Holunderblütensirup

2018-09-13T14:40:47+00:0015. Mai 2018|0 Kommentare

In Nürnberg stehen die Holunderbüsche momentan in voller Blüte. Zeit, meine Vorräte wieder aufzufüllen.

Dass ich ein weiteres Rezept für Holunderblütensirup veröffentliche, hat einen bestimmten Grund: die überwiegende Mehrheit der Rezepte beinhaltet Citronensäure, auch als Zusatzstoff E330 bekannt. Das passiert vorrangig zum Zwecke der Haltbarmachung, ist aber für den Hausgebrauch schön wegen des hohen Zuckergehalts des Sirups nicht nötig.

Citronensäure E330 ist dabei nicht ganz unbedenklich, als Komplexbildner löst sie Aluminium und erhöht dessen Aufnahme im Körper, zudem greift sie (wie alle Säuren) den Zahnschmelz an und hat möglicherweise eine schädliche Wirkung auf die Zellmembranen des Körpers*.

Wenn ich es also in der Hand habe, verzichte ich gerne auf den Zusatz der Citronensäure.

Es geht auch ohne. Wie, soll dieses Rezept zeigen.

Basis für den Holunderblütensirup ist Läuterzucker.

Läuterzucker besteht aus einem Teil Zucker und einem Teil Wasser. Die Zugabe von etwas Zitronensaft sorgt dafür, dass der Läuterzucker keine Kristalle bildet.

In den warmen Läuterzucker kommen die Holunderblüten, und zwar sehr viele davon. Auf einen Liter Läuterzucker sollten etwa 30-40 Blütendolden gerechnet werden.

Ich verwende Holunderblütensirup als Basis für Eismassen (z. B. ein Holundersorbet), für eisgekühlte Limonaden (Mischverhältnis 1:6), als Basis für ein Tonic Water, über frischen Erdbeeren. Aus den Holunderblüten lässt sich formidabel auch Saft herstellen.

Rezept

Dauer: ca. 30 Minuten Zubereitungszeit, ca. 3-4 Tage Ziehzeit

Zutaten (für 2,5 Liter):

2 L Wasser
2 kg Zucker
6 Zitronen
ca. 80 Holunderdolden
Luftdicht verschließbares Gefäß für 3 L Flüssigkeit

Zubereitung:

1 Das Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat (Ergebnis: Läuterzucker). Etwas abkühlen lassen. 4 Zitronen auspressen. Die anderen beiden aufschneiden.

2 Die Holunderblüten kurz mit kaltem Wasser abbrausen und in ein (sterilisiertes) Gefäß schichten. Dabei den Holunder immer wieder nach unten drücken. Dazwischen Zitronenscheiben einschichten. Den Läuterzucker und den Zitronensaft angießen und das Behältnis fest verschließen.

3 Nun etwa 3-4 Tage stehen lassen, dabei immer wieder schütteln.

4 Durch ein Passiertuch passieren. Den Sirup in sterilisierte Flaschen füllen.

Hinweis: der Sirup hält sich vorbehaltlich einer sauberen Arbeitsweise gut verschlossen mehrere Monate. Geöffnet innerhalb weniger Tage verbrauchen.

* Quellen: Wikipedia, dort finden sich weitere Quellvermerke.

Über den Autor:

Hallo! Schön, dass Du hier bist! Hier schreibt Uwe. Hat immer Hunger. Ist leidenschaftlicher Koch. Und Food-Aficionado. Muss sein Essen immer fotografieren. Freut sich tierisch über Kommentare!

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