Thüringer Burger

2018-09-18T12:19:57+00:0012. Januar 2015|14 Kommentare
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Montag. Damit der Wochenstart ein wenig erträglicher wird, habe ich heute einen Burger für Euch. Der Thüringer Burger ist ein saftiges, aromatisch-deftiges Geschmackserlebnis, das sich wunderbar unter dem Etikett „Wintergrillen“ eingruppieren lässt.

Dass bei mir das ganze Jahr Grill-Saison ist, habe ich ja an vielen Stellen schon erwähnt. Ich grille also im Dezember ab, nur um im Januar wieder anzugrillen. Ich kann es wirklich nicht verstehen, warum so viele Leute den Grill im Winter einmotten, entgehen einem doch viele saisonale Köstlichkeiten. Nun gut, mir leuchtet ein dass es per se mehr Freude zu bereiten scheint, im T-Shirt mit einem eiskalten Bier bei 30 °C in der Sonne zu stehen. Aber ehrlich: Am Grill ist es warm und kaltes Bier gibt’s im Winter auch. Oder ersatzweise warmen Tee. Glühbier. Glühwein. Punsch. You get it.

Und habt Ihr schon einmal gegrillten Rosenkohl probiert? Dafür steckt Ihr einfach 5-6-7 Rosenkohlröschen auf einen Schaschlik-Spieß, und grillt den Spieß so lange, bis die äußeren Blätter ganz schwarz sind. Diese werden entfernt und darunter verbirgt sich ein höchst aromatisches Innenleben, das wunderbar mit ein paar Flocken Murray River Salt Flakes zu einem schönen Steak passt.

Aber ich schweife ab, denn heute geht’s nicht um Rosenkohl, sondern um den Thüringer Burger. Die Thüringer Tourismus GmbH kam vor Weihnachten mit der Frage auf mich zu, wie Thüringen schmecke – und ich habe gerne eingewilligt, mit ein Rezept auszudenken, das für mich die Thüringer Küche transportiert und diese auch ein wenig neu interpretiert.

Wenn ich an Thüringer Küche denke, fallen mir spontan drei Dinge ein: Klöße, Sauerkraut und Bratwürste. Drei Dinge, die wir Franken ja steif und fest behaupten, am besten zu können. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich bereits eine Thüringer Sauerkrautsuppe zubereitet, die an kalten Tagen ein wirklicher Herzenswärmer ist, wie übrigens viele Rezepte auf dem gleichnamigen Blog der Thüringer Tourismus GmbH.

thueringer-sauerkrautsuppe

Mein Augenmerk fiel also schnell auf die Thüringer Rostbratwürste, und wo Bratwurstbrät ist, sind Burger nicht weit. Deswegen habe ich heute den Thüringer Burger für Euch: samtig-weiche Brioche Burger Buns treffen auf eine würzige Senf-Mayonnaise mit Majoran (Achtung, schlechtes Wortspiel: an die Mayo muss Majoran), einem saftigen Patty aus dem Brät der Thüringer Rostbratwurst, mit Apfel und Zwiebel verfeinert, und zum Abschluss ein leckerer Krautsalat, der die Elemente geschmacklich verbindet.

Bratwürste eignen sich hervorragend als Patty-Grundlage, denn Würste haben meist schon von Haus aus ein sehr gut balanciertes Verhältnis aus Fett- und Fleischanteil. Zudem sind Würste oft schon gut und ausgewogen gewürzt, so dass fast kein Eingriff mehr nötig ist. Ich wollte eine frischere Komponente im Patty haben und habe daher kleine Apfelstückchen zugegeben, was das Fleisch noch saftiger werden lässt.

Schnappt Euch also den Grill und ein leckeres Schwarzbier, schwingt Euch in die warmen Jacken und Mützen und nach 7 Minuten grillen dürft Ihr schon wieder zurück ins Warme, wenn die Pattys fertig gegrillt auf dem Bett aus Salat und Krautsalat Platz nehmen.

Wenn es Euch interessiert, wie meine lieben Blog-Kollegen Meeta, Eva, Jeanne und Sandy die Frage „Wie schmeckt Thüringen?“ beantwortet haben, so lohnt sich ein Blick…

Schöne Woche!

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten für die Burger, ca. 4 Stunden für die Brioche Burger Buns inkl. Gehzeiten

Zutaten für den Thüringer Burger (Für 4 Burger):

  • 4 Brioche Burger Buns
  • 680 g Thüringer Rostbratwurst (Entspricht ca. 7 Würsten)
  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • Ein paar Salatblätter

Für die Senf-Mayonnaise:

  • 2 EL grobkörniger Senf
  • 4 EL Mayonnaise
  • 1 EL gehackter frischer Majoran

Für den Krautsalat:

  • 1 kleiner Spitzkohl
  • 2 TL Schwarzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Rapsöl
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL Zucker
  • 1 Handvoll Majoran

Zubereitung:

1 Die Brioche Burger Buns zubereiten.

2 Für den Krautsalat den Spitzkohl halbieren und den Strunk entfernen. Den Kohl mit einer Mandoline in dünne Streifen schneiden. Den Kohl mit Salz, Pfeffer, Zucker, Öl und Essig abschmecken. Majoran hacken und mit dem Schwarzkümmel untermischen. Wenn es zeitlich geht, gekühlt 2-3 Stunden ziehen lassen, dabei immer wieder umrühren.

