Spricht Pâtissier Stefan von Brot, dann leuchten seine Augen, er strahlt, gestikuliert, die Informationen sprudeln nur so aus ihm heraus. Jeder kann sehen, dass hier pure Leidenschaft am Werk ist, dass Stefan für gutes Brot brennt.

Täglich backt Stefan vier große Laibe, die im Rahmen der Speisenfolge nicht nur zu den Gängen sondern als eigenen Gang zwischen Prolog und dem Start des Menüs höchstpersönlich den Gästen präsentiert.

Dann schnappt er sich eines der großen schwarzen Tabletts, das große doppelt geschliffene Brotmesser, setzt einen Laib Brot auf das Tablett, klemmt sich dieses unter den Arm und beginnt, Brot und Butter die Bedeutung beizumessen, die dieses großartige Lebensmittel verdient.

Im Gastraum stellt er das Tablett auf ein kleines Tischchen, das von jedem Platz gut eingesehen werden kann. Ein Spot richtet seinen Lichtkegel nun genau auf das Brot, es leuchtet im relativ dunklen Raum, es liegt da wie auf dem sprichwörtlichen Präsentierteller.

Die Gäste sollen sich Zeit nehmen für ein Lebensmittel, dem heutzutage in der meist industriellen Herstellung immer weni