HIGHFOODAILY ist eine Kolumne, die kurz und knapp Einblicke in mein kulinarisches Tagesgeschäft gibt. Was ich koche. Was ich esse. Was ich lerne. Was mich beschäftigt. Beinahe täglich. Alle Einträge >

In der Mittagspause formen sich immer wieder Kochgruppen, die ihr Mittagessen selbst zubereiten. Die Firma liegt dabei günstig, denn in unmittelbarer Nachbarschaft finden sich genug gute Einkaufsmöglichkeiten.

Seit 2009 koche ich für die Kollegen in regelmäßig unregelmäßigen Abständen ein Gericht, bei dem wahrscheinlich Italiener wie Asiaten gleichermaßen aufschreien werden. Bedenken jeglicher Art wische ich mit einem frivolen „Fusion Food!“ vom Tisch, und damit ist es auch egal, dass ich zu einer Fleischsauce falscherweise Spaghetti serviere.

Das Rezept für die Thai-Bolognese ist 10 Jahre alt, es war eines der ersten wirklich guten, das seinen Weg auf den Blog fand. Bei den Kollegen ist das Gericht begehrt, die Kochgruppen sind dementsprechend groß: 13 Kollegen können mit dem vorhandenen Equipment und dem Zeitbudget von einer Stunde Mittagspause versorgt werden.

Thai-Bolognese. Foto von 2009.

Das Kochen der Sauce ist dabei recht einfach: zunächst schwitze ich Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln, Stängel vom Koriander und Zitronengras in Sesamöl an, gebe dann das Hackfleisch hinzu und lasse es etwas Farbe nehmen. Rote Thai-Currypaste röste ich kurz mit, bevor ich frische Tomaten (im Winter Tomatensugo), Kokosmilch und Rinderfond angieße. Nach einiger Zeit des Kochens schmecke ich die Sauce mit frisch gepresstem Limetten- oder Zitronensaft ab, füge etwas Sojasauce, Salz und Zucker hinzu. Und wer mag, findet hier eine vegetarische Variante mit Blumenkohl.

Zur Thai-Bolognese gibt es diverse Kleinigkeiten: da wären immer viel Koriander, frisch geriebener Parmesan, in wenig Olivenöl gebräunte und leicht gesalzene Cashew-Nüsse, Zitronen-Zesten, Seidentofu und – für die ganz Mutigen – frische Chili.

Die Thai-Bolognese ist ein echter HighFoodality-Klassiker, wenn Du sie noch nicht probiert hast, so lege ich Dir das Rezept wärmstens ans Herz! Eigentlich wäre es einmal Zeit für eine Neuauflage, mit langsam geschmortem Ragout und selbst gemachten Nudeln, genug Anleitung dafür habe ich nun ja