3 Für die Pattys das Bratwurstbrät aus den Thüringer Rostbratwürsten in eine Schüssel geben. Den Darm wegwerfen. Den Apfel und die Zwiebel schälen und fein hacken. Mit dem Brät vermischen. Aus dem Brät 4 Burger-Pattys formen.

4 Die Mayonnaise nach diesem Rezept herstellen. Mit dem Senf und Majoran vermischen und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Den Grill vorheizen und die Pattys von beiden Seiten etwa 3-4 Minuten bei 200°C grillen. Nach dem Wenden die Brioche Burger Buns aufschneiden und kurz auf der Schnittfläche auf dem Grill toasten.

6 Etwas Senf-Mayonnaise auf dem Bun verteilen, Salat darauf, das Patty darauf und zuoberst den Krautsalat und einen Klecks Senfmayonnaise anrichten.

Werbehinweis: Der Artikel wurde im Auftrag der Thüringer Tourismus GmbH geschrieben. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen. Im Artikel wird die Webseite der Thüringer Tourismus GmbH mehrfach genannt und verlinkt.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

14 Kommentare

  1. Ylva 12. Januar 2015 um 10:17 Uhr - Antworten

    Hammer gut! Ich liebe es ja Wurstbrät für andere Sachen (Fleischbällchen… hach!) zu verwenden. Auf die Idee damit einen Patty zu machen bin ich bisher aber noch nicht gekommen. Muss ich probieren! 🙂
    Liebe Grüße,
    Ylva

    • Uwe 12. Januar 2015 um 10:37 Uhr - Antworten

      Huhu Ylva, 🙂 Dabei liegt das so nahe, denn das Wurstbrät ist in der Regel toll abgeschmeckt und durch einen hohen Fettanteil auch sehr saftig.

  2. Jens 12. Januar 2015 um 13:29 Uhr - Antworten

    Uwe,

    wie meinst du das? Erträglicher machen? Schonmal drüber nachgedacht, dass wenn du mir so ein geiles Teil vorsetzt und ich da nicht unverzüglich reinbeißen kann, mein Montag noch beschissener wird?
    Toll. Jetzt sitz ich hier, hab Speichel auf der Tastatur und will einfach nur nach Hause (und aufm Weg ein paar Thüringer kaufen natürlich).

    Nörgelnde Grüße
    Jens

    • Uwe 13. Januar 2015 um 23:30 Uhr - Antworten

      Äh. Sowarsnichtgemeintjens. Ich dachte, dass….wenn…Motivation….Ablenkung….ach, vergiss es. Tut mir leid (Wird aber wieder vorkommen!)! 😀

      • Jens 16. Januar 2015 um 11:37 Uhr - Antworten

        Passt schon Uwe. Alles super. Nur meine Tastatur funktioniert nicht mehr so richtig gut 😉

        Hab übrigens am gleichen Abend noch Bratwurstbrät als Hackbällchenersatz in meine Pho Suppe gekrümelt. Hast mich in dem Punkt auf jeden Fall inspiriert (mal wieder …)

        • Uwe 16. Januar 2015 um 11:57 Uhr - Antworten

          Du, ich hab den Kommentar schon richtig verstanden 😉 Wie gesagt: Wird wieder vorkommen! Hab ein feines Wochenende!

  3. Danii 12. Januar 2015 um 19:17 Uhr - Antworten

    Lecker, lecker ich nehme das Brät immer, wenn ich schnelle Fleischbällchen brauche aber Deine Idee hat was. Wir braten (grillen) ja auch das ganze Jahr, da muss ich das unbedingt mal ausprobieren aber erst werde ich die Burgerbrötchen backen, denn als Thüringerin komme ich an die Würste jederzeit ran.
    Viele Grüße Danii

    • Uwe 12. Januar 2015 um 23:01 Uhr - Antworten

      Huhu Danii, viel Spaß dabei und lass‘ Dir die Buns schmecken!

  4. Kai 13. Januar 2015 um 14:03 Uhr - Antworten

    Wow, dieser T(hüringer)-Burger sieht ja super saftig und zum Reinbeißen aus! Da bekomme ich ja gleich Speichelfluss wie ein T-Rex beim Anblick eines Hadrosauriers.
    Viele Grüße!
    Kai

    • Uwe 13. Januar 2015 um 20:20 Uhr - Antworten

      Hey Kai, schönes Bild, so anschaulich! Schön, dass Dir der Burger gefällt!

  5. Carolin 14. Januar 2015 um 22:22 Uhr - Antworten

    Das klingt ja echt lecker! Krautsalat auf Burgern mag ich eh sehr gerne und die Idee das Brät zu nutzen, gefällt mir sehr!
    Liebe Grüße!

    • Uwe 15. Januar 2015 um 09:58 Uhr - Antworten

      Du kannst Würste so auch einfach „pimpen“ – Brät aus dem Darm holen und mit Gewürzen, Obst oder anderen Zutaten verfeinern. Daraus lassen sich dann entweder Buletten oder mit Hilfe eines Schweinenetzes wieder „Würste“ herstellen, die einen individuellen Geschmack haben.

  6. benny 12. November 2016 um 13:07 Uhr - Antworten

    Sieht super lecker aus. Bin auf dein Rezept gestoßen, weil ich in Brandenburg ein Burger-Restaurant kenne, dass auch einen Burger mit Bratwurst-Patty führt und das mal nachmachen wollte. Werde mich gleich mal am Buns backen versuchen. Dort gibt es neben dem Kraut und dem Bratwurst-Patty auch noch ein Spiegelei auf den Burger. Das passt super. Nur so als Anregung.

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