblauch in etwas Olivenöl glasig dünsten. Räuchertofu, Maronen und Sahne zugeben, aufkochen und etwas eindicken lassen. Den Appenzeller unterrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Den Wirsing aus dem Dampfgarer holen und mit der Sauce nappieren.

Quelle

Christian Mittermeier, AEG Geschmackssachen