Maronen-Suppe mit Rosenkohl und Champignons

2018-09-29T07:50:24+00:005. Dezember 2012|8 Kommentare

Geht man in den Wintermonaten durch die Einkaufsstraßen Nürnbergs, so stehen an vielen Ecken Maroni-Männer und –Frauen, die lauthals ihre Ware anpreisen. Sobald ich den ersten Maroni-Mann entdecke, werde ich daran erinnert, Maronensuppe zuzubereiten.

Maronen zubereiten ist ein fieses Geschäft – wenn man denn die kleinen Dinger in ihrer harten Schale kauft und selbständig durch der eigenen Hände Arbeit an den Kern vordringen will. Ich habe – nach einem umfangreichen Feldversuch letztes Jahr – die verschiedenen Methoden in dem Artikel Maronen zubereiten zusammengefasst. Wenn ich nicht muss, löse ich sie nicht mehr selbst aus der Schale, sondern versuche, gute Ware vakuumverpackt zu kaufen.

Rosenkohl und Champignons – mit ein paar selbst gemachten Schwarzbrot-Croutons – passen hervorragend zu der leicht süßen Maronensuppe. Die Süße wird durch die Portwein-Reduktion mit Puderzucker leicht verstärkt und bildet einen angenehmen Gegenpart zum leicht bitteren Geschmack des Rosenkohls.

Die Champignons sollten wie immer nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden, da sie sich sonst mit Wasser vollsaugen und nicht angebraten werden können (das Wasser landet dann in der Pfanne, die Champignons matschen und man hat eine undefinierbare Siffe). Ich habe sie mit wenig Butter recht scharf gebrutzelt, bis sie eine goldbraune Farbe nehmen und angenehm duften.

Den Rosenkohl bitte nicht zu lange garen oder gar blanchieren – er darf ruhig noch Biss besitzen. Etwas Salz darüber, fertig.

Maronen-Suppe mit Rosenkohl und Champignons

Rezept

Zutaten für die Maronensuppe mit Rosenkohl und Champignons (für 4 Personen):

  • 400g Maronen
  • 8 Rosenkohlröschen
  • 6-8 braune Champignons
  • 1 TL Puderzucker
  • 50ml Portwein
  • 800ml Fleischbrühe
  • 200ml Sahne
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 Msp. Orangenschale
  • 30g kalte Butter
  • Etwas Piment d’Espelette
  • 1 Scheibe Schwarzbrot

Zubereitung:

1 Die Blätter der Rosenkohlröschen abzupfen. Die Champignons putzen und vierteln. Das Schwarzbrot in kleine Würfel schneiden. 50g der Maronen würfeln und beiseite stellen. Den Rest der Maronen fein hacken.

2 Den Puderzucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Portwein ablöschen. Aufkochen, und etwa auf die Hälfte der Flüssigkeit reduzieren lassen. Die gehackten Maronen, die Fleischbrühe und die Sahne zugeben, aufkochen und mit einem Stabmixer pürieren. Das Vanillemark und die Orangenschale zugeben. Zuletzt die Suppe mit der kalten Butter etwas aufmixen. Mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken.

3 Etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Schwarzbrotwürfel langsam schön kross ausbacken.

4 In einer weiteren Pfanne die Pilze in wenig Butter anrösten, bis diese goldbraunwerden. Salzen und aus der Pfanne nehmen. Butter zerlassen und die Rosenkohlblätter kurz unter Wenden anbraten. Abschmecken.

5 Die Suppe kurz vor dem Servieren nochmal mit dem Pürierstab aufschäumen. Champignons, Rosenkohl und Schwarzbrotwürfel anrichten und servieren.

Inspiration: Alfons Schuhbeck, Meine Küche der Gewürze

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

8 Kommentare

  1. Tina@Foodina 5. Dezember 2012 um 18:24 Uhr - Antworten

    Mhm, das Rezept kommt mir grade recht. Wir machen mit Freunden vor Weihnachten einen Kapaun und sprachen schon über ein Maronensüppchen oder doch lieber was mit Pilzen. Du hast uns die Entscheidung abgenommen 😉

    • Uwe 5. Dezember 2012 um 19:52 Uhr - Antworten

      Schön! Bin gespannt, wie’s Euch schmeckt!

  2. pimpimella 11. Dezember 2012 um 05:08 Uhr - Antworten

    Köstlich Uwe! Ich liebe Maronen in jeder Form!

  3. Daniela 12. Januar 2015 um 19:24 Uhr - Antworten

    Soeben komplett verputzt

    • Uwe 12. Januar 2015 um 23:02 Uhr - Antworten

      So muss das sein 🙂

  4. Maren 20. Oktober 2015 um 07:18 Uhr - Antworten

    Guten Morgen, Uwe,

    Ich bin eben durch deine „Metternichs“ maronensuppe über diese gestolpert, welche sich genauso toll liest.
    Ich erlaube mir eine Frage:
    Rohe Maronen, oder vorgegarte ?????

    Würde diese gerne am Samstag zubereiten 😉

    liebe Grüße aus Hamburg
    Maren

    • Uwe 20. Oktober 2015 um 10:23 Uhr - Antworten

      Hallo Maren, ich nehme oft vorgegarte Maronen, weil es schneller geht und einfacher ist. Grüße!

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