Die Kastanienbäume stehen momentan in voller Blüte – ein prächtiger Anblick! Über Nicole Klauß (Autorin des tollen Buches „Die neue Trinkkultur – Speisen perfekt begleiten ohne Alkohol“) bekam ich die Anregung, Kastanienblütensirup anzusetzen, was im Wesentlichen wie das Herstellen von Holunderblütensirup funktioniert – was mancherorts auch schon geht, weil erste Blütendolden an Holunderbüschen gesichtet wurden.

Meinen Sonntagsspaziergang werde ich heute also mit meinen Kindern nutzen, um Kastanien und Holunder zu suchen. Dann stehen auf der Liste:

  • Holundersirup
  • Holunderessig
  • Holunderblüten süß-sauer einlegen
  • Holundergelee
  • Kastanienblütensirup

Die letzten Wochen habe ich mich viel mit der Herstellung von Koji beschäftigt. Dabei handelt es sich um einen Schimmelpilz (Aspergillus Oryzae), der auf einem Substrat wie Reis oder Perlgraupen gezüchtet und anschließend z. B. zur Herstellung von Miso, Sojasauce oder Sake verwendet wird. Das erste eigene Miso ist angesetzt, die ersten Erfahrungen mit Shio Koji als Marinade sind gemacht, Berichte werden folgen. Und bis dahin gibt es einstweilen den neuen Essensplan für die kommende Kalenderwoche.

Essensplan für die Kalenderwoche 21

Montag

Mittag: Chili con Carne mit Reis
Abend: Radieschen-Salat mit Emmentaler, frisches Brot

Mein Sohn wünscht sich hin und wieder ein „Chili con Carne“ mit Kidney-Bohnen (was als „Original-Zutat“ umstritten ist), Rinderhackfleisch und Mais. Das typische Tex-Mex-Aroma kommt von Chilisorten, die in Texas heimisch sind. Da mein Sohn Schärfe gegenüber noch empfindlich ist, verwende ich Cayenne-Pfeffer in humanen Dosen sowie Kreuzkümmel und Oregano, um das Chili zu aromatisieren. Neben dem Reis, den mein Sohn am liebsten als Beilage hat, eignen sich Tortillas hervorragend als Begleiter.

Dienstag

Mittag: Rotes Thai-Curry
Abend: Grüner Salat mit Gurke und Gartenkräutern (Borretsch, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Pimpinelle)

Mittwoch

Mittag: Okroshka
Abend: Brotzeit, in Essig und Öl marinierte Zwiebeln, frischer Schnittlauch

Die Okroshka ist eine kalte Suppe aus Russland, deren Basis eine Masse aus Eiern, Schmand und Sahne ist, also durchaus reichhaltig. Abends gibts dann auch nur einen kleinen Salat, und alles ist wieder gut.

Donnerstag

Mittag: Erdbeer-Risotto
Abend: Grüner Salat mit gerösteten Kichererbsen

Nachdem ich vor einigen Jahren das Erdbeer-Risotto ausprobiert hatte und vom Geschmack sehr begeistert war, gibt es das Gericht in der Erdbeer-Saison mindestens einmal. Was sich auf den ersten Blick sehr exotisch anhört, ist ein echter Leckerbissen, den ich wärmstens ans Herz legen kann. Einfach trauen und einmal ausprobieren!

Freitag

Mittag: Bucatini all’Amatriciana
Abend: Brotzeit, Karottensalat, danach Joghurt mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott
Cocktail: Norwegian Wood
Wochenendwein: „Puszta Libré“ von Claus Preisinger, Cuvée aus Zweigelt und St. Laurent, süffiger Sommer-Rotwein

Samstag

Mittag: Lasagne
Abend: Brotzeit, Essiggemüse (die Radieschen müssten nun fertig sein, wenn sie vor 3 Wochen fermentiert/eingelegt wurden!)

Sonntag

Mittag: Hühnchen vom Grill, Kartoffel- und Gurkensalat
Abend: Pfannkuchen mit gebackenen Holunderblüten und Erdbeer-Rhabarber-Kompott