„Waldbaden“ ist ja eines dieser Worte mit einer besonders großen Ausdrucksstärke. Wir mögen Spaziergänge im Wald sehr gerne und nutzen diesen als Ruhepol und Kraftort.

Gerade lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden! Ich empfehle Dir, für das Wochenende einen Waldspaziergang zu planen, ausgestattet mit ein paar Tupperdosen.

Denn im Wald findest Du momentan reife Felsenbirnen, Walderdbeeren und die ersten Waldheidelbeeren. Hier und da spitzen schon die ersten reifen Himbeeren durch das Blättergrün, und die ersten Stachelbeeren sind auch reif.

Mit Felsenbirne, Heidelbeeren und Walderdbeeren mache ich mir einen Joghurt, in den ich ein wenig Erdbeermarmelade rühre. Die Zitronenverbene im Garten hat gerade ganz feine, zarte, kleine Blätter, von denen ich ein paar zwischen den Beeren arrangiere. Dazu vielleicht ein kleines Gläschen Rosé, oder wer mag, einen guten Winzersekt. Fehlt nur noch der laue Sommerabend, aber wenn ich die Wetterkarte richtig lese, sollen diese nun ja kommen…

Was man nun einmachen kann

Wer Lust hat, kann sich momentan sehr gut an folgenden Dingen versuchen und die Speisekammer weiter füllen:

Mehr Anregungen findest Du in meinem Einmachkalender.

Essensplan für die Kalenderwoche 26

Montag

Mittags: Spaghetti alla Nerano
Abends: Brotzeit, dazu grünen Salat mit Radieschen und einer Rhabarber-Shrub-Vinaigrette

Dienstag

Mittags: Apfelküchle
Abends: Brotzeit, Käsekrainer mit Senf, Radieschen-Salat

Für den Radieschensalat hobele ich die Radieschen sehr fein und salze sie leicht. So lasse ich die Radieschen eine halbe Stunde ziehen, bevor ich Essig, Öl und etwas Zucker zugebe. Wer hat, mischt Schnittlauch unter, ein paar eingelegte Senfsamen passen auch gut.

Mittwoch

Mittags: Suppe aus Kopfsalat und Erbsen
Abends: Quesadillas vom Grill

Für die Suppe – frei nach Nigel Slater – dünste ich zwei Schalotten in etwas Butter und gebe dann gewaschenen und zerkleinerten Kopfsalat (400 g) dazu. Dieser fällt wie Spinat durch Hitzeeinwirkung zusammen. Sobald das passiert, gebe ich 500 g Erbsen, einen Liter Brühe (Gemüse- oder Hühnerbrühe) sowie etwas Minze hinzu, koche alles auf und lasse die Suppe bei stark reduzierter Hitze maximal 10 Minuten köcheln. Dann wandert alles in einen Hochleistungsmixer und wird feinst püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Dazu passt frisches Brot.

Donnerstag

Mittags: Zucchini mit Mandelsauce und Ras-el-Hanout
Abends: Brotzeit, Kopfsalat mit Sauerampfer, Blutampfer, Zitronenmelisse, Mangoldtrieben und Rote-Bete-Blättern

Momentan wachsen im Garten Sauerampfer, Blutampfer, Zitronenmelisse, Mangold und Rote Bete wirklich gut. Für Salate nehme ich immer wieder wenige junge Triebe und Blätter ab – ich mag den leicht bitteren Geschmack sehr. Wer die Gemüse nicht im Garten hat, wird vielleicht auf dem Markt fündig – dort haben die Bauern manchmal auch Sauerampfer im Gepäck.

Freitag

Mittags: Schweinswürste vom Spieß mit Zwiebel-Chutney
Abends: Geräucherte Forelle mit Meerrettich und selbst gemachter Remoulade

Samstag

Mittags: Pasta mit Zucchiniblüten
Abends: Brotzeit, danach Joghurt mit gesammelten Waldbeeren (Felsenbirne, Waldheidelbeeren, Walderdbeeren)

Jetzt blühen Zucchini, manchmal bekommst Du auf dem Markt kleine Zucchini, an denen noch die Blüten zu finden sind. Zugreifen! Denn die Blüten sind eine Delikatesse, die in Italien gerne mit Linguine genossen werden.

Sonntag

Mittags: Sous-vide gegarter Schweinebauch mit Molé-Sauce und salzigem Schmarrn
Abends: Brotzeit, grüner Salat mit (frischen) Erbsen

Zum Salat mit Erbsen passt eine Joghurt-Salatsauce und – wer mag – ein kräftiger Bergkäse.