Currys bereite ich sehr selten zu, esse sie aber unglaublich gerne. Das Dum Ka Murgh ist würzig-säuerlich, fix zubereitet und genau das Richtige für einen Herbstabend.

Was für europäische Ohren ein wenig befremdlich klingt, heisst übersetzt in etwas so viel wie „geschmortes Huhn in einer würzigen Sauce“. Nun, dass es etwas würziger wird, hättest Du Dir wahrscheinlich auch so denken können, schließlich wage ich mich heute kulinarisch mal wieder in indische Sphären. Und dass dort die Tendenz eher zu würzigen Gerichten als harmoniesüchtigen Umami-Brutzeleien geht, ist auch keine Weltneuheit.

Das heutige Rezept hört also, wie schon erwähnt, auf den wohlklingenden Namen „Dum Ka Murgh“ und liest sich wie eine kleine Inventarliste meines Gewürzregals. Das ist weiter nicht verwunderlich, denn die indische Küche lebt von genau dieser Vielfalt und einer Unzahl von Gewürzmischungen, den Currys. Für das Dum Ka Murgh wird das Hühnchen zunächst in nicht zu kleine Stücke geschnitten und anschließend mehrere Stunden mariniert. Die Marinade besteht dabei aus einem Gemisch aus Joghurt, Salz, Mandeln, Knoblauch, grünen Chilis, Kurkuma und Zwiebeln. Am besten lässt Du das Hühnchen über Nacht im Kühlschrank marinieren, damit die Aromen gut einziehen können.

Gewürzfeuerwerk

Danach geht das Kochen erst los: Du brätst das Hühnchen samt Marinade in Öl in einer Pfanne langsam an, gibst dann etwas Wasser dazu und schmorst das Huhn etwa 30 bis 40 Minuten in der Sauce. Am Ende der Garzeit kommen Zimt, Kardamom, Nelken und Kümmel dazu, ein Schuss Zitronensaft sorgt für die nötige Säure.