Es haben mich unter der Woche ein paar Zuschriften mit der Rückmeldung erreicht, meine Essenspläne wären sicherlich nicht kompatibel mit einem Vollzeitjob.

Abgesehen davon, dass ich die Pläne als eine Art Inspirationsbuffet betrachte, von dem sich jeder nehmen kann, was anspricht und liegen lässt, was gerade keinen Gefallen findet, spiegelt das für mich ein Grundproblem in unserer Gesellschaft wieder: Die Zeitfenster für das Kochen unserer eigenen Mahlzeiten werden immer kleiner, die Priorität sinkt, die Nahrungsaufnahme wird zwischen die allgemeine Terminflut gequetscht und wie eine Aufgabe abgehakt.

Das ist nicht meine Philosophie.

Ich möchte mir Zeit nehmen, um frisch zu kochen. Ich möchte mich und meine Familie gut ernähren. Ich habe Lust auf das Kochen. Deswegen räume ich diesem pro Tag Zeit ein, trotz Vollzeitjob und gerade wegen meiner Familie. Zeit ist für mich persönlich kein Argument, um die eigene Ernährung zu vernachlässigen oder die Hoheit darüber aus der Hand zu geben. Das heißt übrigens nicht, dass es bei mir nicht auch einmal etwas Schnelles gibt, an stressigen Tagen plane ich genau solche Speisen ein. Planung, Vorbereitung und vorausschauendes Handeln erleichtern das Kochen ungemein.

Und deswegen