Der erste Gang meines zweiten Supperclubs war ein Knoblauchsud mit ein paar Tropfen Schnittlauchöl, serviert als eines von drei kleinen Amuse Gueules.

Die Faszination an dem Knoblauchsud hatte ich bereits im Rahmen eines anderen Rezeptes geteilt: während meiner Singapur-Reise aß ich im Restaurant „Tippling Club“ bei Chefkoch Ryan Clift, der im Rahmen einer Vorspeise Muscheln mit Petersilie und einer Knoblauchsuppe servierte, die mich begeisterte.

Die scharfen Knoblaucharomen waren verschwunden, übrig blieb nur das samtig-warme Mundgefühl und ein feines Knoblaucharoma, nicht störend, nicht zu intensiv. Es hat einige Versuche gebraucht, bis ich meine eigene Rezeptur in etwa da hatte, wie ich das geschmackliche Original erinnere.

Im Wesentlichen mache ich zunächst eine Art Auszug des Knoblauchs, indem ich 15 Zehen (ja, korrekt!) in Gemüsebrühe schmore. Dadurch geht der beißende, starke Knoblauchgeschmack verloren, die feinen Aromen bleiben erhalten. Dann gieße ich gute, dicke Sahne zu und lasse die Mischung mehrere Stunden bei 60 °C ziehen.

Mehr Impressionen von meinem zweiten Supperclub finden sich hier.

Beim Abschmecken habe ich nun volle Flexibilität: entweder passt das Knoblaucharoma, oder ich püriere einzelne Zehen