Der Wecker klingelt und ein mißmutiges „Echt jetzt?“ schießt mir durch den Kopf. Der erste Praktikumstag endete um kurz vor 1 Uhr, der neue Tag beginnt um 6:30 Uhr. Die Kids müssen schließlich zur Schule und brauchen ein Pausenbrot.

Das trifft sich gut, denn Stefan gab mir Reste des famosen Sosein-Brotes aus 50-Stündiger Teigführung mit nach Hause. Ich wärme das Brot leicht an, streiche gute Butter und noch besseren Honig von Christian Mittermeier darauf, genieße die Duft-Melange aus Kaffee und Sauerteigaromen und sehe meinen Kindern dabei zu, wie sie das Frühstück verschlingen. Auch die Kleinen erkennen großartigen Geschmack, und dieses Brot ist wirklich unbeschreiblich gut. Doch dazu in den nächsten Tagen mehr.

Ich spüre die körperliche Belastung des Vorabends, das ist schön, ein angenehmes Gefühl. Am meisten macht mir die Verschiebung der Arbeitszeit zu schaffen: mir fehlen ein paar Stunden gedanklicher Ausgleich nach Feierabend.

Macht nichts, weiter geht’s. Mimimi.

Alternative Würzmethoden für neuen Geschmack

Während wir das Mise en place für den Abend vorbereiten, unterhalte ich mich mit Felix über das sehr regionale Konzept, das dem Sosein zugrunde liegt.

Felix und sein Team versuchen, möglichst viele lokale Produkte zu verwenden. So weit so gut, dieser Philosophie folgen aber viele. Felix geht einen Schritt weiter: er versuc